Porsche 911 RSR Rebel Gunderson RSR Rebel / John Gunderson
Porsche 911 RSR Rebel Gunderson
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Porsche 911 RSR Art Cars: Ein Mann, fünf Porsche

Porsche 911 RSR Art Cars Ein Mann, fünf Porsche

John Gunderson hat ein Faible für Porsches, und zwar für sehr individuelle. Fünf eigene RSR-Kreationen will er bauen – zwei sind bereits fertig.

Bei klassischen Porsche-Umbauten in sagenhafter Qualität denken Sie vielleicht erstmal an Singer. Die Nerds unter Ihnen vielleicht auch an Emory Motorsports, eventuell drängt sich noch ein Magnus Walker auf – doch es gibt einen weiteren Stern am Elfer-Himmel und der heißt John Gunderson. Eigentlich befasst sich der Amerikaner vorrangig mit italienischen Autos. Eigentlich mit einem ganz speziellen, nämlich dem Ferrari Dino, für den er eigens eine Restaurations-Werkstatt führt. Doch der klassische Porsche 911 hat sich einen Weg in das Herz des Auto-Enthusiasten gefahren, und so startete der Mittsechziger ein neues Projekt.

Unter dem Label RSR Rebel hat Gunderson es sich zur Aufgabe gemacht, Art Cars auf Basis des Elfer-Urmodells zu bauen. Jedes einzelne für sich ein perfekter 911 nach RSR-Vorbild. Wobei sich die Lack-Gestaltung an den 917er-Rennwagen orientiert. Sein erster Wurf trägt etwa ein Gulf-Outfit, der zweite kommt als Hippy Car daher. Dessen Design wurde übrigens in Handarbeit vom Audi TT-Designer Freeman Thomas aufgetragen.

Sechszylinder-Boxer mit 350 PS

Als Grundlage dienen 911-Karossen von 1971 und 1972. Die Anpassungen werden allesamt in Stahl oder Aluminium ausgeführt – Glasfaser gibt es bei Gundersons Autos nicht. Im Heck, und hier kommen wir nochmal auf Emory Motorsports zurück, arbeitet jeweils ein neu aufgebauter 3,5-Liter Sechszylinder-Boxer mit 350 PS von Rothsport – die statten mit ihren Aggregaten auch die Kreationen von Rod Emory aus.

Porsche 911 RSR Rebel Gunderson
RSR Rebel / John Gunderson
Das komplette Auto-Design folgt einer Linie - außen wie innen.

Im Innenraum fliegen die hinteren Sitze raus und machen einem mit Leder ummantelten Überrollkäfig Platz. Die Farben der Innenausstattung orientieren sich am Exterieur-Design. Jeden einzelnen Arbeitsschritt führt das RSR-Team mit viel Liebe zum Detail und in penibler Handarbeit aus. Kann man an so etwas überhaupt ein Preisschild hängen? Könnte man, macht Gunderson aber nicht, denn er hat kein Interesse daran, seine Autos zu verkaufen. Der Amerikaner erfreut sich schlicht und einfach an einem perfekt ausgeführten Job und seinen ganz eigenen Porsche 911 RSR-Umbauten.

Fazit

Wer die Mittel hat, kann sich eben seinen ganz eigenen automobilen Traum erfüllen – das war schon immer so. John Gunderson macht das allerdings besonders charmant. Ohne viel TamTam, mit Liebe zum Detail und einfach nur, weil er es schön findet. Originalitäts-Fetischisten mag schmerzen, dass für Gunderson-Auto ein originales von 1971 oder 1972 fehlt – aber irgendwie sind die Neuschöpfungen ja auch Originale.

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