Audi A3 Premiere Genf 2020 Audi
Audi A3 Premiere Genf 2020
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Audi A3 Premiere Genf 2020 17 Bilder

Audi A3 Sportback (2020) Weltpremiere

Der kompakte Ingolstädter wird volldigital

Auto Salon Genf 2020

Audi präsentiert die neueste Generation des A3 Sportback. Die Ingolstädter Kompaktklasse bekommt ein volldigitales Cockpit und ein markantes Design.

Eine der wichtigsten Premieren in Genf hätte wohl Audi gefeiert, doch nach der durch den Corona-Virus bedingten Absage des Automobil-Salons ging man den Weg der Online-Weltpremiere. In einem Live-Stream zog Audi statt auf einem Messestand im Studio die Tücher vom für die Marke extrem wichtigen neuen Volumenmodell. Die vierte Generation des A3 will es wissen: Mit viel markanterer Optik, einem enorm großen Waben-Kühlergrill, zackigen Sicken und Kanten und optional mit Matrix-LED-Scheinwerfern bringt er den Stil der Oberklassemodelle des Hauses zu den Kompakten. Je nach Variante gibt es dabei zwei Designs für das Tagfahrlicht: Horizontale Linien gibt es in der Basis, die S-Line-Modelle geben sich mit zwei vertikalen LED-Linien zu erkennen.

Der Audi A3 wächst in Länge und Breite gegenüber der Vorgänger-Generation um jeweils rund drei Zentimeter auf 4,34 x 1,82 Meter. Höhe (1,43 Meter) und Radstand (2,64 Meter) entsprechen dem bisherigen Modell. Während die zusätzliche Breite in Form von mehr Ellbogen- und Schulterfreiheit spürbar sein soll, wurde die Sitzposition des Fahrers „tiefergelegt“, das soll den sportlichen Charakter unterstreichen. Der Laderaum fasst je nach Rückbank-Konfiguration zwischen 380 und 1.200 Liter.

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Volldigitales Cockpit im neuen A3 – etwas anderes wäre nach der Golf-8-Premiere auch nicht angemessen

Audi A3 kommt mit Virtual Cockpit

Im Cockpit wird es, das war nach der Golf-Premiere absehbar, auch beim Audi A3 Sportback volldigital. Das zentrale Touch-Display misst als Serienausstattung 10,1 Zoll in der Diagonale, das Kombiinstrument bringt es auf 10,25 Zoll. Optional lässt sich das Audio Virtual Cockpit Plus bestellen, das mit einem 12,3-Zoll-Zentraldisplay und mehr Varianten bei der Grafikdarstellung glänzt. Ebenfalls neu ist ein modernisiertes Headup-Display, das die Informationan farbig und plastischer als bisher in die Windschutzscheibe projiziert, die Darstellung soll wirken, als sei sie zwei Meter vom Fahrer entfernt.

Audi verzichtet darauf, jegliche Bedienfunktion im Cockpit zu „digitalisieren“: Die Klimasteuerung beispielsweise kann weiterhin ganz klassisch über Tastschalter geschehen. Das MMI setzt auf flache Menüstrukturen und Bedienung wie vom Smartphone gewohnt. Serienmäßig verfügt bereits in der Basisausstattung das MMI Radio Plus über Handschrifterkennung und natürliche Sprachsteuerung. DAB+-Empfang beim Radio ist ebenfalls serienmäßig, optional lässt sich ein web-basiertes Online-Radio bestellen. Bei der erweiterten Option Hybrid-Radio sucht sich das Infotainmentsystem automatisch zum jeweiligen Musikwunsch den besten Sender aus dem Internet, dem normalen FM- oder dem digitalen DAB-Radio.

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Eine Neuerung ist der sensorische Lautstärkeregler in der Mittelkonsole, rechts neben dem Schalthebel: Er reagiert auf Kreisbewegungen des Fingers, um den Sound lauter oder leiser zu stellen. Vernetzt wird der Audi A3 Sportback mit einer eigenen „Communication Box“, die auch einen WLAN-Hotspot im Fahrzeug zur Verfügung stellt. Aufgrund der fehlenden Infrastruktur noch Zukunftsmusik, aber im Audi A3 Sportback bereits jetzt integriert ist die Car-to-X-Kommunikation, mit der sich das Fahrzeug mit anderen Autos oder dem innerstädtischen Umfeld vernetzt, um beispielsweise das ideale Tempo für die Ampelsteuerung zu erfassen oder vor Gefahrenstellen gewarnt zu werden.

Künftig ersetzt das Smartphone den Autoschlüssel

Vernetzt wird der Audi A3 Sportback auch mit dem Smartphone des Besitzers, in der My-Audi-App können die üblichen webbasierten Steuerungen – Navi-Ziele übertragen, Fahrzeug orten oder eine optionale Standheizung starten- vorgenommen werden. Erst einige Wochen nach dem Marktstart des neuen Audi A3 und dann auch nur für Smartphones mit dem Android-Betriebssystem kommt der Audi-Connect-Schlüssel, der den normalen Autoschlüssel überflüssig macht. Die Schließanlage und der Start-Knopf lassen sich dann per Handy freischalten.

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Bei uns wird der Sportback das Thema A3 abhandeln, auf anderen Märkten wird auch die Limousine eine Rolle spielen

Audi A3 2020 – die Motoren

Unmittelbar zum Marktstart stehen drei Antriebe für den A3 Sportback zur Verfügung: ein 1,5-Liter-TFSI-Benziner mit 150 PS sowie ein Zweiliter-Diesel mit wahlweise 116 oder 150 PS. Kurz nach der Markteinführung folgen ein Basis-Benziner mit drei Zylindern, einem Liter Hubraum und 110 PS sowie die Mildhybrid-Variante des 1.5 TFSI mit Riemen-Startergenerator (RSG) und 48-Volt-Teilbordnetz. Der RSG unterstützt den Benziner mit maximal 9 kW und 50 Newtonmeter Drehmoment. Als Mildhybrid soll der A3 bei entsprechenden Strecken bis zu 40 Sekunden lang mit abgeschaltetem Verbrenner segeln können, den Verbrauchsvorteil gegenüber dem Standard 1.5 TFSI beziffert Audi mit 0,4 Liter auf 100 Kilometer.

Bei diesen ersten Antriebsvarianten ist der Frontantrieb gesetzt, zur Auswahl stehen das Sechsgang-Schaltgetriebe als Basis oder optional das Siebengang S-Tronic Doppelkupplungsgetriebe. Im Laufe des Jahres kommen weitere Benzin- und Diesel-Aggregate, zum Teil auch mit quattro-Allradantrieb. Ebenfalls in der Pipeline: Ein Plugin-Hybrid-Modell sowie eine Motorisierung mit CNG-Erdgasantrieb, der Plugin soll noch in diesem Jahr erscheinen.

Für die bessere Aerodynamik gibt es einige Tricks beim neuen Audi A3 Sportback, der es je nach Version auf einen Cw-Wert von 0,28 bringt. Dazu tragen Details wie die Außenspiegelgehäuse oder der nahezu voll verkleidete Unterboden bei, aber auch der bei einigen Motorisierungen serienmäßige gesteuerte Kühllufteinlass im Single-Frame-Grill. Selbst die Bremsbelüftung folgt dem Aerodynamik-Auftrag: Die notwendige Luft gelangt durch den Motorraum und die Radlaufschalen zu den Bremsen, bei stehendem Fahrzeug übernimmt der Motorlüfter statt dem Fahrtwind diesen Job.

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Klare Kante auch im Innenraum, nach schwungvollen Rundungen sucht man hier vergeblich

In Sachen Assistenz-Systeme ist der neue Audi A3 Sportback natürlich auf der Höhe der Zeit, wobei bereits in der Basis mit Kamera und Frontradar die entsprechende Technik für den Spurverlassenswarner, den Ausweichassistent oder das pre safe front-System mit Fußgänger- und Radfahrererkennung enthalten ist. In der Vollausstattung gesellen sich ein Mid-Range-Radar in der Front, zwei Heckradarsensoren sowie weitere Ultraschallsensoren hinzu. Damit lässt sich dann auch der adaptive Fahrassistent ordern, der den Audi A3 Sportback bis zu einem Tempo von 210 km/h teilautonom fahren kann: Das System hält Abstand zum Vordermann und bietet Lenkunterstützung bei der Spurführung. In Stau-Situationen kann der adaptive Fahrassistent den A3 eigenständig führen und bis zum Stillstand abbremsen. In Verbindung mit der Verkehrsschilderkennung kann das System auch eigenständig das Tempo wählen.

Audi A3 Sportback 2020: Marktstart und Preise

Der Vorverkauf der neuen A3-Modellgeneration startet noch im März. Die ersten Auslieferungen verspricht Audi bereits Anfang Mai. Das etwas später startende Basismodell, der 30 TFSI mit einem Liter Hubraum, beginnt bei 26.800 Euro. Der sofort zum Marktstart verfügbare 35 TFSI mit 150 PS hat einen Basispreis von 29.800 Euro, 100 Euro mehr sind es für den Basisdiesel mit 110 PS (30 TDI, 29.900 Euro). Zum Marktstart bietet Audi außerdem das Sondermodell „Edition One“ an, unter anderem mit Sportsitzen, Sportlenkrad, Edelstahl-Pedalen, abgedunkelten Matrix-LED-Scheinwerfern sowie titangrauen 18-Zoll-Leichtmetallrädern.

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Fazit

Für den neuen A3 war es höchste Zeit, die Nachfrage nach dem bisherigen Modell ging zuletzt stark zurück. Mit der neuen Generation 4 werden die Ingolstädter fraglos wieder in die Erfolgsspur fahren. Zu Preisen ab rund 27.000 Euro und mit modernen Motoren fährt der A3 im Frühjahr zu den Händlern. Das volldigitale Cockpit und die zahlreichen neuen Assistenzsysteme bringen den Premium-Kompakten speziell nach der Präsentation der 8. Golf-Generation wieder auf den aktuellen Stand der Dinge. Auf den Plug-in-Hybrid müssen wir allerdings noch etwas warten, und der wird auch sicher nicht ganz so günstig wie die jetzt vorgestellten Basis-Motorisierungen

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