Elektrisch fahren ohne Kabel: Das kosten VW Golf Hybrid und VW T-Roc Hybrid

VW Golf Hybrid und T-Roc Hybrid (2026)
Das kostet der neue VW-Hybrid in Golf und T-Roc

ArtikeldatumVeröffentlicht am 21.07.2026
Als Favorit speichern
VW Golf und T-Roc Vollhybrid (2026)
Foto: Hersteller

Ein besonders effizienter Benzinmotor, zwei Elektromaschinen und ein Akku im Heck sind die Bestandteile des neuen Vollhybridantriebs von Volkswagen. Der neue Antrieb ist zwischen den Benzinern mit milder elektrischer Unterstützung und den Plug-in-Hybride positioniert und zunächst in Golf und T-Roc bestellbar.

Der Golf Hybrid ist mit der Ausstattung R-Line ab 41.440 Euro erhältlich. Im Vergleich zu einem Golf 1.5 eTSI R-Line mit 150-PS-Mildhybrid sind das 1.970 Euro mehr. Für den T-Roc Hybrid in der Ausstattung Style verlangt der Hersteller mindestens 44.470 Euro.

Fahrleistungen und Verbrauch

Der Antrieb hat eine Systemleistung von 170 PS und ein Systemdrehmoment von 309 Newtonmetern. Der Golf Hybrid beschleunigt damit in 7,5 Sekunden von null auf 100 km/h. Damit ist der Hybrid eine Sekunde flotter auf 100 km/h als der eTSI. Der Spritverbrauch liegt im WLTP-Zyklus bei 4,6 Liter Superbenzin je 100 km. Das sind 0,6 Liter weniger als beim 1.5 eTSI mit 150 PS. Der T-Roc Hybrid hat einen Normverbrauch von 5,0 Liter Superbenzin auf 100 Kilometer. Die Höchstgeschwindigkeit des Golf Hybrid ist auf 180 km/h begrenzt.

So funktioniert der neue Vollhybrid von VW

Der neue Vollhybrid hat drei Modi: Bei niedrigen Geschwindigkeiten fährt das Auto elektrisch, der Verbrenner ist abgeschaltet. Im seriellen Modus lädt der Benziner über einen Generator den Akku und verlängert damit die Reichweite, während die E-Maschine das Auto antreibt. Im parallele Modus treiben Benziner und E-Maschinen zusammen an. Ab 60 km/h übernimmt der Benziner und der E-Antrieb sorgt für zusätzlichen Schub.

Der Fahrer kann drei Profile wählen: Eco mit auf 70 Prozent reduzierter Systemleistung für besonders sparsames Fahren, Comfort mit voller Leistung und sanften Übergängen zwischen den Modi. Sport schließlich nimmt den Benziner häufiger zum Laden ran und stellt schneller die volle Leistung zur Verfügung.

Benzinmotor mit 39,2 Prozent Wirkungsgrad

Den bekannten Benzinmotor hat VW für den neuen Vollhybrid auf mehr Effizienz ausgelegt. Ähnlich wie bei den eta-Motoren von BMW in den 80er-Jahren ist die Höchstdrehzahl abgesenkt. Das spart zum Beispiel Reibung im Ventiltrieb. Im TSI liegt die maximale Leistung bei 4.300 Umdrehungen an, die Höchstdrehzahl bei 4.500/min – das sind Werte, die manche Dieselmotoren erreichen. Außerdem ist das Miller-Brennverfahren weiter optimiert: Die Einlassventile schließen früher, die Steuerzeiten sind verkürzt und die Brennraumfüllung verbessert. Die Verdichtung ist auf 12,5:1 angehoben – ein hoher Wert für einen Benzinmotor. Das Resultat ist ein sehr guter Wirkungsgrad von 39,2 Prozent.

Im Heck sitzt eine 1,6-kWh-Batterie. Der flüssigkeitsgekühlte Akku kann bis zu 44 kW Leistung liefern. Eine E-Maschine, die primär als Generator dient, lädt den Akku – entweder über den Verbrenner oder über Rekuperation. Auch die zweite E-Maschine kann beim Bremsen Energie zurückgewinnen. Sie übernimmt zudem den elektrischen Antrieb des Autos.

VW wird eine weitere Leistungsstufe des Hybridantriebs auf den Markt bringen. Diese wird mit 100 kW Systemleistung etwas schwächer sein.

Fazit