BMW M3 Neue Klasse Verbrenner vs. Elektro: Total verschieden, aber nicht beim Preis

BMW M3 Neue Klasse Verbrenner vs. Elektro
Elektro-M3 mit viel mehr Power zum Verbrenner-Preis

ArtikeldatumVeröffentlicht am 06.05.2026
Als Favorit speichern

BMW arbeitet intensiv am M3 der Neuen Klasse. Und der bringt den Fans nicht nur die Neue-Klasse-Optik, sondern im Rahmen der Power-of-Choice-Strategie auch neue Antriebskonzepte. Völlig neu ist der vollelektrische M3, der 2027 debütieren soll. Ein Jahr später, 2028, folgt dann die Verbrenner-Variante, die vermutlich auf einen mild hybridisierten Antriebsstrang setzt.

Preis auf gleichem Niveau

Das bedeutet für künftige M3-Käufer eine Grundsatzentscheidung beim Antrieb. Beim Preis dürfte sich diese Frage nicht stellen, denn BMW-M-Vertriebschefin Sylvia Neubauer erklärte gegenüber dem britischen Magazin "Autocar", dass der elektrische M3 und der Sechszylinder-M3 in etwa gleich viel kosten werden. Auf welchem Niveau beide M3-Modelle angesiedelt sein werden, ließ Neubauer allerdings offen. Gemessen am aktuellen M3-Angebot ist von mindestens 110.000 Euro auszugehen.

Die Optik beider Versionen wird sich laut Neubauer nur geringfügig unterscheiden. Hier seien vor allem funktionale Einflüsse ausschlaggebend. M-Fans können sich aber sicher sein, dass der neue M3 mit jeder Antriebsform echtes M-Feeling und eine authentische Fahrdynamik liefert. Wie man Elektro-Skeptiker überzeugen möchte? Man müsse sie nur ins Auto bringen. Das elektrische Antriebskonzept würde dann schon Überzeugungsarbeit leisten.

E-Version mit sattem Leistungsvorsprung

Dessen Eckdaten klingen entsprechend beeindruckend. Offiziell bestätigt sind diese zwar nicht, kolportiert werden für die Serienversion, die auf der Elektroarchitektur des gerade erst vorgestellten BMW i3 aufbaut, aber vier Elektromotoren mit einer Gesamtleistung zwischen 800 und 900 PS. In den Prototypen wurde die Leistung auch schon mit über 1.300 PS angegeben. Damit wäre der neue Elektro-M3 mit Abstand der stärkste jemals gebaute BMW-M-Serienwagen. Der E-Antrieb ermöglicht zudem sowohl Allrad- als auch Hinterradantrieb, elektronisch gesteuerte Drehmomentverteilung und atemberaubende Beschleunigung. Der Sprint von 0 auf 100 km/h dürfte in unter drei Sekunden machbar sein.

Die Benziner-Variante des M3, die weiter auf der bekannten CLAR-Architektur aufbaut, wird voraussichtlich weiter auf den bekannten Dreiliter-Reihensechszylinder mit Biturbo-Aufladung setzen, allerdings angereichert um eine milde Hybridisierung. Der vom 48-Volt-Teilbordnetz angesteuerte E-Motor findet seine Heimat in bewährter Weise im Achtgang-Automatikgetriebe. Eine PHEV-Variante wurde aufgrund des zusätzlichen Gewichts verworfen. Hier hat wohl die Kritik am gewichtigen M5 nachhaltig gewirkt. Für den Benziner-M3 werden Leistungen von 525 bis 550 PS gehandelt. Damit bleibt er leistungsmäßig deutlich hinter der Elektro-Version zurück. Eine Handschaltoption wird es nach aktuellem Stand nicht mehr geben.

Fazit