Hyperschall-Jet für die Straße: Hennessey Blackbird

Hennessey Blackbird
Ein Hyperschall-Jet für die Straße

ArtikeldatumVeröffentlicht am 03.08.2026
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Hennessey Blackbird Hypercar
Foto: Hennessey Special Vehicles

US-Tuner und Kleinserienhersteller Hennessey Performance bringt einen neuen Supersportwagen. Beim Blackbird setzen die Texaner auf einen Saugmotor und mehr Reisetauglichkeit. Als Inspiration – nicht nur beim Namen – diente der US-Langstreckenaufklärer Lockheed SR-71 Blackbird, der bis heute zahlreiche Geschwindigkeitsrekorde hält.

Mit dem Venom GT und dem Venom F5 bietet Hennessey bereits Hypersportwagen an, bei denen es ausschließlich um die maximale Performance geht. Der neue Hennessey Blackbid setzt andere Akzente. Er soll das Fahrerlebnis in den Mittelpunkt stellen. Entsprechend setzt er auf einen analogen Ansatz und etwas weniger radikale Technik, die auch flotte Langstreckenfahrten entspannt möglich machen soll.

V8-Sauger dreht bis 9.000 Touren

Im Zentrum des Konzepts steht ein neu entwickelter 6,2-Liter-Hochdrehzahl-V8-Saugmotor völlig ohne Elektrifizierung. Entwicklungshelfer war hierbei die Motorenschmiede Ilmor. Noch sind nicht alle Daten bekannt. Was kommuniziert wurde, klingt aber imposant. Die Maximaldrehzahl liegt bei 9.000 Touren, die Leistung bei 800 bis 850 PS. Angetrieben werden nur die Hinterräder, geschaltet wird klassisch mit einem manuellen Sechsgang-Getriebe. Der trocken nur 1.360 Kilogramm schwere Blackbird spurtet in knapp 2,5 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht maximal 354 km/h. Das ist zwar schnell, aber dann doch nur etwa ein Zehntel des Tempos der SR-71 Blackbird, die maximal 3.529 km/h schaffte und damit als das schnellste bemannte, strahlgetriebene Flugzeug der Geschichte gilt.

Der neue Achtzylinder sitzt in einem Carbon-Monocoque in Mittelmotorbauweise. Auch die darüber gespannte Karosserie wird aus Kohlefaserlaminat geformt. Die orientiert sich mit zahlreichen Aeroelementen und aktiven vertikalen Stabilisatoren am Heck am Design des Jets. Ein besonderer Hingucker ist die Vierfach-Abgasanlage im Heck, die an den Überschalljet Bell X‑1erinnern soll.

Analog, wo es nur geht

Das Fahrwerk setzt auf adaptive Dämpfer und haftfreudige Michelin-Cup-2-Reifen. Um den analogen Ansatz zu unterstreichen, gibt es außer ABS und einer Traktionskontrolle keine elektronischen Helfer. Für Langstreckentauglichkeit sollen eine umfangreiche Geräuschdämmung, vier Cupholder sowie Platz für zwei große Handgepäckkoffer unter der vorderen Haube plus zusätzlicher Stauraum im Heck und im Innenraum sorgen.

Das Cockpit wurde bewusst frei von Bildschirmen gestaltet. Vor dem abgeflachten Sportlenkrad sitzen analoge Rundanzeigen. Drumherum gibt es echte Schalter. Der Schalthebel ragt aus einer offenen Kulisse. Ein Infotainment-System mit Smartphone-Zugang ist verdeckt verbaut.

Marktstart und Preis

Gebaut werden sollen vom Blackbird maximal 71 Exemplare. Als Grundpreis werden 2,5 Millionen Dollar genannt, wobei die Steuern noch obendrauf kommen. Premiere feiert der Hennessey Blackbird am 14. August bei "The Quail" in Kalifornien. Dort dürfen dann viele Kunden schnuppern. Kaufen können allerdings nur noch wenige, denn die Produktion, die von 2029 bis 2030 erfolgen soll, ist schon zu zwei Dritteln verkauft.

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