Škoda Peaq Weltpremiere: Elektro-Raumschiff von der Simply-Clever-Marke

So kommt der neue Škoda Peaq
Elektro-Raumschiff von der Simply-Clever-Marke

ArtikeldatumVeröffentlicht am 23.06.2026
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Mit dem Peaq erweitert Škoda seine Elektro-Modellpalette nach oben. Der neue SUV übernimmt die Rolle des elektrischen Flaggschiffs der Marke und positioniert sich oberhalb von Elroq und Enyaq. Gleichzeitig erschließt Škoda damit erstmals das Segment der großen vollelektrischen SUV mit sieben Sitzplätzen.

Mit einer Länge von 4,87 Metern fällt der Peaq größer aus als der aktuelle Kodiaq. Der Radstand von 2,97 Metern übertrifft sogar den des Superb. Die Abmessungen schaffen die Grundlage für ein besonders großzügiges Raumangebot. Je nach Ausführung finden bis zu sieben Personen Platz. Auch die dritte Sitzreihe soll laut Hersteller ausreichend Kopf- und Beinfreiheit bieten. Selbst bei voller Bestuhlung verbleiben noch bemerkenswerte 299 Liter Gepäckraum. Wird die dritte Reihe nicht benötigt, wächst das Ladevolumen auf bis zu 935 Liter an, der größte Laderaum in der gesamten Škoda-Palette. Ergänzt wird das Ladeabteil durch einen 37 Liter großen Frunk unter der Fronthaube.

Riesen-Glasdach

Optisch folgt der Peaq dem neuen Markendesign "Modern Solid". Charakteristisch sind die schmalen T-förmigen Lichtsignaturen an Front und Heck, eine nahezu geschlossene Fahrzeugfront und die relativ hohe Schulterlinie. Erstmals bei Škoda kommen bündig in die Karosserie integrierte Türgriffe zum Einsatz. Ebenfalls neu ist ein elektrochromes Panorama-Glasdach mit einer Fläche von mehr als 2,1 Quadratmetern. Die Transparenz lässt sich dabei in mehreren Segmenten individuell anpassen. Trotz seiner Größe erreicht der Peaq laut Škoda einen Luftwiderstandsbeiwert von 0,249. Dazu tragen unter anderem aktive Luftklappen, aerodynamisch optimierte Räder und ein weitgehend verkleideter Unterboden bei.

Konzernplattform mit Maxi-Batterie

Technisch basiert das Modell auf der weiterentwickelten MEB+-Architektur des Volkswagen-Konzerns. Damit nutzt der Peaq dieselbe technische Grundstruktur wie andere aktuelle Elektrofahrzeuge der Konzernmarken, setzt jedoch auf größere Batterien und damit eine betonte Langstreckentauglichkeit.

Konkret bietet Škoda den Peaq mit zwei Batteriegrößen an. Den Einstieg bildet ein Akkupaket mit 63 kWh brutto/59 kWh netto. Die Fernfahrer-Versionen sind mit einer 91/86 kWh-Batterie (brutto/netto) bestückt. Beide Batterien verwenden Nickel-Mangan-Kobalt-Zellen und werden im tschechischen Mladá Boleslav produziert.

Die kleinere Batterie kommt im Peaq 60 zum Einsatz. Das Einstiegsmodell verfügt über einen Elektromotor an der Hinterachse, der 150 kW/204 PS leistet und ein maximales Drehmoment von 350 Nm entwickelt. Für den Sprint auf 100 km/h nennt Škoda 8,6 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 160 km/h. Die Reichweite soll mehr als 450 Kilometer betragen. Der große Akku sitzt im Peaq 90. Auch dort arbeitet ein Heckantrieb, allerdings mit 210 kW/286 PS Leistung. Das maximale Drehmoment liegt bei 545 Nm. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h soll in 7,1 Sekunden abgehakt sein. Als Reichweite gibt Škoda mehr als 640 Kilometer an. Damit wird der Peaq 90 zum Reichweitenkönig der Marke.

Von 204 bis 299 PS

Nur geringfügig weniger weit kommen künftige Peaq-Fahrer mit dem Topmodell 90x. Der wird mit einer zusätzlichen E-Maschine an der Vorderachse zum Allrad-SUV; die Systemleistung steigt auf 220 kW/299 PS. Das reicht für Nullhundert in 6,7 Sekunden, die Reichweite liegt laut Škoda bei "über 610 Kilometer".

Die kleinere Batterie lässt sich laut Škoda in 27 Minuten von zehn auf 80 Prozent laden. Für die große 91-kWh-Batterie werden 28 Minuten angegeben. Konkrete Spitzen-Ladeleistungen nennt Škoda zwar noch nicht, aber man kann ja mal für einen ungefähren Ausblick aus dem Fenster kucken: Der VW ID.7 erreicht mit den vergleichbaren Batterien zwischen 160 und 200 kW Ladeleistung. Für den Reise-Alltag unterstützt der Peaq außerdem die Plug-and-Charge-Funktion, womit der Ladevorgang an kompatiblen Säulen automatisch gestartet und abgerechnet wird.

Vehicle-to-Allesmögliche

In die andere Richtung geht es auch, als zusätzliche Ausstattung gibt es eine Vehicle-to-Load (V2L)-Option, damit lassen sich externe Verbraucher versorgen. In Verbindung mit entsprechender Infrastruktur unterstützt das Fahrzeug zudem Vehicle-to-Home- und Vehicle-to-Grid-Anwendungen. Damit kann Energie zeitweise an ein Gebäude oder ins Stromnetz eingespeist werden.

Auch beim Anhängerbetrieb ist der Škoda auf praxistauglich. Die heckgetriebenen Varianten dürfen bis zu 1.800 Kilogramm ziehen. Der allradgetriebene Peaq 90x erreicht eine Anhängelast von maximal 2.000 Kilogramm. Damit bewegt sich das Modell auf dem Niveau vieler großer Verbrenner-SUV.

Im Innenraum setzt Škoda auf ein neues Bedienkonzept. Zentrales Element ist ein erstmals hochkant eingebautes 13,6-Zoll-Display mit Android-basierter Software. Ergänzend bleiben einige physische Bedienelemente erhalten, darunter Dreh- und Kippschalter für Lautstärke und Klimafunktionen. Optional ist ein Relax-Paket erhältlich, das belüftete Massagesitze, ausziehbare Beinauflagen, eine Wellness-App sowie ein speziell für den Peaq entwickeltes Sonos-Soundsystem mit 16 Lautsprechern und 755 Watt Leistung umfasst.

Ab Start als Sportline

Zum Marktstart wird der Peaq auch als Sportline erhältlich sein. Die Variante setzt auf schwarze Akzente an Karosserie, D-Säulen und Heck sowie auf eine optional erhältliche Zweifarblackierung mit schwarzem Dach. Serienmäßig sind LED-Matrix-Scheinwerfer, ein beleuchtetes Frontband und 20-Zoll-Leichtmetallräder an Bord, optional sind 21-Zoll-Räder verfügbar. Im Innenraum gibt es ein durchgehend schwarzes Farbkonzept mit Sportsitzen, Dreispeichen-Sportlenkrad und weißen Kontrastnähten. Die Sportline-Ausführung lässt sich mit allen Antriebsvarianten kombinieren und bringt bereits ab Werk abgedunkelte Seitenscheiben und Heckscheibe mit. Die im Sportline serienmäßigen Convenience- und Tech-Pakete umfassen unter anderem elektrisch verstellbare Vordersitze mit Memory-Funktion, eine induktive Ladeschale für zwei Smartphones, einen digitalen Fahrzeugschlüssel, LED-Matrix-Scheinwerfer, ein beleuchtetes Frontlichtband sowie ein 360-Grad-Kamerasystem.

Offizielle Preise hat Škoda bislang noch nicht veröffentlicht. Jedenfalls wird das neue Flaggschiff deutlich über dem Enyaq (ab 42.990 Euro) liegen, die Fünf am Anfang ist wohl gesetzt – erst recht für den Sportline.

Fazit