Einen Achtzylinder von Porsche-Spezialisten Ruf ist eigentlich nichts Neues. Bereits 2013 wurde in Pfaffenhausen ein 4,5 Liter großer V8-Saugmotor präsentiert, der mit 550 PS im Heck des Ruf RGT-8 anschob. Der Ruf-V8 mit 90 Grad Bankwinkel ist nur 20 Millimeter länger als ein Porsche-Sechszylinderboxer und passt so problemlos in das Elfer-Heck.
Der jetzt vorgestellte B8-Motor, ein Achtzylinder in Boxer-Auslegung, ist dennoch eine Sensation. Die Entwicklungen daran laufen bei Ruf schon seit Jahren. Jetzt ist der Prototyp allerdings einsatzbereit und durfte beim Goodwood Festival of Speed auch erstmals zeigen, was er kann. Porsche selbst hatte einen entsprechenden Achtzylinder in den 1960er-Jahren nur für den Renneinsatz im 904/8 gebaut. Aus 2,2 Liter Hubraum standen damals 270 PS bereit.
Über 1.000 PS und 1.000 Nm
Bei Ruf gibt es alles ein paar Nummern größer. Mit einem Hubraum von 4,8 Litern in Kombination mit einer Biturbo-Aufladung verspricht Ruf über 1.000 PS und über 1.000 Nm Drehmoment. Zu Testzwecken wurde der neue Achtzylinder in ein um 100 Millimeter verlängertes Chassis eines Ruf CTR3 verbaut. Auf die Hinterräder fließt die Antriebspower über ein manuelles Sechsganggetriebe. Denn Testwagen hat Ruf schlicht Boxer 8 Erprober getauft. Die Beschriftung "Prototype Development Vehicle Developed in Pfaffenhausen without Compromise" ist eine klare Ansage. Als Testfahrer in Goodwood wurde der US-Rennprofi Tanner Foust engagiert.
Konkretere Eckdaten zum Motor bleibt Ruf bislang schuldig. Auch bleibt offen, wann und in welchem Modell man den Achtzylinder-Boxer irgendwann in der Zukunft erwarten darf. Ein Hammer dürfte es in jedem Fall werden.





