Mit dem Frontera Start erweitert Opel das Angebot um eine besonders günstige Variante seines SUV. Für 21.990 Euro gibt es den Wagen mit einem 1,2-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner, 100 PS und manuellem Sechsganggetriebe. Damit liegt der Frontera 2.750 Euro unter dem bisherigen Einstiegsmodell. Noch weniger kostet allerdings der Dacia Duster Essential Eco-G 120, ebenfalls ein Dreizylinder. Dieser steht mit 18.990 Euro in der Preisliste und ist damit exakt 3.000 Euro günstiger als der Opel.
Beim Antrieb unterscheiden sich die beiden Basismodelle deutlich. Der Frontera Start setzt ausschließlich auf Benzin und leistet 74 kW/100 PS; der Turbobenziner kommt auf maximal 205 Nm Drehmoment. Der Duster verfügt ebenfalls über einen 1,2-Liter-Motor, nutzt aber das Eco-G-Konzept, wodurch sich der Duster wahlweise auch mit Autogas (LPG) betreiben lässt; gerade in der aktuellen Spritpreis-Situation eine interessante Alternative. Im LPG-Einsatz liegen beim Duster 90 kW/122 PS und 197 Nm an, im Benzinbetrieb sind es 84 kW/114 PS und 190 Nm. Beide Modelle übertragen die Kraft über ein manuelles Sechsganggetriebe an die Vorderräder.
Mehr Leistung im Duster
Auch bei den Fahrleistungen liegt der Duster auf dem Papier vorn. Für den Sprint von null auf 100 km/h nennt Dacia 11,0 Sekunden im LPG-Betrieb und 11,2 Sekunden mit Benzin. Der Frontera Start benötigt 12,4 Sekunden für den Standard-Sprint. Bei der Höchstgeschwindigkeit liegen die beiden SUV dagegen nahezu gleichauf: Opel gibt 179 km/h an, Dacia 180 km/h.
Beim Normverbrauch fällt der Abstand geringer aus. Für den Frontera nennt Opel je nach Ausführung 5,9 bis 6,1 Liter Super auf 100 Kilometer. Der Duster kommt im Benzinbetrieb auf 6,0 Liter. Wird Autogas genutzt, steigt der Normverbrauch auf 7,5.
Die Abmessungen liegen ebenfalls nah beieinander. Der Frontera ist mit 4.385 Millimetern 42 Millimeter länger als der 4.343 Millimeter messende Duster. Beim Radstand hat der Opel mit 2.670 mm (Duster: 2.657 mm) einen kleinen Vorsprung. Ohne Spiegel misst der Opel 1.849 mm und der Dacia 1.813 mm. Der Wendekreis, das betrifft vor allem Nutzer im städtischen Umfeld, spricht dagegen für den Duster. Er kommt auf 10,86 Meter, während der Frontera 11,50 Meter für die Wende benötigt.
Innen wie außen fast gleich groß
Beim Kofferraum bewegen sich beide auf ähnlichem Niveau. Der Opel bietet 460 bis 1.600 Liter, beim Dacia sind es 456 bis 1.548 Liter. Im normalen Gepäckraum liegen damit nur vier Liter zwischen den beiden Fahrzeugen. Bei umgelegten Rücksitzen wächst der Unterschied etwas.
Deutlich größer wird er bei der Anhängelast. Der Duster Eco-G 120 darf gebremste Anhänger bis 1.500 Kilogramm ziehen, ungebremst sind 695 Kilogramm möglich. Beim Frontera Start sind sowohl gebremst als auch ungebremst 600 Kilogramm vorgesehen. Die Stützlast beträgt beim Opel 75 Kilogramm. Beim Dacia werden ebenfalls 75 Kilogramm angegeben. Für die Dachlast nennt Opel 75 Kilogramm dynamisch und 240 Kilogramm statisch; Dacia gibt 80 Kilogramm an.
Bei der Serienausstattung verfolgen die beiden Hersteller ähnliche Ansätze mit Unterschieden im Detail. Der Frontera Start rollt auf schwarzen 16-Zoll-Stahlrädern mit halbflächigen Radzierblenden und wird serienmäßig in Effekt Blau Metallic lackiert. Auch der Dacia steht in der Basisvariante auf schwarzen Stahlfelgen; seine aufpreisfreie Standard-Lackierung ist Arktis-Weiß (kein Metallic).
Ausstattung im Vergleich
Zur Ausstattung des Opel Frontera Start gehören unter anderem eine manuelle Klimaanlage, hintere Einparkhilfe, elektrische Fensterheber vorn und hinten sowie verschiedene Fahrerassistenzsysteme. Dazu zählen der Frontkollisionswarner mit automatischer Gefahrenbremsung und Fußgängererkennung, ein Spurhalte-Warner, Verkehrszeichenerkennung und eine Fahreraufmerksamkeitswarnung mit Driver-Monitoring-Kamera.
Beim Dacia Duster Essential ist ebenfalls eine manuelle Klimaanlage serienmäßig, elektrisch öffnende Fenster gibt es aber nur vorn. Dazu kommen auf Assistenzseite eine hintere Einparkhilfe, der aktive Notbremsassistent mit Fußgänger- und Fahrraderkennung, ein Spurhalteassistent sowie die Verkehrszeichenerkennung.
Beim Licht kommt Opel heller daher. Zum Serienumfang gehören beim Frontera Intelli-LED-Scheinwerfer und ein Fernlichtassistent. Der Duster Essential besitzt LED-Tagfahr- und Abblendlicht mit Lichtautomatik, kombiniert das Fernlicht in dieser Ausstattung jedoch mit Halogentechnik.
Smartphone ist Pflicht
Mit ähnlichem Ansatz reduzieren die beiden Marken bei ihren Basis-SUV das Infotainment. Opel verzichtet im Frontera Start auf ein klassisches fest eingebautes Audiosystem mit Touchscreen. Stattdessen gehören eine Smartphone-Station und zwei Lautsprecher zur Ausstattung. Das Mobiltelefon übernimmt damit einen größeren Teil der Funktionen, die bei anderen Varianten über das Infotainment-System laufen. Über das volldigitale 10-Zoll-Fahrerinfo-Display werden die Fahrzeugfunktionen dargestellt.
Dacias Lösung heißt Media Control und kommt mit Bluetooth-Freisprecheinrichtung, DAB+, Smartphone-Halterung und vier Lautsprechern. Die Dacia Media Control App (für Android und iOS) nutzt dann den Smartphone‑Bildschirm als "Multimedia‑Zentrale" für Navigation, Musik, Radio, Telefonie und teilweise Fahrzeugdaten.
Deutlicher Preisunterschied
Beim Preis liegen die beiden SUV schließlich weiter auseinander als bei vielen technischen Daten. Der Duster Essential Eco-G 120 kostet 18.990 Euro, der Frontera Start 21.990 Euro. Dafür bietet der Opel unter anderem LED-Scheinwerfer mit Fernlichtassistent, elektrische Fensterheber hinten und ein umfangreiches Assistenzpaket. Der Dacia kombiniert den niedrigeren Grundpreis mit einem 122 PS starken LPG-Antrieb, einer höheren Anhängelast und einer umfangreicheren Grundausstattung für Radio und Kommunikation.












