Spyros Panopoulos Project Chaos Spyros Panopoulos
Spyros Panopoulos Project Chaos
03/2020, Spyros Panopoulos Project Chaos
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03/2020, Spyros Panopoulos Project Chaos 21 Bilder

Spyros Panopoulos Project Chaos: 3.000-PS-Sportwagen

Spyros Panopoulos Project Chaos Grieche baut 3.107-PS-Sportwagen

Auch Griechenland beteiligt sich am aktuellen Hypercar-Hype: Ganz ohne Elektrifizierung will Spyros Panopoulos mit dem Project Chaos in absurde Leistungsregionen vorstoßen. Jetzt wurde das neue Hypercar vorgestellt.

Proklamierte Leistungswerte von 2.000 oder 3.000 PS sind in Zeiten der elektrischen oder elektrifizierten Hypercars nichts Ungewöhnliches mehr. Wenn solche Zahlen aber von einem reinen Verbrennungsmotor mit doppelter Turboaufladung – und ganz ohne Hilfe eines oder mehrerer E-Maschinen – erreicht werden sollen, dann lohnt es sich, hellhörig zu werden. Denn genau so etwas plant Spyros Panopoulos, der sein Sportwagen-Projekt folgerichtig "Chaos" nennt.

Vierliter-V10-Twinturbo-Motor mit edlen Materialien

Der Grieche Spyros Panopoulos ist kein Unbekannter im internationalen PS-Zirkus und stillt seit vielen Jahren den Leistungshunger vieler Motorsportler. Im Rallye-, Tourenwagen-, Bergrenn- und Dragster-Sport und einigen anderen Rennserien hat Panopoulos ebenso seine Spuren hinterlassen wie bei der Entwicklung einiger Hochleistungs-Sportwagen. Schon vor 20 Jahren hat er einen 1.400 PS starken Zweiliter-Turbo für einen Mitsubishi Lancer Evolution gebaut, zudem hält er eigenen Angaben zufolge einige Weltrekorde in puncto "Leistung pro Hubraum". Der Mann weiß offensichtlich, was er da tut.

Spyros Panopoulos Project Chaos
Spyros Panopoulos
Das Project Chaos setzt nur auf edelste Werkstoffe.

Jetzt hat er sein Hypersportwagen-Projekt Chaos vorgestellt. Und das stößt in ganz neue Leistungs-Galaxien vor. Geplant sind vom 5,05 Meter langen, 2,07 Meter breiten und nur 1,21 Meter hohen Chaos zwei Versionen – Earth Version und Zero Gravity. Beide setzen auf einen reinen Verbrennungsmotor mit doppelter Turboaufladung – und ganz ohne Hilfe eines oder mehrerer E-Maschinen.  Der Hochleistungsmotor verteilt seine exakt 3.988 Kubikzentimeter Hubraum auf zehn Brennräume, die in V-Form angeordnet sind. Block und Zylinderköpfe des Vierventilers sind aus Aluminium gefertigt; das Triebwerk verfügt über eine Trockensumpfschmierung und die Verdichtung beträgt maximal 12,3:1. Die Nockenwelle soll komplett aus Titan gefertigt werden, die Ventile aus einer Titan/Inconel-Verbindung.

Höchstdrehzahl von 12.000 Umdrehungen

Bereits die Basis-Earth-Version des V10-Triebwerks kommt auf sagenhafte 2.077 PS und ein maximales Drehmoment von 1.389 Nm. Drehen darf das Aggregat bis 10.000/min. Panopoulos attestiert dieser Variante eine Höchstgeschwindigkeit von über 500 km/h und ein Gewicht von nur 1.388 Kilogramm. In dieser Konfiguration arbeitet der Turbo-Motor mit 3D-gedruckten und aus Titan gefertigten Kolben und Pleuel. Der Spurt auf 100 km/h soll in 1,9 Sekunden von der Hand gehen, nach 4,6 Sekunden stehen bereits 200 km/h an. Die 300 km/h-Marke wird in unter acht Sekunden erreicht.

Die Zero Gravity-Variante legt noch ein paar Schippen nach. Das Drehzahllimit steigt auf bis zu 12.200 Touren, die Leistung auf 3.107 PS und das maximale Drehmoment auf 1.984 Nm. Auch hier liegt die Topspeed-Angabe lapidar bei über 500 km/h. Die Spurtzeiten fallen noch weiter. 100 km/h – 1,55 Sekunden reichen. 200 km/h sind nach weiteren 1,7 Sekunden Geschichte. Und nach 7,1 Sekunden ist der Chaos bereits 300 km/h schnell. In dieser Konfiguration bewegen sich Keramik-Kolben und Karbon-Pleuel in den Brennräumen auf und ab. Karbon, Keramik und Titan verwendet Panopoulos auch bei den beiden Turboladern. Ein Doppelkupplungsgetriebe mit wahlweise sieben oder acht Gängen verteilt die Kraft elektronisch gesteuert auf alle vier Räder, wohl in einem Verhältnis von 35 zu 65 Prozent zwischen Vorder- und Hinterachse.

Der Vierliter-V10-Twinturbo-Motor sitzt in einem Monocoque, das aus der Synthetik-Faser Zylon besteht. Das ebenso leichte wie widerstandsfähige Material kommt beispielsweise bei schusssicheren Westen zum Einsatz und ist in der Formel 1 als seitlicher Crash-Schutz vorgeschrieben. Über das Chassis mit einem Radstand von 2.854 Millimeter spannt Panopoulos eine flache, langgestreckte und aerodynamisch optimierte Karosserie aus Karbon und Kevlar. Alle beweglichen Teile kommen aus dem 3D-Drucker und bestehen aus Titan oder Magnesium.

03/2020, Spyros Panopoulos Project Chaos
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Spyros Panopoulos verwendet bei seinem Hypercar nur edelste Materialien.

Preise von 5,5 bis 12,4 Millionen Euro

Aus Titan bestehen auch die Felgen, die vorne 9 x 21 und hinten 13 x 22 Zoll groß sind. Dahinter verbirgt sich eine XXL-Karbon-Keramik-Bremsanlage: Vorne messen die Scheiben je nach Version 422 bis 452 Millimeter, hinten sind es 416 bis 426 Millimeter; in sie verbeißen sich jeweils Magnesium-Kolben aus – na klar – dem 3D-Drucker. Auf Wunsch werden auch 882er Scheiben vorn und 442er Discs hinten verbaut. Die Räder hängt Spyros Panopoulos an gedruckten doppelten Querlenkern aus Titan oder Magnesium auf.

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Cockpit ohne Schalter.

Innen gibt es Platz für zwei Personen, viel sichtbares Karbon und Zylon sowie ein wenig Alcantara, allerdings keinerlei Knöpfe oder Schalter. Stattdessen integriert der Grieche Augmented Reality-Funktionen. Die Zündfreigabe erfolgt per Fingerabdruckerkennung. Kameras und Monitore ersetzen die Rückspiegel. Zudem soll der Chaos in seinen Fahrer hineinfühlen können. Erkennt er beim Piloten zu viel Stress, so wird die Leistung automatisch zurückgenommen. Ursprünglich sollte der Chaos auf im März 2021 auf dem Genfer Autosalon debütieren. Jetzt gab es nur eine verspätete Online-Präsentation.

Gebaut werden sollen vom Chaos je Kontinent nur 20 Exemplare – die Antarktis dürfte hier keine Rolle spielen. Der Vertrieb soll über das Auktionshaus Sotheby’s erfolgen. Als Preisrahmen nennt Panopoulos 5,5 Millionen Euro für das Basismodell und bis zu 14,2 Millionen für eine voll ausgestattete Version des Zero Gravity. Das erste Fahrzeug sei bereits verkauft und wird Anfang 2022 an den Kunden ausgeliefert.

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Ambitioniert ist er ja, der Herr Spyros Panopoulos. Er verspricht bis über 3.000 PS und über 500 km/h Topspeed. Dazu passen die Preise ab wenigstens 5,5 Millionen Euro. Wenn das mal nicht im Chaos endet.

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