Audi A3 Erlkönig ams
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Audi A3 Erlkönig 10 Bilder

Neuer Audi A3 (2020)

Premium-Golf ohne Tarnung erwischt

Erst im März 2020 dürfte der A3 IV in Genf debütieren. Bereits jetzt hat unser Erlkönigjäger den Kompakten (intern AU380) nahezu ungetarnt abgeschossen.

Seit 2012 ist der Audi A3 8V in Deutschland am Start und erhielt 2016 eine optische und technische Modellpflege. Auch der neue A3 basiert wieder auf dem VW Golf. Der Wolfsburger-Bestseller debütiert Ende Oktober 2019 in 8. Generation. Die Derivate im Konzern folgen auf dem Fuße. Den Anfang macht allerdings der Skoda Octavia, es folgt der Seat Leon und erst im März 2020 zeigt sich der A3 Öffentlichkeit auf dem Genfer Autosalon.

Design und Karosserie

Wie schon bei der 3. Generation wird es keinen Dreitürer mehr geben, auch ein Cabrio werden die Ingolstädter nicht mehr anbieten. Es bleibt beim viertürigen Sportback und der Limousine, die der Baureihe in den USA und vor allem in China ein kräftiges Absatzplus beschert hat. Vermutlich auch deshalb wird Audi die Limousine nur wenige Wochen nach dem Schrägheckmodell präsentieren.

Optisch wird der A3 Ähnlichkeiten mit dem kleineren A1 aufweisen. Die Schlitze zwischen Haube und Kühlergrill, die an den Audi Sport Quattro erinnern sollen, sind auf den Fotos vom A3 aber nicht zu sehen. Insgesamt wirkt der Neue deutlich kantiger und markanter. Die übergreifende Haube lässt den Vorderwagen tiefer und breiter aussehen, wie der Golf dürfte das Auto insgesamt etwas flacher werden. Auf den Bildern gut zu erkennen ist auch, dass der Grill flacher und breiter wird. Die Scheinwerfer mit markanter Signatur werden die zackige Form behalten. Die Schürzen zeigen größere Lufteinlässe, die Türen eine auffällig nach oben abknickende „Bügelfalte“ im unteren Drittel. Natürlich soll die Karosserie einen verbesserten cW-Wert erreichen.

Innenraum mit mehr Platz

Im A3 Sportback in der neuen Generation ist ein größerer Kofferraum zu erwarten. Rund 410 Liter bietet der Kompakte auf – plus 30 Liter. Der Radstand wird aber wie beim Golf bei rund 2,64 Meter bleiben. Vorne greift der Fahrer in ein Dreispeichenlenkrad mit kleinem Pralltopf und schaut auf ein digitales Kombiinstrument. Ein weiterer Bildschirm auf dem Armaturenträger ist für die Steuerung des Infotainment-Systems zuständig, das weitestgehend dem des Q3 entspricht. Die Mittelkonsole fällt breiter aus, die Sitze sportlicher.

Technik und Motoren

Wie alle Golf-Derivate basiert der neue Audi A3 basiert auf dem Modularen Querbaukasten (MQB) des VW-Konzerns. Motorseitig sind ausschließlich Turbo-Motoren am Start. Bei den Benzinern sind es Vierzylinder mit 2,0 und 1,5 Liter Hubraum. Der hochverdichtende 1,5-Liter-TFSI leistet 150 PS und verfügt über Zylinderabschaltung. Das Aggregat mit 130 PS ist auch für den Erdgasbetrieb vorgesehen. Der Zweiliter-TFSI soll zunächst bis 190 PS leisten. Später gesellen sich noch weitere Leistungsstufen dazu, so dass eine Range von rund 130 bis deutlich über 200 PS zustande kommt. Alle Benziner sind mit einem 48-Volt-Bordnetz und E-Boost ausgestattet. Die erst seit kurzem im aktuellen A3 nach der WLTP-Anpassung wieder verfügbare PHEV-Variante (E-Tron) kommt auch in der nächsten Generation wieder. Sie wird dringend zur Reduzierung des Flottenverbrauchs benötigt. Dabei kann der VW-Konzern die Skalierungs-Vorteile seiner Baukasten-Technik ausspielen: Der Plug-in-Hybrid-Antriebsstrang für die Kompaktklasse kann bei VW, Seat, Skoda und Audi unverändert zum Einsatz kommen.

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VW Golf 8
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Vorteil Baukasten-Technik

Gleichzeitig kosten die Derivate auch über Markengrenzen hinweg mit anderen Außenblechen und entsprechend abweichendem Design den Konzern nur einen Bruchteil dessen, was die Entwicklung eines komplett neuen Modells mit neuer Bodengruppe fällig wird: Während für die Entwicklung einer neuen Baureihe industrieweit mit etwa einer Milliarde Euro an Entwicklungskosten gerechnet wird, soll ein MQB-Derivat wie der A3 wohl unter zehn Prozent dieser Summe verschlingen. Im Falle des Ingolstädter Kompaktmodells eine lohnende Investition, selbst wenn der A3 teurer zu produzieren sein sollte: Aktuell ist der Kompakte mit den vier Ringen in Deutschland mit gleicher Motorisierung gut 4.000 Euro teurer als der Golf.

Die Selbstzünder im A3 sind allesamt mit Partikelfilter und SCR-Kat ausgerüstet, auch auf die neue Abgasreinigung mit zwei SCR-Kats (Twindosing) werden Diesel-A3 nicht verzichten müssen. Als Top-Modelle bietet Audi künftig auch weiterhin den S3 und den RS3 an. Der Audi S3 mit seinem aufgeladenen Vierzylinder kommt künftig auf rund 330 PS. Im RS3 arbeitet weiterhin der 2,5-Liter-Fünfzylinder mit mehr als 400 PS.

Fazit

Der Audi A3 ist in die Jahre gekommen, der Rückgang im Vergleich zur Konkurrenz ist bei den Neuzulassungen in Deutschland sichtbar. Der neue, markanter und maskuliner wirkende A3 mit der Technik des noch 2019 startenden VW Golf 8 hat gute Chancen, wieder aufzuholen. Die schlecht laufenden Modelle – Dreitürer und Cabrio – nicht. Sie fallen konsequenterweise aus dem Programm, während die Limousine auch in zweiter Generation für Stückzahlen vor allem in Übersee sorgen dürfte.

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