10/2021, Lada Largus Cross Facelift 2021 Avtovaz Group
10/2021, Lada Largus SW Facelift 2021
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10/2021, Lada Largus SW Facelift 2021
10/2021, Lada Largus Cross Facelift 2021 13 Bilder

Dacia Logan MCV in Russland als Lada Largus

Dacia Logan MCV 1. Generation als Lada Largus Uralt-Dacia blickt in Russland durch Largus-Augen

Mit dem hierzulande längst ausrangierten Logan MCV ist in Russland ein sehr betagtes Dacia-Modell als Lada auf dem Markt – natürlich zum Schnäppchen-Preis.

Die Entwicklung des neuen Lada Niva, der für 2024 angekündigt ist, scheint in der entsprechenden Abteilung der russischen Automarke viele – wenn nicht gar alle – Ressourcen zu binden. Oder wie sonst ist es zu erklären, dass Lada auf dem Heimatmarkt längst abgetragene Dacia-Modelle unter eigener Flagge verkauft? Genau das passiert nämlich mit dem alten Logan MCV, der in Russland seit 2012 als Lada Largus auf dem Markt ist – und das wohl auch noch eine Weile bleiben wird.

10/2021, Lada Largus Cross Facelift 2021
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In der Cross-Version weist der Lada Largus einen anders gestalteten Kühlergrill auf.

Man könnte das für nachvollziehbar halten, wenn der Largus wenigstens jener Dacia-Kombi der zweiten Generation wäre, der bei uns erst im vergangenen Jahr ausrangiert wurde. Aber dass der Logan MCV der ersten Generation, die sich in Deutschland bereits 2013 vom Markt verabschiedet hat, von Lada in Russland noch immer als Neuwagen vermarktet wird, sorgt dann doch für Stirnrunzeln. Und erweckt nicht gerade den Eindruck, dass die Renault-Gruppe, zu der beide Marken gehören, besonders viel Wertschätzung für die Kundschaft in Putins Riesenreich übrighat.

Der dreifache Lada Largus zeigt zwei Gesichter

Den Lada Largus gibt es sogar dreifach: Als klassischen Kombi mit fünf oder sieben Sitzen, wobei sich die dritte Sitzreihe komplett demontieren lässt. In einer Cross-Version im Stile der hiesigen Dacia-Stepway-Modelle mit um 28 Millimeter erhöhter Bodenfreiheit. Und als Cargo-Van mit zugepinselten Seitenscheiben jenseits der B-Säule. Immerhin erhält er nun ein Facelift, das ihm eine aufgefrischte Frontpartie beschert. Beziehungsweise deren zwei: Statt wie bisher auf einer sitzt das Lada-Logo im Standard-Largus und im Van nun auf zwei Querspangen im Kühlergrill. Der Largus Cross erhält einen Wabengrill. Auch die Form der Scheinwerfer hat Lada leicht modernisiert.

10/2021, Lada Largus Facelift 2021
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Innen soll der Lada Largus sowohl komfortabler als auch praktischer geworden sein.

Das gilt auch für den Innenraum, der nun über ein neues Armaturenbrett mit Multimedia- samt Navigationssystem und Smartphone-Konnektivität per Apple Carplay oder Android Auto verfügt. Zudem will Lada den Fahrkomfort des Largus auf ein neues Level gehoben haben: Geräuschdämmung, Sitzkomfort, Klimatisierung – all das soll verbessert worden sein. Das Multifunktions-Lenkrad lässt sich auf Wunsch ebenso beheizen wie die Windschutzscheibe und die Rücksitze, die Armlehne am Fahrersitz bietet ein Staufach, und ein Tempomat sowie eine Rückfahrkamera bringen Assistenzsysteme ins Auto. Die Serienausstattung umfasst nun eine fernbedienbare Zentralverriegelung, einen Bordcomputer und Tagfahrlicht.

Mit 90 oder 106 PS

Lada bietet den Largus in zwei Motor-Varianten an. Der 1,6-Liter-Vierzylinder-Benziner mit 90 PS und maximal 143 Newtonmetern darf sich über eine überarbeitete Pleuel-Kolben-Gruppe, eine neue Kurbelwelle und eine neuen Ansaugbereich freuen. Zudem entfällt künftig die Notwendigkeit, nach 90.000 Kilometern das Ventilspiel einzustellen. Als etwas stärkere Alternative ist für den Kombi und die Cross-Version ein weiterer 1,6-Liter-Motor mit 106 PS und 148 Newtonmetern erhältlich. Beide Motoren erfüllen die Abgasnorm Euro 5 und sind an manuelle Fünfgang-Getriebe gekoppelt.

Die billigste Largus-Version für den Privatgebrauch ist mit 749.900 Rubel (gut 9.000 Euro) der fünfsitzige Kombi. Ungleich teurer ist die Cross-Version, die mindestens 915.900 Rubel (umgerechnet über 11.000 Euro) kostet.

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Fazit

Die Renault-Gruppe beschreitet in Russland durchaus kreative Vertriebswege. Die Marke Dacia gibt es dort nicht. Stattdessen sind die aktuellen Modelle der Rumänen zwischen St. Petersburg und Nowosibirsk als Renault erhältlich. Die letzte Duster-Generation ist in Russland als Nissan Terrano unterwegs. Und den ersten Dacia Logan MCV gibt es dort als Lada Largus. "Bagde Engineering" auf die kuriose, aber nicht unerfolgreiche Art: 2020 erreichte der Lada Largus in der russischen Neuzulassungs-Statistik immerhin Platz sieben.

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