Pagani Huayra BC - Supersportwagen - V12-Biturbo - Fahrbericht Hans-Dieter Seufert
02/2020, Pagani Huayra Roadster BC
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02/2020, Pagani Huayra Roadster BC 36 Bilder

Pagani Huayra R

Pagani plant Hardcore-Sportler mit V12-Sauger

Der italienische Sportwagenhersteller plant einen ebenso exklusiven wie extremen Huayra-Ableger, der seine Turbolader eintauscht, aber kaum an Leistung einbüßt.

Wenn Pagani einem seiner Modelle den Buchstaben R verpasst, dann wird es exklusiv. Vor allem aber extrem – und zwar extrem schnell. So war es jedenfalls beim Zonda R. Dabei handelte es sich um eine nicht straßenzugelassene Rennstrecken-Version des Italo-Boliden, die 2010 eine – damalige – Bestzeit von 6:47,5 Minuten in die Nordschleife des Nürburgrings stanzte – und zwar ziemlich locker (hier der Rückblick auf die damalige Rekordfahrt).

"Neuer, speziell gefertigter Saugmotor"

Nun, gut zehn Jahre später, scheint sich die Geschichte zu wiederholen. Wie verschiedene Medien übereinstimmend berichten, plant Pagani wieder eine R-Version – diesmal auf Basis des Huayra. Wie Internetseite des Fachmediums "Evo" zu entnehmen ist, dürfte auch dem Pagani Huayra R eine Straßenzulassung verwehrt bleiben. Gleiches gilt offenbar für Turbolader, was aber explizit nicht als Kritik verstanden werden soll. Zumindest kündigt Firmenchef Horacio Pagani in diesem (zugegebenermaßen recht schwer konsumierbaren) Video an, dass es sich beim Antrieb des Huayra R um einen "neuen, speziell für diesen Zweck gefertigten Saugmotor" handeln soll (etwa ab Minute 37:00).

Geht also die Ära der AMG-Triebwerke im Zentrum eines Pagani-Sportwagens zu Ende? Der aktuell im Huayra verwendete Sechsliter-V12 mit doppelter Turboaufladung – im ebenfalls ziemlich extremen Huayra-Ableger Pagani Imola liefert der Motor 838 PS und maximal 1.100 Newtonmeter – kommt für den R nicht infrage. Gleiches gilt für das längst eingestellte 7,3-Liter-Aggregat des Zonda. Die italienische Auto-Website "Info Motori" geht davon aus, dass es sich um einen direkten Nachfahren des Zonda R-Triebwerks handeln wird. Und das war nicht irgendeines, sondern eine 750 PS und maximal 710 Newtonmeter starke Version des V12 aus dem legendären Mercedes CLK-GTR.

Offizielle Enthüllung im November

Welcher Motor auch immer zwischen Fahrgastzelle und Hinterachse des Huayra R wüten wird – er wird wohl über 800 PS leisten. Oder gar 900 PS, wie "Info Motori" spekuliert? Auf jeden Fall dürfte der Huayra R über eine ausgefeilte Aerodynamik, ein ziemlich dynamisches Fahrwerk, Semi-Slick-Reifen, ein reduziertes Cockpit mit Überrollbügel und noch mehr Karbon als die bisherigen Modellvarianten verfügen. Mehr wissen wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht. Da müssen wir uns bis zum 12. November gedulden; da wird Pagani den Huayra R nämlich offiziell vorstellen.

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Fazit

Dass Pagani eine R-Version des Huayra auflegt, ist weniger überraschend als die Tatsache, dass diese von einem Saugmotor befeuert wird. Ob es sich dabei um eine Eigenentwicklung oder doch eine verfeinerte AMG-Auftragsarbeit handelt? Darum macht Firmenchef Horacio Pagani derzeit noch ein großes Geheimnis. Spätestens in gut einem Monat sind wir schlauer. Bis dahin hat die Vorfreude genug Zeit, um gehörig zu wachsen.

Pagani Huayra
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