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Genesis G70 (2021): Nobel-Koreaner mit bis zu 373 PS

Neuer Genesis G70 (2021) Nobel-Koreaner mit bis zu 373 PS

Nach drei Jahren Bauzeit gönnt Genesis dem 3er- und C-Klasse-Konkurrenten G70 für das Modelljahr 2021 eine Auffrischung. Er übernimmt einige Details vom größeren G80 und erhält drei Motorvarianten.

Der europäische Markteintritt von Hyundais Nobelmarke Genesis lässt weiter auf sich warten. Eigentlich sollte es schon zum Jahreswechsel 2019/20 soweit sein, aber noch gibt es die Premium-Koreaner hierzulande nicht zu kaufen. Nicht zuletzt dürfte die Corona-Pandemie eine Rolle bei der Verzögerung spielen, weshalb uns durchaus ansehnliche Modelle wie der G70 noch vorenthalten bleiben. Aber 2021 soll es endlich soweit sein: Dann soll der Mittelklässler in Korea starten und daraufhin auf weiteren weltweiten Märkten debütieren.

Neu sind die zweigeteilten Leuchten

Der 4,69 Meter lange, 1,85 Meter breite und 1,40 Meter hohe Audi A4-, BMW 3er- und Mercedes C-Klasse-Konkurrent (Radstand: 2,84 Meter) erhält nach drei Jahren Bauzeit ein umfassendes Facelift. Die entsprechenden Prototypen wurde ausgiebig getestet, nun gibt es die ersten offiziellen Bilder des Facelifts. An der Front zeigt sich der charakteristische Crest-Grill der Marke, der im neuen Modell tiefer nach unten gezogen ist. Die Quad-Scheinwerfer, die zweigeteilt sind, geben dem Mittelklässer nochmals eine sportliche Attitüde. Die Motorhaube ist konturiert und leitet den Blick zur flachen Windschutzscheibe weiter.

Genesis G70
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Der aufgefrischte Genesis G70 erhält die für die Marke neuerdings typische Frontpartie.

In der Seitenansicht fallen die starken Sicken, die vorderen, knapp über dem Schweller positionierten Luftauslässe sowie der filigran gearbeitete Außenspiegelhalter auf. Die untere Fensterlinie steigt in einer Art Hofmeisterknick an, während sich das Dach sanft gen Heck neigt. Dort werden Erinnerungen an den BMW-Look des ehemaligen Designers Chris Bangle wach. Die Heckklappe erhält einen expressiven Bürzel, die Klappe endet flächig und beschneidet die zweigeteilten Heckleuchten. Den Abschluss bilden doppelte chromfarbene Auspuffendrohre und ein Diffusor. Vier Rad-Designs und insgesamt 14 Außenfarben stehen zur Wahl.

Rundum erneuertes Cockpit

Im Innenraum setzt Genesis auf eine dem Fahrer zugewandte Optik. Das Kombiinstrument ist nun größer als zuvor, die Mittelkonsole neigt sich leicht nach links. Auf ihr ist freistehend ein 10,25 Zoll großer Touchscreen mit Sprachsteuerung sowie Apple Carplay- und Android Auto-Konnektivität untergebracht. Die breite Mittelkonsole samt Luftstörmern und Klimaanlagen-Steuerung läuft nach unten in ein Chromfeld mit Automatik-Wählhebel und Dreh-Drück-Steller aus. Insgesamt wirkt das Interieur edel und klassisch modern. Navigations-Updates sind fortan over-the-air möglich. Verbessertes Akustikglas rund um die vorderen Insassen soll das Geräuschniveau verbessern, und eine Dashcam gehört zur Serienausstattung.

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Das Cockpit ist dem Fahrer zugeneigt.

In Sachen Motoren bringt das Facelift nichts Neues. Es bleibt beim bekannten Trio, dessen Basis-Triebwerk ein 202 PS und maximal 441 Newtonmeter starker 2,2-Liter-Turbodiesel darstellt. Darüber rangiert ein Zweiliter-Vierzylinder-Turbobenziner mit 255 PS und höchstens 353 Newtonmetern. Die Rolle des Topmotors spielt ein doppelt aufgeladener 3,3-Liter-V6, bei dem 373 PS und ein Drehmoment-Maximum von 510 Newtonmetern im Datenblatt stehen.

Topmodell mit Driftmodus im Sportpaket

Wird der neue Genesis G70 mit 3,3-Liter-Motor mit dem optionalen Sportpaket bestückt, erhält er ein variables Auslassventilsystem, das ihm eine aggressivere Stimmfarbe verleiht. Außerdem integrieren die Ingenieure einen Driftmodus in dessen Allradantrieb. Allen neuen G70 gemein ist der hinzugefügte "Sports+"-Fahrmodus, bei dem die Motor- und Getriebe-Elektronik die Grenzen des Machbaren stärker ausreizen.

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Zum Paket der elektronischen Fahrassistenten gehören unter anderem ein nach vorne und hinten (beispielsweise beim Ausparken) agierender Kollisionsschutz, ein Totwinkel-Assistent mit Ausstiegs-Warnung, eine navigationsbasierte adaptive Geschwindigkeitsregelung, ein Spurhalteassistent, eine Multikollisionsbremse sowie ein Warnsystem, wenn sich auf den Fondsitzen noch Passagiere befinden.

Als weitere Karosserieversion soll es neben der Limousine auch noch einen Genesis G70 Shootingbrake geben. Das Modell ist besonders für den europäischen Kombi-Markt interessant und dürfte ab 2021 an den Start gehen. Erste Erlkönige wurden bereits gesichtet.

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Den Genesis. Endlich bricht einer aus dem üblichen Mittelklasse-Einerlei aus.
Die deutsche Konkurrenz. Da weiß man einfach, was man hat.

Fazit

Hat der Genesis G70 das Zeug, auf dem deutschen Markt gegen die starke einheimische Konkurrenz zu bestehen? Optisch sicherlich, qualitativ womöglich auch. Alles Weitere muss er unter Beweis stellen, sobald es ihn hierzulande offiziell zu kaufen gibt. Wann es soweit ist? Das wüssten wir selbst gerne.

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