Aston Martin Vanquish S: Schon wieder einer mit acht Endrohren

Aston Martin Vanquish S
Schon wieder einer mit acht Endrohren

ArtikeldatumVeröffentlicht am 09.05.2026
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Besonders auffällig ist dabei das Heck. Dort experimentiert Aston Martin offenbar mit einer neuen Auspuff-Anlage, die optisch stark an den Hybrid-Supersportler Valhalla erinnert.

Bis zu acht sichtbare Auspuffendrohre

Während der reguläre Vanquish bereits vier Endrohre besitzt, trägt der Prototyp zusätzliche Auslässe zwischen den Rückleuchten. Je nach Perspektive scheinen am Erlkönig sogar bis zu acht sichtbare Endrohre verbaut zu sein. Dabei handelt es sich teilweise noch um provisorische Entwicklungs-Hardware.

Neben der ungewöhnlichen Abgasanlage fallen weitere Änderungen auf. Der Frontsplitter wirkt deutlich ausgeprägter als beim bisherigen Modell. Am Heck sitzt zusätzlich ein größerer Gurney-Flap auf dem Kofferraumdeckel. Auch der Diffusor wurde überarbeitet.

Aston Marin Vanquish S mit V12

Der getestete Erlkönig ist der Aston Martin Vanquish S, der sich an dem Portfolio der anderen Baureihen wie dem DB12 S oder dem Vantage S orientiert. Dort kombiniert der Hersteller mehr Leistung mit einer schärferen Fahrwerksabstimmung und aerodynamischen Detailänderungen.

Unter der langen Motorhaube arbeitet weiterhin der bekannte 5,2-Liter-Biturbo-V12. Im aktuellen Vanquish leistet das Aggregat 835 PS und entwickelt 1.000 Nm Drehmoment. Die Kraft wird über eine Achtgang-Automatik ausschließlich an die Hinterräder übertragen.

Kein Plug-in-Hybrid

Beim möglichen Vanquish S wird Aston Martin die Leistung nochmals anheben. Werte von mehr als 850 PS gelten als realistisch. Gleichzeitig dürfte die Entwicklung wegen der kommenden Euro-7-Abgasvorschriften komplizierter werden. Vor allem leistungsstarke Verbrennungsmotoren mit großem Hubraum stehen dadurch zunehmend unter Druck.

Interessant ist dabei auch die Strategie von Aston Martin. Anders als viele Konkurrenten setzt die Marke im Serienbetrieb weiterhin fast ausschließlich auf klassische Verbrenner. Plug-in-Hybride spielen bisher kaum eine Rolle. Eine Ausnahme bildet lediglich der streng limitierte Valhalla mit AMG-V8-Hybridtechnik.

Der Vanquish bleibt damit eines der letzten klassischen Zwölfzylinder-GT-Modelle am Markt. Zu den wichtigsten Konkurrenten zählen aktuell der Ferrari 12Cilindri sowie der Bentley Continental GT Speed. Während Ferrari weiterhin auf einen frei saugenden V12 setzt und Bentley inzwischen einen Plug-in-Hybrid nutzt, hält Aston Martin vorerst am Biturbo-V12 ohne Elektrifizierung fest.

Noch ist unklar, wann Aston Martin die überarbeitete Version offiziell vorstellen wird. Da die aktuelle Generation erst Ende 2024 präsentiert wurde, rechnen wir frühestens Ende 2026 oder im Laufe des Jahres 2027 mit einer möglichen Vanquish-S-Version.

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