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VW Golf R Variant 10 Bilder

VW Golf Variant R (2021) - Weltpremiere mit 320 PS

VW Golf Variant R (2021) Premiere Mit 320 PS zur Pole Position im Baumarkt

Der schärfste Kombi von VW fährt künftig mit 320 PS vor. Jetzt war Premiere für den Golf Variant R, der in unter fünf Sekunden auf 100 km/h sprintet.

Nachdem im Vorjahr der Standard-Golf mit dicken Backen an den Start rollte, bekommt nun die Version mit Happy End ein R auf die Laderaumklappe geklebt. Mit der bereits bekannten Technik der neuen Evo-4-Generation des Zweiliter-Turbobenziner bekommt auch der Golf Kombi 320 PS eingeschenkt, 20 PS mehr als bei der letzten Generation.

Die Maschine mit variabler Ventilsteuerung und doppelter Nockenwellenverstellung bringt es auf 420 Newtonmeter Drehmoment, die spätestens bei 2.100 Umdrehungen über den serienmäßigen Allradantrieb herfallen. Abgeliefert wird die Kraft über das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe.

Dem DSG attestiert VW Schaltvorgänge binnen weniger hundertstel Sekunden praktisch ohne Zugkraftunterbrechnung, weil sich zwei Teilgetriebe (jeweils mit den ungeraden und mit den geraden Gängen) die Arbeit teilen und deshalb die Gangwechsel extrem schnell ablaufen. Bedient wird das Getriebe über einen kleinen Schaltstummel rein elektrisch.

Mit Torque-Vectoring vehement durch die Kurve

Neben der schieren Kraft ist das Torque Vectoring-System des 4-Motion-Allradantriebs die entscheidende Komponente des Golf Variant R, um erst so richtig Feuer geben zu können. Das bereits aus anderen R-Modellen (Golf, Tiguan) bekannte System verteilt die Antriebskraft nicht nur variabel zwischen Vorder und Hinterachse, sondern auch zwischen den beiden Hinterrädern. Das funktioniert bis hin zur Verteilung von 100 Prozent der hinteren Antriebskraft auf ein Rad.

Basierend aus den Daten unter anderem des Lenkwinkels, der Gaspedalstellung und der Querbeschleunigung beaufschlagt die Steuerelektronik die Hinterräder mit Kraft. Das führt zu einem spürbar dynamischeren Fahrverhalten und mehr Fahrstabilität. Über das Bediensystem lassen sich einzelne Fahrprogramme (Comfort, Sport und Race und Individual) aufrufen, wird das optionale R-Performance-Paket mitbestellt, kommt hier noch der Drift-Modus hinzu, das erklärt sich vermutlich selbst. Ebenfalls gegen Aufpreis erhältlich: Das adaptive DCC-Sportfahrwerk mit elekronisch geregelten Dämpfern.

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Die Wahl der Fahrstufen des DSG erfolgt über einen kleinen Schalthebel-Stummel.

Über all diese Dämpf- und Drifttechnik wacht der Fahrdynamikmanager, der aus den Fahrdaten und den vorgewählten Fahrprogrammen seine Schäfchen koordiniert, den Dämpfern ihre Kennung zuteilt, die Bremsen je nach Situation korrigierend zubeißen lässt sowie Allrad und Torque Vectoring-Hinterachse die Kraftrichtung vorgibt. Bei alledem hat der Fahrer allerdings noch reichlich Mitspracherecht. Im Individual-Fahrprogramm können diverser Fahrparameter nach Wunsch voreingestellt werden und das ESC-System in verschiedenen Stufen abgedimmt oder ganz abgeschaltet werden.

Fahrprogramm für Rennstrecken

Im R-Performance-Paket integriert ist auch beim Golf R Variant der "Nürburgring"-Modus mit nochmals feingetunter Abstimmung speziell für den Eifel-Kurs, im untenstehenden Video mit einem Vorserienmodell sehen Sie auch die letzten Abstimmungsfahrten des Golf Variant R auf dem Ring.

Bei den Spurtwerten erreicht der Golf Variant R nicht ganz das Niveau des kürzeren Golf R, doch das ist jammern auf hohem Niveau: Die Nullhundert-Zeit von 4,9 Sekunden ist für sich betrachtet immer noch eine echte Ansage. Und wie beim Golf R wird auch hier mit dem Performance-Paket die freiwillige Selbstkontrolle von 250 auf 270 km/h Maximaltempo ausgedehnt.

Die Bremsanlage mit 18-Zoll-Scheiben vorne ist mit einem Bremstopf (das ist das Mittelteil der Bremsscheibe) aus Aluminium ausgestattet, laut VW bringt das eine Gewichtsersparnis von 600 Gramm pro Seite im Vergleich zu einer herkömmlichen Scheibenbremse. Der elektronische Bremskraftverstärker reagiert tempoabhängig, sodass bei hoher Geschwindigkeit kraftvoller zugebissen wird als zum Beispiel beim Rangieren. Blau lackierte Bremssättel zeigen die Sonderstellung der Golf R Variant auch nach außen.

Auf Wunsch auch mit Semi-Slick-Bereifung

Die optischen R-Insignien sind vom Golf R bereits bekannt. Serienmäßig steht der Turbo-Kombi auf 18-Zoll-Rädern, optional stehen 19 Zöller und als Bereifung auch Semi-Slicks für die Rennstrecke bereit. Die Sportsitze mit Kontrastnähten und blauen Dekors kennen wir ebenfalls bereits vom kürzeren R-Bruder. Statt des serienmäßigen, karomusterigen Stoffbezugs lässt sich auch Nappa-Leder ordern, dann sind die Sitze auch klimatisierbar (gehört zum Lederpaket).

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Die R-Modelle tragen vorzugsweise blau – auch im Innenraum. Die Sportsitze lassen sich alternativ mit Nappaleder bestellen.

Die Frontansicht mit dem speziellen Stoßfänger und der blauen LED-Leiste zwischen den Scheinwerfern kennen wir ebenfalls bereits vom Kurz-Golf mit R. Hinten differiert die Optik beim Variant logischerweise. Die Heckansicht wird von der Doppelrohr-Abgasanlage geprägt, ein üppiger Dachkantenspoiler mit seitlich entlang der Scheibe verlaufenden Finnen macht den Ernst der Lage ebenfalls klar. Der in Hochglanz-Schwarz lackierte Diffusor und der eigenständig geformte Stoßfänger setzen weitere Ausrufezeichen. Bei all der Sportlichkeit: Der Golf Variant bleibt auch nützlich und kann mit einer Anhängerkupplung ausgestattet werden.

Den Marktstart des Golf R Variant hat VW noch in diesem August angekündigt, Preise wurden zum aktuellen Zeitpunkt jedoch noch keine genannt. Auch die Gerüchte um eine nochmals nachgeschärfte 333-PS-Version sind aktuell noch nicht bestätigt.

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VW Golf I LS (1974) erster Test auto motor und sport 16/1974
Golf I: pur und unverfälscht.
VW Golf II 1.8 GL (1983) Test auto motor und sport 19/1983
Golf II: solide wie keiner davor und danach.
Frontansicht, Golf III
Golf III: der Unterschätzte, am besten als VR6.
VW Golf IV R32
Golf IV: Der Designer-Golf.
VW Golf V 1.9 TDI (2003)
Golf V: technisch perfekt.
VW Golf VI 1.4 TSI (2008)
Golf VI: edel und gut.
VW Golf 1.5 TSI, Exterieur
Golf VII: der beste Golf bisher.
Gar kein Golf.

Fazit

Unter 300 PS wollen Sie nicht aus der Hofeinfahrt, aber dennoch müssen ständig Großeinkäufe und Familientreffen organisiert werden? Mit dem praktischen Golf R Variant hat VW nun die Antwort auf dieses Dilemma. Da kann der Weg zum Möbelhaus auch gerne mal mit einem Abstecher über den Ring ergänzt werden.

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