Porsche Taycan Cross Turismo Sitzprobe Erster Check Studio Porsche / ams
SPERRFRIST 04/03/21 16.30 Uhr Porsche Taycan Cross Tursimo Studio
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Porsche Taycan Cross Turismo Sitzprobe Erster Check Studio 19 Bilder

Porsche Taycan Cross Turismo (2021): Daten, Fotos, Preis

Neuer Porsche Taycan Cross Turismo (2021) Das ist kein Kombi

Porsche hat das Tuch vom Taycan Cross Turismo gezogen. Wir durften das potente Elektroauto bereits live unter die Lupe nehmen, aber nicht "Kombi" nennen. Und "Crossover" auch nicht.

Gegenüber Reportern, so die Nachrichtenagentur Bloomberg, sagte Porsche-CEO Oliver Blume, die Cross Turismo-Version des Taycans werde Anfang 2021 statt Ende 2020 auf den Markt kommen. "Die Änderung ist für uns kein Nachteil. Wir haben gerade den Zyklusplan optimiert", so Blume. Man blickt mit Zuversicht in die Zukunft, denn durch die Erholung der Nachfrage in China konnte das Unternehmen im ersten Halbjahr mehr Gewinne erzielen als jeder andere europäische Autohersteller. Porsche werde wegen der Corona-Pandemie keine Fahrzeug-Projekte einstellen und erwartet für dieses Jahr eine zweistellige Gewinnspanne.

Der erste Check

So viele Unterschiede zur bereits bekannten Limousine gibt es eigentlich gar nicht beim Taycan Cross Tursimo. Abseits der Gesamtoptik, versteht sich. 20 Millimeter liegt der Neue mindestens höher. In Verbindung mit dem optionalen Offroad-Paket erhöht sich die Bodenfreiheit um 30 Millimeter. Zusätzlich flankiert diese Sonderausstattung die Radhäuser mit auffälligen Schutzelementen, der farblich abgesetzte Rahmen gehört dagegen zur Standardausführung und ist wahlweise in matt oder glänzend erhältlich. Gerahmt wird hier übrigens bei Bedarf eine neue Felge, die Porsche eigens für den Cross Turismo ins Programm genommen hat. Die Kenner unter Ihnen identifizieren das Leichtmetallrad sofort: Schon die Studie von 2018 stand auf dieser Felge, dereinst noch blau eingefärbt.

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20 Millimeter liegt der Cross Turismo höher als der Standard-Taycan. Mit Offroad-Paket sind es sogar 30 Millimeter. Jetzt passt auch ein Redakteur drunter.

Signifikanter als der Blick aufs Rad ist sicherlich der Blick aufs Heck. Porsche selbst bezeichnet den Cross Turismo als CUV (Cross Utility Vehicle) und verbittet sich Titel wie "Kombi" oder "Crossover". Na gut, wir sind ja nicht so. Unstrittig ist das gesteigerte Platzangebot, das nicht nur im Fond zu gesteigerter Kopffreiheit führt, sondern auch zu einem satten Anstieg des Ladevolumens. Rund 500 Liter passen hinter die Klappe (366 Liter in der Limousine), 1.200 Liter mit umgelegten Rücksitzen. Bauartbedingt erstreckt sich dieser Platz allerdings eher in die Tiefe als in die Höhe. Trotzdem: Auch sperriges Gut kommt hier mit bis zu 761 PS von A nach B.

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Das Ladeabteil schluckt 500 Liter (Limousine 366 Liter). Mit umgelegten Sitzen sind es 1.200 Liter.

Kein Heckantrieb

Ein Basismodell mit Hinterradantrieb gibt es nicht. Das Einstiegs-CUV (gern geschehen, Porsche) erhält das simple Kürzel "4" und macht damit deutlich, dass immer Allradantrieb an Bord ist. Ebenfalls in jedem Cross Turismo verbaut: Die große Batterie (93,4 kWh) und das Luftfahrwerk. Damit ist der Neue also von Grund auf etwas teurer als die Limousine. Ausstattungsbereinigt liegt der Cross Turismo etwa 1.500 Euro über einem vergleichbaren Taycan Turbo S-Modell, also bei rund 188.000 Euro. Die Basisversion startet bei 93.635 Euro. Was gleich bleibt, sind die Leistungsabstufungen der Modellvarianten zwischen 280 und 560 kW.

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Das gabs noch nie: Hier findet jetzt auch ein Kompass (Bild) oder eine Porsche Design Uhr Platz. Das normale Sport Chrono Paket bleibt aber weiterhin erhältlich.

Minimale Änderungen gibt es im Cockpit, allerdings nur in Verbindung mit dem entsprechenden Häkchen im Konfigurator. Seriemäßig gibt es im Cross Turismo einen "Gravel-Fahrmodus" für losen Untergrund. Ist dieser aktiviert, leuchtet der entsprechende Hinweis direkt vor dem Cupholder in der Mittelkonsole. Eine Weltneuheit für die Zuffenhausener ist dagegen, was man mit der Uhr des beliebten Sport-Chrono-Pakets anstellen kann. Auf dem Armaturenträger darf nämlich erstmals auch ein Kompass oder eine Porsche Design Uhr thronen.

Overboost und Torque Vectoring

Der Taycan Cross Turismo steht wie sein Coupé-Bruder (>>> hier sieben bemerkenswerte Fakten zum Taycan) auf der reinen Elektroplattform J1. Zwei permanent erregte Elektromotoren – pro Achse ein Motor – geben die Power über Torque Vectoring an alle vier Räder ab. Der Turbo S kommt dabei auf 761 PS inklusive Overboost und schafft eine WLTP-Reichweite zwischen 388 und 412 Kilometer. Als Turbo stehen dem Cross Tursimo 680 PS sowie eine Reichweite von bis zu 450 Kilometer zur Verfügung. Im Taycan 4S sind es 530 PS und maximal 407 Kilometer, das Basismodell kommt auf eine Peak-Performance von 300 kW (408 PS) und eine Reichweite von 431 Kilometern. Den Spurt von Null auf 100 km/h absolviert der "Kombi" je nach Ausführung in zwischen 5,5 und 2,9 Sekunden, nach weniger als 12 Sekunden liegt Tempo 200 an.

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Das Cockpit des Taycan Cross Turismo unterscheidet sich nicht von dem der Limousine. Bis auf den optionalen "Gravel-Fahrmodus".

In vier Minuten für 100 km "getankt"

Die Lithium-Ionen-Akkus sind zwischen den Achsen untergebracht. Um trotz der niedrigen Fahrzeughöhe eine angenehme Sitzposition zu schaffen, wurden "Fußgaragen" geschaffen. Hier hat Porsche in der Bodengruppe vier quaderförmige Räume freigelassen, in denen keine Batteriezellen verbaut sind.

Das Akku-Paket besteht aus 396 Zellen und arbeitet in einem Temperaturfenster von 20 bis 40 Grad Celsius optimal. Highlight auch beim Taycan Cross Turismo: Die 800-Volt-Technik, die kürzere Ladezeiten ermöglicht. So soll die Batterie in 15 Minuten zu 80 Prozent geladen werden können. Entsprechend dauert die "Tankzeit" für 100 Kilometer Reichweite vier Minuten an. Allerdings befindet sich das Schnellladenetzwerks noch im Aufbau, derzeit gibt es Schnelllader mit Leistungen bis zu 250 kW. Ein erster Prototyp schafft über 400 kW.

Studie Porsche Mission E Cross Turismo

Auf dem Genfer Autosalon 2018 hatte Porsche die Konzeptstudie Mission E Cross Turismo präsentiert. Mit einer, für einen Viersitzer bemerkenswert geringen, Höhe von lediglich 1,30 Metern. Hinter der großen Heckklappe wartet im mit Karbon ausgekleideten Kofferraum des Concept Cars eine Drohne auf einem ausklappbaren Tragrahmen. Auf dem Bild unten sehen Sie außerdem die eingangs erwähnten blauen Felgen, deren Design jetzt mit dem Taycan Cross Turismo in Serie geht.

Porsche Mission E Cross Turismo
Porsche
Der Mission E Cross Turismo ist technisch identisch mit der Studie von 2015.

Davon abgesehen war das Cross Turismo Concept bereits innen erheblich realistischer als der ersten Mission E von 2015 und sah aus wie ein glaubhaft modernisiertes Porsche-Interieur der nahen Zukunft: durchgehendes, klares Armaturenbrett, kräftige Mittelkonsole. Vor dem klassischen Porsche-Lenkrad zeigen digitale Instrumente auf einem Curved Display in 911-Optik, das wie im Klassiker links und rechts über den Durchmesser des Lenkrads hinausragt, die wichtigsten Informationen. Die Motordrehzahl, bislang zentral, gehört allerdings nicht mehr dazu. Heute wissen wir: Dieses Layout ist mit dem Taycan Wahrheit geworden.

Fahrbericht: Porsche Taycan Cross Turismo

Porsche Taycan Cross Turismo
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Der Beifahrer muss nicht neidisch sein: Sein Bildschirm zieht sich über die gesamte Breite der Beifahrerseite und lässt sich ebenfalls per Eye-Tracking steuern. Mittels Touch-Funktion kann der Beifahrer verschiedene Apps bedienen und so Funktionen wie Medien, Navigation, Klima und Kontakte steuern. Ein Touch-Bedienfeld in der Mittelkonsole mit detaillierten Informationsmenüs komplettiert die Displaylandschaft. Außerdem sitzen kleine Touch-Screens in den multifunktionalen Fensterheber-Modulen (für Sitzverstellung und Komfortfunktionen des Sitzes) und in den lamellenlosen Luftausströmern rechts und links im Armaturenträger. Dort lässt sich zum Beispiel durch Wischen von links nach rechts die Stärke der Lüftung erhöhen. Schick: Die Türverkleidungen bestehen aus 3D-Elementen mit einer strukturierten Oberfläche, die zusammen mit der farblich verstellbaren Ambiente-Beleuchtung interessante Effekte erzeugt.

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Fazit

Porsche macht aus dem Taycan einen Shooting Brake... Verzeihung, ein CUV... mit mehr Stauraum. Die Technik ist aus der Limousine bekannt, das Design entstammt der Studie, trotzdem ist das zweite Taycan-Modell faszinierend.

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