Land Rover Defender 90 Land Rover
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Land Rover Defender 90 15 Bilder

Land Rover Defender konfiguriert

Von der Basis auf über 100.000 Euro

Der neue Land Rover Defender startet bei einlullenden 49.700 Euro. Mit der richtigen Ausstattung ist er aber ruckzuck mehr als doppelt so teuer.

Bestellbar ist der neue Land Rover Defender zwar erst ab September 2020, aber Ungeduldige dürfen schon jetzt mit dem Konfigurator spielen. Dort kostet der Defender 90 mindestens 49.700 Euro, der mit einem längeren Radstand versehene 110 geht bei 55.600 Euro los. Wer sich jetzt den fett ausgestatteten Defender X (3,0-Liter-Sechszylinder-Benziner mit 400 PS) mit langem Radstand aussucht, ist ohnehin mit einem Einstiegspreis in Höhe von 98.500 Euro konfrontiert. Wer dann auf das optionale Explorer-Paket klickt, glaubt im ersten Moment, nochmal 4.055 Euro raufzulegen. Allerdings hat er die Rechnung ohne die schlauen Verkäufer von Land Rover gemacht: "Notwendige Änderungen" in der Konfiguration schrauben den Aufpreis auf 4.361 Euro. Schwups sind 102.861 Euro erreicht – das war viel zu einfach. Wir nehmen es sportlich und starten lieber beim Einstiegsmodell einen 100.000-Euro-Konfigurationsversuch.

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49.700 Euro beträgt der Einstiegspreis des neuen Land Rover Defender 90. Dank einer umfangreichen Optionsliste lässt er sich schnell in die Höhe schrauben.

Mit zwei Optionen auf fast 80.000 Euro

Den 400-PS-Motor gibt es auch für den Defender 90 – womit wir das Gelände-SUV spielend auf 63.000 Euro bringen. Der nächste kräftige Sprung ist mit der Top-Ausstattung HSE geschafft: 77.500 Euro sind nun fällig. Zum Glück bedeutet der Begriff "Top-Ausstattung" noch lange nicht "Vollausstattung" – Land Rover hält jede Menge weiterer Extras für den kleinen Defender bereit. Das Explorer-Paket mit unter anderem Dachgepäckträger und seitlichem Gepäckträger für 3.995 Euro wollen wir genauso haben (dann 81.495 Euro) wie eine aufpreispflichtige Lackierung – in der Basisausstattung ist nämlich nur aus der Mode gekommenes weiß enthalten. Bei allen anderen Lacken sind wir mit 1.050 Euro dabei. Zack: Der Konfigurator denkt an alles und schlägt uns eine seidenmatte Lack-Schutzfolie für 4.200 Euro vor – wir sind froh, als wir sehen: Die Option bringt automatisch ein in Kontrastschwarz lackiertes Dach für nochmal 1.020 Euro mit sich – macht 87.765 Euro.

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Die Auswahl des stärksten Motor bringt eine saftige Preiserhöhung auf 63.000 Euro.

Mit Kleinvieh auf über 99.000 Euro

Da uns das schwarze Dach nicht reicht, ist zudem das Design-Paket Black fällig, was vergleichsweise magere 495 Euro kostet und passend nur ein paar magere schwarze Applikationen enthält – beispielsweise Schriftzüge. Und da es ohne ab der B-Säule verdunkelte Scheiben nicht auf die Piste geht, müssen wir weitere 473 Euro berappen. In den hohen 90.000er-Bereich bringen uns dann eine elektrisch einklappbare Anhängerkupplung (1.320 Euro), 22-Zoll-Felgen in Gloss Sparkle Silver (3.300 Euro), eine schwarze Dachreling (306 Euro), die lustige Sechssitzer-Konfiguration mit drei Sitzen in der ersten Reihe (893 Euro), eine beheizbare Fondsitzbank mit im Verhältnis 40 zu 20 zu 40 teilbarer Lehne (388 Euro), ein weißer Armaturenträger (224 Euro), ein Meridian-Surrond-Soundsystem (1.100 Euro) und das Offroad-Paket Plus (3.167 Euro) – macht 99.676 Euro.

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Sonderlack wie Gondwana Stone kostet 1.050 Euro - eine seidenmatte Lackschutzfolie ist mit 4.200 Euro erheblich teurer.

115 Prozent teurer – ohne Zubehör

Das 740 Euro teure Winterpaket, mit beispielsweise einer beheizten Frontscheibe, treibt den Gesamtpreis auf eine Höhe von 100.416 Euro – endlich haben wir den ersehnten Sprung über die 100.000-Euro-Mauer geschafft. Jetzt schon mehr als doppelt so teuer wie beim Einstiegspreis, lässt sich der Defender noch weiter mit kostbaren Optionen vollstopfen. Also packen wir noch ein elektronisch geregeltes Differential (1.224 Euro), eine Frontscheibe aus Wärmeschutzglas (265 Euro), ein Raucherpaket (mit 41 Euro vielleicht die günstigste Option), eine Dreizonen-Klimaautomatik mit Luft-Qualitätssensor und Luftionisierung (674 Euro), eine schöne Standheizung (1.530 Euro), ein superkomfortables Headup-Display (918 Euro), einen Wifi-Hotspot mit Datentarif (572 Euro), einen drei Jahre aktiven GPS-Tracker zum Wiederauffinden des Fahrzeugs (882 Euro) und eine Alarmanlage für 490 Euro oben drauf. Der Kassenzähler bleibt jetzt bei 107.012 Euro stehen – das ist abgerundet ein Preisaufschlag in Höhe von 115 Prozent.

Video Sitzprobe Land Rover Defender (2019)
2:08 Min.

Wem das nicht reicht, der kann beim Händler noch diverses Zubehör im Wert von mehreren tausend Euro bestellen.

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Nein, je weniger Ausstattung, je weniger geht kaputt.

Fazit

Der neue Land Rover Defender startet bei einem Preis in Höhe von 49.700 Euro – das ist nicht günstig – aber das war ein Defender noch nie. Schließlich bekommt der Kunde jede Menge teuer entwickelter Technik, die auch sichere Fahrten in schwererem Gelände ermöglicht. Allerdings ist es schon erstaunlich, was oberhalb der Top-Ausstattung HSE alles noch so geht. Wer sich seinen Defender zu einem luxuriösen Vollausstattungs-Vehikel aufrüsten lassen möchte, kann dies direkt bei der Bestellung machen: Per normaler Optionsliste klettert der Preis auf über 107.000 Euro. Beim Händler bestelltes Zubehör schraubt die Kosten dann gerne noch weiter in die Höhe.

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