01/2021, Lada Niva Legend Avtovaz Group
01/2021, Lada Niva Legend
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03/2021, Lada Niva Legend Camouflage Flecktarn
03/2021, Lada Niva Legend 10 Bilder
SUV

Lada 4x4 heißt wieder Niva und kommt im Flecktarn

Lada 4x4 heißt wieder Niva Offroad-Urgestein gibt's offiziell im Flecktarn

Der urige russische Geländewagen erhält seine alte Modellbezeichnung zurück – und bekommt eine ebenso interessante wie passende Lackierungs-Option.

Lassen Sie uns ehrlich sein: Das Auto, das bei uns seit vielen Jahren offiziell Lada 4x4 hieß, trug für die meisten von uns trotzdem stets den Namen Niva. Klar: Der ebenso günstige wie robuste Allradler sah auch nach seiner Umbenennung aus wie der Niva, klang wie der Niva, roch wie der Niva. Deshalb ist es nur konsequent, dass der russische Hersteller Avtovaz, der den Geländewagen-Klassiker baut und vertreibt, nun die Rolle rückwärts vollführt: Der Lada 4x4 heißt jetzt wieder offiziell Niva. Oder ganz korrekt: Niva Legend.

Lada Niva ist nicht gleich Lada Niva

Der neue Namenszusatz sorgt für Abgrenzung zu einem anderen Offroad-Modell aus dem Hause Avtovaz – und an diesem Punkt wird es etwas kompliziert. Es gibt schließlich noch den im Jahr 2000 eingeführten Lada Niva, der in der Ära des Joint Ventures mit General Motors (2002 bis 2019) als Chevrolet Niva firmierte. In dieser Zeit lagen auch die Rechte an der Modellbezeichnung Niva beim amerikanischen Kooperationspartner. Nachdem sich GM zurückzog, wurde auch dieses Auto wieder in Lada Niva umbenannt. Erst kürzlich wurde auf dessen Basis die neue Variante Niva Travel vorgestellt, deren aktualisiertes Front-Design frappierend an den Toyota RAV4 erinnert.

03/2021, Lada Niva Legend Camouflage Flecktarn
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Den Lada Niva Legend gibt es ab Werk offiziell in der Farbe "Dschungeltarn".

Doch zurück zum Niva Legend, der nicht nur einen neuen alten Namen erhält, sondern auch eine interessante Farbpalette. Im Konfigurator findet sich neben den üblichen Farbtönen eine Lackoptionoption namens "Dschungeltarn", die dem Offroad-Urgestein ein durchaus passendes Erscheinungsbild verleiht. Zwar war der Niva nie das klassische Geländefahrzeug der sowjetischen oder russischen Armee: Diese stammten vornehmlich von UAZ; den Niva setzten nur einige Spezialeinheiten ein. Aber bei einem Trip ins Unterholz kann es durchaus auch im zivilen Leben von Vorteil sein, möglichst wenig aufzufallen. Der Dschungeltarn ist allerdings die teuerste Lackierung für den Lada Niva Legend: Sie kostet 29.000 Rubel (etwa 326 Euro) extra; andere Farben ziehen einen Preisaufschlag von 9.000 Rubel (rund 100 Euro) nach sich.

Kleine Modellpflege

Im Zuge der Namensänderung gönnte Avtovaz dem Niva auch eine kleine Modellpflege. Beziehungsweise eine kleine technische Neuerung: Der Klassiker erhielt neue Hitzeschutzbleche an der Abgasanlage, wodurch das Antriebsgeräusch leiser wurde. Bei intensiver Beschleunigung soll der Niva Legend 3,7 Dezibel leiser sein als zuvor der Lada 4x4. Fährt man konstant Tempo 120, was in dem Offroader durchaus ein kleines Abenteuer ist, sinkt das Geräuschniveau um immerhin 2,2 Dezibel.

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Im Zuge der Namensänderung erhielt der Lada Niva Legend eine kleine Modellpflege.

Avtovaz bietet eigenen Angaben zufolge mehr als zehn Modellvarianten des Lada Niva Legend an, den die Russen selbst interessanterweise als SUV bezeichnen; darunter sind auch Nutzfahrzeug-Spezifikationen. Für alle Versionen ist inzwischen ein Komfort-Paket erhältlich, das eine Zentralverriegelung mit Fernbedienung, eine Alarmanlage sowie ein Audiosystem mit USB- und AUX-Anschlüssen beinhaltet. Das Paket wird jedoch nicht im Werk eingebaut, sondern vor der Erstauslieferung vom Händler installiert.

Nicht offiziell in Deutschland erhältlich

Nach Deutschland kommt der in Russland mindestens 599.900 Rubel (fast 6.750 Euro) teure Lada Niva Legend nicht. Avtovaz hat den Export ins westliche Europa mittlerweile eingestellt, weil die Autos nicht mehr den Abgasvorschriften der EU entsprechen. Der ehemalige offizielle Importeur holt zwar immer noch Autos als Re-Importe aus Russland nach Deutschland und Österreich; dabei handelt es sich zu etwa 80 Prozent um den Lada 4x4, der dann per Einzelabnahme für die hiesigen Straßen zugelassen wird. Allerdings ist es einem Sprecher zufolge sehr fraglich, dass dies auch beim Niva Legend gelingt, da bei diesem Modell die für eine solche Zulassung nötigen Papiere fehlen.

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Fazit

Der Offroad-Oldie Lada 4x4 erhält seinen alten Namen zurück und heißt fortan Niva Legend. Doch egal, wie sich der Geländewagen auch nennt, er bleibt das, was er immer war: Ein billiger und robuster Kraxler, der sich für keine Aufgabe zu schade ist. Für deutsche Kunden wird der Niva Legend trotz seines Billig-Tarifs (fast) unerreichbar bleiben.

Lada Niva
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