In Europa gibt sich Jeep noch geheimnisvoll. Ein erstes, dunkles Teaserbild hatte Stellantis Ende April veröffentlicht, ohne weitere Infos. Diese gibt es jetzt vom anderen Ende der Welt: In Brasilien hat Jeep auf einem lokalen Event das Facelift ins Tageslicht geschoben, der Avenger wird in Südamerika für den dortigen Markt produziert.
Mehr Licht
Im Zentrum der optischen Änderungen steht die Neuinterpretation des sogenannten Seven-Slot-Grills. Die sieben vertikalen Öffnungen, seit Jahrzehnten ein prägendes Element der Marke, werden beim Facelift durch eine LED-Lichtsignatur ergänzt. Die Beleuchtung verbindet die oberen Bereiche der "Slots" miteinander und schafft eine horizontale Linie, die sich an aktuellen Jeep-Modellen orientiert. Die Hauptscheinwerfer behalten ihre rechteckige Grundform.
Auch der vordere Stoßfänger wurde überarbeitet. Er zeigt eine prägnanter gezeichnete Kontur und zusätzliche Zier-Elemente, die je nach Ausstattung in silbernen Akzenten ausgeführt sind. Die unteren Bereiche bleiben bewusst robust gestaltet, mit unverkleideten Kunststoffflächen, die den Offroad-Anspruch unterstreichen sollen. Ergänzt wird der Auftritt durch trapezförmig ausgeformte Radhäuser, die bereits vom bisherigen Modell bekannt sind, nun aber stärker betont werden.
Am Heck fallen vor allem die neu gestalteten Rückleuchten auf. Sie greifen weiterhin die charakteristische X-Grafik auf, wurden jedoch grafisch geschärft und stärker in die Fahrzeugflanken eingebunden. Neue Leichtmetallräder im 18-Zoll-Format sowie Zweifarblackierungen erweitern die Individualisierungsmöglichkeiten.
In Südamerika kommt ein 1,0-Liter-Dreizylinder-Turbomotor mit 130 PS zum Einsatz, kombiniert mit einem 12-Volt-Mildhybridsystem und Automatikgetriebe. Für den europäischen Markt dürfte hingegen die bekannte Palette erhalten bleiben. Dazu zählen ein 1,2-Liter-Dreizylinder-Benziner mit 100 PS, eine Hybridvariante mit 110 PS sowie der 4xe-Antrieb mit elektrifiziertem Allrad und einer Systemleistung von 145 PS. Ergänzt wird das Angebot durch die batterieelektrische Version mit aktuell 156 PS, für die im Zuge der Modellpflege Effizienzverbesserungen erwartet werden.
Und innen?
Auch im Innenraum sind Anpassungen vorgesehen, wenngleich konkrete Details bislang auch bei der Brasilien-Premiere nicht zu entdecken waren. Erwartet werden eine hochwertigere Innenausstattung sowie eine Weiterentwicklung der Infotainment-Architektur. Das bisherige System mit zentralem Touchscreen dürfte wachsen und mit neuer Software ausgestattet werden, die eine schnellere Bedienlogik ermöglicht. Parallel dazu ist mit einer erweiterten Integration von Fahrerassistenzsystemen zu rechnen.
Während die europäischen Modelle weiterhin im polnischen Tychy gefertigt werden, ist für den südamerikanischen Markt das Werk in Porto Real vorgesehen. Der Marktstart der überarbeiteten Version wird derzeit für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet. Preislich dürfte sich der Avenger weiterhin im Bereich des aktuellen Modells bewegen, dessen Einstiegsversion aktuell bei 26.300 Euro startet.












