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Volvo C40 Recharge (2021): V40-Nachfolger ist ein XC40-Coupé

Volvo C40 Recharge (2021) V40-Nachfolger ist ein XC40-Coupé

Volvo legt mit dem C40 Recharge sein zweites rein elektrisches Modell auf Basis der CMA-Plattform auf. Dabei beerbt das SUV-Coupé den V40 und stellt sich dem XC40 Recharge an die Seite.

Erbe und Zukunft

Schon seit Jahren war klar, der V40 wird keinen direkten Nachfolger mehr erhalten. Schließlich basierte der im Sommer 2019 ausgelaufene kompakte Kombi noch auf der Ford Global-C-Plattform aus dem Jahr 2003. Stattdessen kristallisierte sich immer stärker ein Modell mit sportlicher Attitüde und höherer Bodenfreiheit heraus, das auf der aktuellen Plattform basiert. Mit dem C40 präsentiert Volvo nun sein erstes Modell, dass von Anfang an und ausschließlich auf E-Antrieb ausgelegt ist. Schließlich will Volvo 2025 weltweit jedes zweite Auto als Elektro-Modell absetzen, fünf Jahre später sollen nur noch elektrische Autos im Angebot sein.

SPERRFRIST 16.10.19 / 18.45 Uhr Volvo XC40 Recharge BEV Elektroauto
E-Auto

Plattform

Die CMA-Plattform (Compact Module Architecture) wurde von Volvo und dem chinesischen Mutterkonzern Geely in Schweden entwickelt. Die flexible Plattform, die lediglich in der Distanz zwischen der vorderen Radnabe und den Pedalen fixiert ist, erlaubt neben rein elektrischen Antrieben auch noch konventionelle Antriebsstränge. Das erste CMA-Auto war der XC40. Später folgten der Polestar 2, die Lynk & Co.-Modelle 01, 02, 03 sowie 05 und diverse Geely-Fahrzeuge – alle mit ähnlichen Abmessungen und Motorisierungen.

Bereits 2016 hatte Volvo mit den beiden Studien 40.1 und 40.2 einen Ausblick auf die kommenden Modelle gegeben. Der 40.1 entspricht dem XC40, der 40.2 ist als SUV-Coupé ausgelegt und ähnelt dem Polestar 2.

Exterieur

Der Volvo C40 orientiert sich am bekannten Design des XC40 Recharge. Heißt: An der Front prangt der geschlossene Grill sowie die Scheinwerfer mit Pixeltechnik. Bis zur B-Säule erscheinen SUV und SUV-Coupé identisch, danach neigt sich beim C40 das Dach sanft gen Heck. Markant sind dort die neu gestalteten Heckleuchten mit nach oben hin unterbrochenem Lichtband. Auch ragen die Leuchten weiter in die neu gestaltete Heckklappe hinein. Eine zusätzliche Sicke unter dem Volvo-Schriftzug macht den Unterschied zum XC40 eindeutig. Dabei unterstützt auch die flach anstehende Heckscheibe und der kleine Spoiler sowie die ausgestellten Leitbleche am oberen Rand der Heckklappe.

Volvo C40 Recharge
Volvo
Die Cockpit-Gestaltung des Volvo C40 Recharge orientiert sich am XC40.

Interieur und Ausstattung

In Sachen Innenraumgestaltung bleibt der Volvo C40 ganz bei seinem Verwandten XC40, unterscheidet sich aber durch modellspezifische Farben und Dekorelemente. Als erstes Modell kommt kein Leder mehr zum Einsatz. Der Fahrer greift in ein Dreispeichenlenkrad mit Chromspangen und fast viereckigem Pralltopf. Er schaut auf ein digitales Cockpit. Im zentralen Display am Armaturenträger steuert er die Komfort – und Infotainment-Systeme. Letztere wurden gemeinsam mit Google auf Android-Basis entwickelt. Nutzbar sind daher für Fahrer und Passagiere Google Maps, Google Assistant und der Play Store. Software-Updates erfolgen "over the air" (OTA), ein unbegrenztes Datenvolumen bedeutet stets verfügbare Konnektivität.

Bei den Fahrerassistenzsystemen bietet Volvo unter anderem einen Spurhalteassistenten, einen Kollisionswarner mit Lenkeingriff sowie Notbremsassistent mit Fahrzeug-, Fußgänger- und Fahrraderkennung an. Den C40 gibt es vermutlich wie beim XC40 Recharge in den Ausstattungen R Design Expression, R Design, Inscription Expression, Inscription und Pure Electric

Antrieb und Laden

Wie im XC40 Recharge sind auch im Volvo C40 zwei Permanent-Magnet-Elektromotoren am Werk. Sie wirken mit zusammen 408 PS jeweils auf eine Achse. Als maximales Drehmoment stehen 660 Nm bereit. Den Kraftschluss stellt ein einstufiges Getriebe her, das per Shift-by-Wire-Technik mit dem Schalthebel verbunden ist. Wie schon beim XC40 kann der Fahrer die Rekuperation über den One Pedal Drive steuern. Entsprechend können Verzögerung und Bremsenergierückgewinnung über das Gaspedal in zwei Stufen angepasst werden.

Technische Daten Volvo C40 Recharge

Volvo C40 Recharge
Antrieb: 2 Elektromotoren
Systemleistung: 408 PS (300 kW)
Drehmoment: 660 Nm
Beschleunigung 0 - 100 km/h: 4,9 s
Top Speed: 180 km/h
Akku-Leistung: 78 kWh (75 kWh nutzbar)
AC-Laden (11 kW): 8 Stunden
DC (min. 150 kW): 40 min*
Reichweite (WLTP): 420 km
Länge: 4.431 mm
Breite: 2.035 mm
Höhe: 1.582 mm
Spurweite vorne: 1.598 mm
Spurweite hinten: 1.623 mm
Kofferraum-Volumen: 413 - 489 Liter
Frunk-Volumen: 31 Liter
Gewicht: 2.185 kg
* 0 - 80 Prozent  

Die im Fahrzeugboden untergebrachte 78 kWh starke Batterie kann an Schnellladesäulen innerhalb von 40 Minuten zu 80 Prozent aufgeladen werden. Die Reichweite mit 100 Prozent Ladung liegt nach WLTP bei 420 Kilometer. Wobei Volvo in Aussicht stellt, die Reichweite über ein OTA-Softwareupdate zu verbessern.

Preis und Vertrieb

Den C40 Recharge bietet Volvo ausschließlich online an, allerdings beschränken sich die Schweden auf wenige, beliebte Ausstattungen. Die Preise sind weitgehend fixiert, es soll keine Rabattverhandlungen mehr geben. Des Weiteren können Kunden ein umfassendes Service-Komplettpaket mit Service, Versicherung, Pannenhilfe sowie Wallbox erhalten. Der Preis für den Volvo XC40 Recharge beginnt bei 62.000 Euro, einen Preis für den C40 gibt es noch nicht. Wir vermuten, das SUV-Coupé knackt die 65.000-Euro-Marke. Auch gibt es neben dem Barkauf noch die Möglichkeit, den C40 Recharge im Abo zu fahren.

Übrigens, bei aller Online-Bestellung kümmern sich Volvo-Händler vor Ort nach wie vor um Service, Beratung sowie Probefahrten und Auslieferung.

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Fazit

Eine Plattform, viele Modelle. Mit dem C40 Recharge stellt Volvo sein zweites rein elektrisches Modell vor, das auf der CMA-Plattform basiert – so wie schon diverse Elektroautos von Geely, Lynk & Co und Polestar. Mit der Entscheidung, Autos nur noch online zu fixen Preise zu verkaufen, liegen die Schweden in dieser Konsequenz vorne. Das spart genauso wie die Verwendung der einheitlichen Plattform Kosten und maximiert den Gewinn – zu dem der Preis von rund 65.000 Euro sicher beiträgt.

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