Arquus Scarabee Panzer-Militaerfahrzeug Hybridantrieb Arquus

Arquus Scarabée Panzerfahrzeug

Mit Hybridantrieb auf Militärmission

Die französische Firma Arquus zeigt ein gepanzertes Erkundungsfahrzeug mit Hybridantrieb. Rein elektrisch betrieben soll es sich unerkannt anschleichen können.

Das weltweite Militärgeschäft läuft aus nachvollziehbaren Gründen sehr „diskret“ ab, und so sind der Allgemeinheit die meisten in diesem Bereich tätigen Unternehmen kaum bekannt. Das dürfte auch für die französische Firma Arquus gelten, von der man als deutscher Durchschnittsautofahrer wahrscheinlich noch nie gehört hat.

Ein Hybrid-Militärfahrzeug aus dem Volvo-Reich

Etwas heller wird es jedoch, wenn man hinter die Kulissen von Arquus blickt. Das Unternehmen ist aus der Firma Renault Trucks Defense (ja, genau dieses Renault) hervorgegangen und wurde 2001 von der Volvo Group erworben. Das ist die Nutzfahrzeugsparte des ursprünglich vereinten Volvo-Konzerns, dessen Pkw-Abteilung bekanntlich seit 2010 der chinesischen Geely Group gehört. Die Chinesen sind auch nicht gänzlich unbeteiligt an Arquus, denn sie halten mit über acht Prozent den größten Einzelanteil an der Volvo Group.

Arquus Scarabee Panzer-Militaerfahrzeug Hybridantrieb
Arquus
Der Scarabée soll 15 Minuten nach Abwurf einsatzbereit sein

Viel hin und her also, was die Eigentümerstruktur betrifft, aber allemal interessant zu wissen. Denn Arquus stellte nun mit dem neuen Scarabée auf der Paris Air Show 2019 in Le Bourget das nach eigenen Angaben erste Hybrid-Elektrische Panzerfahrzeug der Welt vor. Über die Eckdaten hält sich das Unternehmen in der Öffentlichkeit bedeckt, durchgesickert sind jedoch das Einsatzgewicht von rund sechs Tonnen sowie eine Motorleistung von 240 kW für den Verbrenner (Dieselmotor) und 77 kW für den Elektroantrieb.

Nicht nur der Hybridantrieb an sich ist bemerkenswert, sondern auch seine Auslegung wie ein Plugin-Hybrid-Pkw: Mit im Feld austauschbaren Akkuzellen soll sich der Arquus Scarabée in Minutenfrist elektrisch auftanken lassen und anschließend einen rein elektrischen Antrieb ermöglichen. Der Hintergedanke dabei: Mit Elektroantrieb fährt der Scarabée bis auf die Abrollgeräusche praktisch lautlos und entwickelt nur eine sehr geringe Wärme-Signatur. Beides Eigenschaften, die bei Militärs logischerweise super ankommen. Außerdem erlaubt die große Batterie, das Auto auf Beobachtungsmission im Stand mit Energie für alle Bordsysteme zu versorgen.

Arquus Scarabée mit Allradlenkung und Elektroantrieb

Eine weitere Besonderheit gab dem Aquus Scarabée seinen Namen: Wie die Skarabäus-Käfer beherrscht er dank Allradlenkung verschiedene Gangarten. Mit gleichseitig eingeschlagenen Rädern kann er seitlich fahren, mit gegenläufig eingeschlagenen erreicht er einen minimalen Wendekreis. Die Panzerung soll je nach Einsatz variabel wählbar sein und in der höchsten Ausbaustufe auch gegen Minen Sicherheit bieten.

Der für vier Besatzungsmitglieder ausgelegte Scarabée ist dabei so kompakt gehalten, dass er in den Militär-Transportflugzeugen C-130, Chinook und A400M luftverladbar ist. Das System ist darauf konzipiert, dass der Arquus Scarabée spätestens 15 Minuten nach Abwurf einsatzfähig ist.

Arquus Scarabee Panzer-Militaerfahrzeug Hybridantrieb
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