Fiat 500 Hey Google Sondermodell Fiat
Fiat 500, 500X und 500L Hey Google Sondermodelle
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Fiat 500 Hey Google Sondermodell 15 Bilder

Fiat 500 Hey Google Sondermodelle

Fiat 500 Hey Google Sondermodelle Italiener mit Sprachassistenten

Fiat und Google wollen gemeinsame Wege gehen. Wenn auch nur einen ganz dünnen Pfad. Mit zwei Sondermodellen der Fiat 500-Familie soll es starten.

"Hey Google, wo ist mein Auto?" Diese Frage beherrscht der Google Assistent schon seit mehreren Jahren. Allerdings nur, wenn man zuvor sein Android Smartphone mit dem Auto gekoppelt hatte oder mit Google Maps navigierte. Waren die Kinder oder der Partner mit dem Wagen unterwegs, kennt selbst der Suchmaschinen-Riese Google ausnahmsweise nicht die Antwort. Bis jetzt – und vorausgesetzt, man entscheidet sich für eines der beiden neuen Hey Google-Sondermodelle der Fiat-500-Familie. Denn sowohl der Fiat 500 als auch der Fiat 500X sollen schon nativ mit dem Sprachassistenten vernetzt sein. Der 500L bleibt allerdings außen vor.

Auf diese Weise können über Smarthome-Geräte wie dem Google Nest vom Sofa oder unterwegs vom Smartphone Informationen vom Fahrzeug abgerufen werden. Etwa die aktuelle Parkposition, der Tageskilometerstand oder Infos darüber, wie viele Kilometer das Fahrzeug täglich im Durchschnitt unterwegs ist und wie viel der Wagen privat und geschäftlich genutzt wurde – vorausgesetzt, man hat die Fahrten vorher als solche im digitalen Fahrtenbuch klassifiziert.

Die Sondermodelle ab 17.490 Euro

Ab 10. April sollen die ersten Fahrzeuge schon beim Händler stehen. Zu erkennen sind die beiden Sondermodelle zum einen an den bunten Punkten auf den Sitzen und der B-Säule, die dem Google-Assistent-Logo entlehnt wurden, zum anderen an der Hey Google-Plakette auf dem Kotflügel.

Fiat 500, 500X und 500L Hey Google Sondermodelle
Fiat
Innen sind die Hey Google-Sondermodelle an der Sitzgestaltung zu erkennen.

Den kompakten Fiat 500 gibt es als Sondermodell mit 70 PS starkem Hybrid-Benziner auf 15 Zoll-Alurädern mit Cabrio- und Limousinendach in Schwarz-Weis, Gelato Weiß, Carrara Grau, Vesuvio Schwarz, Pompeii Grau und Italia Blau. Das Cabrio kostet ab 20.090 Euro, die Limousine ab 17.490 Euro.

Das Hey Google-Sondermodell des Fiat 500X kommt auf 16-Zöllern ebenfalls im BiColor-Schwarz-Weis oder Uni in Passione Rot, Gelato Weiß, Argento Grau, Moda Grau, Cinema Schwarz und Italia Blau. Angetrieben wird es entweder von den beiden 1,0- und 1,3-Liter-Benzinern mit 120 und 150 PS oder zwei Dieselmotoren, die auf 95 und 130 PS kommen. Die Preise für den 500X starten bei 22.990 Euro.

Die MyFiat-App als Rückgrat

Den Mittelpunkt zwischen dem Auto und dem Google Assistent stellt die MyFiat-App dar – beziehungsweise der Mopar Connect-Dienst, über den das Fahrzeug digital verwaltet wird. Dieser Dienst hat jetzt eine Art Schnittstelle zum Google-Universum bekommen und lässt sich damit auch per Sprachbefehl bedienen.

Fiat 500, 500X und 500L Hey Google Sondermodelle
Fiat
Obwohl auf dem Foto auch der 500L (r.) zu sehen ist, legt Fiat die Hey Google-Sondermodelle vorerst nur auf auf Basis des 500X und 500 (v.l.) auf.

So soll der Google Assistent aber nicht nur Infos per App liefern, sondern auch im Alltag helfen, erklärten Fiat 500-Produktmanager Charles Fuster und Vincenzo Riili, Google Country Manager Italy, bei der gemeinsamen virtuellen Pressekonferenz. Ist etwa der Tank fast leer, kann Google den Fahrer daran erinnern, etwas mehr Zeit auf dem Weg zur Arbeit einzuplanen, um unterwegs zu tanken. Auch Türen und der Kofferraum sollen sich über mit dem Sprachbefehl "Hey Google, sag MyFiat, ich möchte den Kofferraum öffnen" entriegeln lassen. Außerdem können per Sprachbefehl die Warnblinker aktiviert werden. Falls ein definiertes Tempolimit überschritten oder das Fahrzeug gestohlen wird, sendet das System automatisch eine Nachricht.

Google-Integration als Einbahnstraße

Insgesamt bleibt die Sache aber in gewisser Weise eine Einbahnstraße. Denn im Auto selbst bleibt der Google Assistent vorerst außen vor. Wer von dort aus etwa das eigene Smarthome steuern will, muss ihn vom Smartphone oder über die serienmäßige Smartphone-Integration Android Auto aktivieren. Denn fest verbaut ist in den Sondermodellen nur das übliche Sieben-Zoll-Uconnect-Infotainment-System, dessen Startbildschirm nun auch das Google-Logo zeigt, bevor zum Fiat-Logo übergeblendet wird.

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Fiat
Die Sondermodelle begrüßen die Insassen mit einer neuen Bildschirm-Grafik.

Aus diesem Grund ist es wohl besonders wichtig zu erwähnen, dass die Käufer der Sondermodelle auch den smarten Display-Lautsprecher Google Nest Hub und einen hübschen Jutebeutel mit Google Assistent-Logo beim Kauf des Autos dazu bekommen. Denn ohne den ist das Sondermodell gar nicht mehr so besonders.

Wann weitere Modelle mit dem Google Assistent vernetzt werden können, wurde noch nicht bekanntgegeben. Lange dürfte es aber nicht mehr dauern, denn der Grundstein ist damit gelegt. Schließlich ist die technische Basis bei allen Fahrzeugen mit dem Mopar Connect identisch.

Fazit

Ist das jetzt die Zukunft? Nicht wirklich. Denn all diese Funktionen sind im Grunde nichts Neues. Die meisten sind schon jetzt über die Smartphone-App MyFiat verfügbar – ähnlich wie bei vielen anderen Herstellern. Außerdem bleibt abzuwarten, ob diese Liaison zwischen Fiat und Google ein gutes Ende nimmt. Wir erinnern an die großen Worte von Seat und dem Amazon Sprachassistenten Alexa. Die beiden gehen seit Sommer letzten Jahres nach nur zwei Jahren wieder getrennte Wege. Scheinbar hat man doch nicht die gleiche Sprache gesprochen.

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