neue Sechszylinder Diesel BMW 7er BMW
neue Sechszylinder Diesel BMW 7er
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Neue Sechszylinder-Diesel bei BMW

Mit 48-Volt-Boost schon in der Basis 297 PS

BMW pimpt seine Sechszylinder-Diesel: Stufenaufladung und variable Turbinengeometrie bringen 21 PS Leistungszuwachs, der Mildhybrid nochmal elf PS beim Beschleunigen.

Dass BMWs Reihensechszylinder-Selbstzünder gut im Futter stehen, stellen sie regelmäßig in Tests unter Beweis. Die Modifikation des Baukastens für die Heckantriebsarchitektur CLAR, auf der die Baureihen vom 2er (Coupé) bis zum 8er und X3 bis X7 stehen, brachte den 3,0-Liter-Diesel-Aggregaten ein Update, das jetzt sogar in den 7er findet, dessen Nachfolger für 2022 zu erwarten ist. Auch im facegelifteten 5er kommen die überarbeiteten Aggregate zum Einsatz.

SPERRFRIST 27.05.20 01:00 Uhr
Neuheiten

Die neueste Generation der Common-Rail-Einspritzung dürfte helfen, dass der neue Dieselmotor sauber nach Euro 6d ist. Die Abgasnachbehandlung übernehmen motornahe ein Diesel-Oxidationskatalysator und ein Dieselpartikelfilter mit einer SCR-Beschichtung. Um die Stickoxid-Emissionen (NOX) sicher zu reduzieren, gibt es am Ausgang des motornahen SCR-Systems eine zweite Dosiereinheit für die Harnstoffeinspritzung.

Dass die überarbeitete Common-Rail-Einspritzung jetzt mit 2.700 bar arbeitet (die frühen Systeme arbeiteten mit etwa halb so hohen Drücken) wird der Leistung gut tun. Die steigert aber vor allem die neue zweistufige Aufladung mit variabler Eingangsgeometrie für die Niederdruckstufe, was das für besonders spontanes Ansprechverhalten sorgen soll. In den 730d-Versionen (L, XDrive) leistet der Sechszylinder jetzt 286 PS. Das sind 21 PS mehr als vorher. Das maximale Drehmoment wuchs um 30 auf 650 Nm und liegt schon ab 1.500 bis 2.500/min an.

Elf PS zusätzlich vom 48-Volt-System

Oben drauf kommt beim Beschleunigen noch der Boost aus dem Mildhybrid-System. Der 48-Volt-Startergenerator, der Bremsenergie in eine zusätzliche Batterie rekuperiert, packt bei Bedarf bis zu 8 kW/11 PS Zusatzleistung in den Antriebsstrang. Damit steigt die Gesamtleistung kurzzeitig auf 297 PS. Das zeigt sich vor allem bei der Beschleunigung: 730d und 730d xDrive sind jetzt jeweils 0,2 Sekunden schneller auf 100 km/h (5,9 beziehungsweise 5,6 Sekunden). Trotzdem sinkt der Verbrauch um 0,6 Liter je 100 Kilometer (nach WLTP ermittelt, auf NEFZ zurückgerechnet). Der 730d verbraucht 4,7 – 4,9 l/100 km, der 730d xDrive 5,0 –5,2 l/100 km, der 730 Ld 4,8 –5,0 l/100 und der BMW 730 Ld xDrive 5,1 – 5,3 l/100 km.

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Der überarbeitete Diese leistet jetzt mindestens 286, mit 48-Volt-Boost kurzzeitig sogar 297 PS.

740d mit zwei variablen Ladern

Beim 740d xDrive (5,2 –5,4l/100 km) hat die Stufenaufladung sowohl in der Hoch- als auch in der Niederdruckstufe eine variable Einlassgeometrie und die Leistung steigt um 15 kW bzw. 20 PS auf 250 kW/340 PS. Das 20 Nm auf 700 Nm gewachsene Drehmoment liegt zwischen 1.750 und 2.250/min an. Zusammen mit dem 48-Volt-System beschleunigt der BMW 740d xDrive in 5,0 Sekunden (minus 0,2) von null auf 100 km/h. Der kombinierte Kraftstoffverbrauch sinkt um 0,4 Liter je 100 Kilometer.

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Sauber, stark, effizient - der Diesel ist ...
... trotzdem ein Auslaufmodell. Aufwendig zu reinigen und doch nicht CO2-frei.
... mit seinem vergleichsweise niedrigen CO2-Ausstoß zeitgemäßer denn je.

Parallel zur Einführung der neuen Reihensechszylinder-Motoren bietet BMW von Juli 2020 für alle Modellvarianten der 7er Reihe gegen Aufpreis die neueste Integral-Aktivlenkung an. Sie kombiniert variable Zahnstangenübersetzung vorn mit gezieltem Mitlenken der Hinterräder. Das gegenläufige Einlenken der Hinterräder passiert jetzt bereits bei Geschwindigkeiten von weniger als drei km/h. Das verbessert die Wendigkeit beim Ein- und Ausparken.

Fazit

Klar, der 7er mit Sechszylinder-Diesel schrammt beim CO2-Ausstoß bestenfalls von oben an der 120-Gramm-Grenze – 95g/km wären das EU-Ziel. Andererseits sind Platzangebot und Spurtvermögen eben auch jenseits des Notwendigen.

Das 48-Volt-Hybrid-System wirft die Frage auf: Warum den effizienten Diesel nicht mit einem Plug-in-Hybrid kombinieren? Dann wäre der auch sparsam, wenn er mal wieder nicht geladen wurde. Und der CO2-Ausstoß wäre weit unter 95 Gramm.

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