Mercedes C400 EQ: Erster Fahreindruck von der Elektro-C-Klasse

Mercedes C400 4Matic EQ Mitfahrt
In der neuen Elektro-C-Klasse auf dem Beifahrersitz

ArtikeldatumVeröffentlicht am 06.07.2026
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Dass Stephanie Salewyn, Chief Engineer C-Klasse bei Mercedes-Benz, gern mit der neuen C-Klasse fährt, dürfte nicht überraschen. Ihre Begründung passt zur Marke: "weil man ausgeruht ankommt."

Produktion in Ungarn

Ausgeruht ankommen, das ist seit Jahrzehnten Kernkompetenz der Limousinen aus Sindelfingen und Bremen. Anders als die Verbrennermodelle oder der technisch eng verwandte GLC rollt die Elektro-C-Klasse allerdings nicht in Bremen vom Band, sondern im ungarischen Kecskemét. Der Akku kommt aus dem CATL-Werk in Debrecen. Es ist der gleiche wie im GLC: 94,5 kWh netto, 800-Volt-Architektur. Laden geht mit bis zu 330 kW.

Elektro-C-Klasse lädt in 10 Minuten Strom für 325 km

Bei einem Verbrauch von 14,1 kWh nach WLTP kommt die C-Klasse 762 Kilometer weit – das reicht nicht ganz für die Strecke Sindelfingen-Kecskemét – auf den 961 Kilometern müsste der Benz einmal an die Ladesäule. In 22 Minuten lädt der Akku von 10 auf 80 Prozent. Salewyn bringt die Daten auf den Punkt: "325 Kilometer in 10 Minuten."

Bis zu 300 kW Rekuperation

Mit bis zu 300 Kilowatt gewinnt der Antrieb beim Bremsen Energie in den Akku zurück. Bis zu 99 Prozent der Bremsungen erledige die C-Klasse rein elektrisch, erläutert die Chef-Ingenieurin. Ein automatischer Brems- und Reinigungsprozess hält die Betriebsbremse betriebsbereit. Der Fahrer kann vier Rekuperationsprofile wählen: In D entscheidet das Auto, D Plus schaltet die Rekuperation aus und D Minus bietet One-Pedal-Driving-Driving; Beschleunigen und Bremsen funktioniert mit dem Fahrpedal.

So schnell von null auf 100 km/h wie ein AMG

Wer das Fahrpedal in den Bodenteppich tritt, erlebt die andere, sportliche Seite der Elektro-C-Klasse: Der C 400 4Matic beschleunigt in 4,3 Sekunden von null auf 100 km/h. Das entspricht genau dem Null-Hundert-Wert eines C43 4Matic.

Eine Kopie des Verbrenners soll der Elektro-C jedoch nicht sein. Mercedes hat ihm bewusst einen eigenen Charakter gegeben: In unserem Testauto sorgt Luftfederung für einen flauschigen Komfort, der Beifahrersitz stützt perfekt. Typisch Elektroauto und hilfreich beim Komfort: Der W520 hat 2,96 Meter Radstand – rund zehn Zentimeter mehr als der W206.

"Worauf wir besonders stolz sind, ist unser NVH", erklärt Salewyn. NVH, das steht für Noise Vibration Harshness, also Geräusch, Vibrationen, Härte. Tatsächlich ist die C-Klasse innen subjektiv sehr leise. Salewyn: "Es ist auch ein Luxus, Ruhe zu haben".

Im Sport-Modus senkt sich die C-Klasse um 1,5 Zentimeter ab, strafft die Dämpfer, reagiert zackiger auf Fahrpedal und Lenkbefehle. Auch die Hinterachslenkung, die mit bis zu 4,5 Grad Lenkwinkel den Wendekreis auf 11,2 Meter reduziert und das Einlenken agilisiert, ist dann engagierter dabei. Sie "fühlt sich fast wie ein kompaktes Sportfahrzeug an", erklärt Salewyn am Steuer des C 400 EQ. Dieses Modell ist zum Preis von 67.711 Euro aktuell das einzige. Weitere sollen folgen. Bestellbar ist die Elektro-C-Klasse bereits, ab September kommen die ersten Autos zu Händlern und Kunden.

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