Porsche-Patent: Antrieb mit Elektro, Hybrid und Verbrenner

Rettet dieses Porsche-Patent den Verbrenner?
Elektro, Hybrid und Verbrenner in einem Antrieb

ArtikeldatumVeröffentlicht am 23.06.2026
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Porsche Panamera 4 Chassis Drivetrain (2024)
Foto: Hersteller

Porsche löst die Grenzen zwischen den Antriebsarten auf und kombiniert die Möglichkeit, elektrisch oder mit Verbrenner zu fahren, zu einem flexiblen Antrieb. Bisher gibt es drei Möglichkeiten, ein Auto anzutreiben: mit einem Verbrennungsmotor, mit einem Hybrid oder einem Elektromotor. Elektroautos können zusätzlich einen Verbrenner an Bord haben, der die Batterie lädt und so die Reichweite verlängert – ein sogenannter Range Extender. Doch auch hier treibt immer der Elektromotor das Auto an.

Porsche löst die Grenzen zwischen den Antrieben auf

In einer Offenlegungsschrift des Deutschen Patent- und Markenamts (dpma) vom 3. Juni 2026 beschreibt der Sportwagenhersteller Porsche einen Antrieb, der diese Grenzen auflöst. Die "Verbrennungskraftmaschine eines Hybridfahrzeugs" soll je nach Bedarf die Achsen antreiben oder den Akku eines Elektroantriebs laden. Neu wäre also, dass Porsche das Auto entweder elektrisch, in einem Hybridmodus oder als Verbrenner betreibt.

Zylinderabschaltung und modifizierte Kolben

Doch Porsche geht noch einen Schritt weiter: Der Motor soll je nach Betriebsmodus einen Teil der Zylinder abschalten. Die eine Hälfte der Zylinder ist reibungsärmer gestaltet als die andere Hälfte, damit möglichst wenig Energie verloren geht, wenn eine Hälfte der Zylinder Verbrennungsarbeit leistet und die andere Hälfte mitläuft. Weniger Kolbenringe oder eine spezielle Beschichtung der Zylinder sollen die Reibung reduzieren. Gezeichnet ist der Motor als Achtzylinder in V-Konfiguration – ein Antrieb, wie ihn Porsche zum Beispiel im Panamera verwendet. Das Bild oben zeigt das Chassis mit dem aktuellen Antrieb eines Panamera 4, es dient der Illustration. Ob die im Patent beschriebene Technik in Serie geht, ist offen.

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