11/2018, VW Tarok Concept auf der Sao Paulo International Motor Show Thomas Harloff

Seriennahe Pickup-Studie

VW zeigt Tarok auf der New York Auto Show

New York Auto Show 2019

Der kleine Pickup auf MQB-Basis ist eigentlich für den südamerikanischen Markt gedacht. Dennoch will VW in New York nun Publikumsreaktionen testen – und sich auf dieser Basis sich noch einmal neu orientieren.

Der Tarok basiert auf dem Modularen Querbaukasten (MQB) und siedelt sich unterhalb des Amarok an. Wobei: So viel kürzer ist der Tarok gar nicht. Gut 4,90 Meter misst die Mixtur aus SUV und Pick-up, der Radstand beträgt fast drei Meter. Damit holt der Tarok längenmäßig alles aus dem MQB heraus. Die Vorteile beider Fahrzeuggattungen soll er mit seinem intelligenten Ladekonzept vereinen. Die Ladefläche lässt sich nämlich in den Innenraum verlängern. Dafür muss die Rückwand der Fahrerkabine mit wenigen Handgriffen nach innen geklappt werden. Dadurch verlängert sich die Ladefläche von etwa 1,20 auf etwa 1,85 Meter. Allerdings ist noch nicht entschieden, ob es dieses Feature in die Serie schaffen wird.

11/2018, VW Tarok Concept auf der Sao Paulo International Motor Show

53 Sek.

Sollte es der Tarok doch einmal nach Nordamerika schaffen, muss er einiges wegschleppen können. So schlecht sind die Voraussetzungen nicht: VW gibt die Zuladung der Studie mit über einer Tonne an. Auch stilistisch weiß der Pickup in diesem Entwicklungsstadium zu überzeugen. Er sucht optisch die Nähe zu Autos wie dem US-SUV Atlas oder dem T-Cross, und die breite C-Säule sieht aus, als hätte der Tarok ein Targa-Dach. Auch die Leuchtengrafiken vorne und hinten kennen wir so ähnlich von anderen aktuellen VW-Modellen.

1,4-Liter-Benziner mit 150 PS

Die Konzeptstudie wird von einem 1,4-Liter-Turbo-Ottomotor angetrieben. Der Vierzylinder leistet 150 PS und kann sowohl mit Benzin als auch mit purem Ethanol oder einem Mischkraftstoff angetrieben werden. Der Motor ist an eine Sechsgang-Automatik gekoppelt. Die grobstolligen 235/70er Reifen auf 16-Zoll-Felgen dienen nur ein bisschen dem Showeffekt. Die Studie verfügt über permanenten Allradantrieb mit verschiedenen Fahrmodi, den es auch in der Serienversion geben wird. Die wird außerdem einen 150 PS starken Dieselmotor bekommen.

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Sollte VW den Tarok auch in Europa anbieten?
Na klar, der wäre eine coole Ergänzung zur aktuellen Modellpalette.
Auf keinen Fall. VW hat schon genug überflüssige Autos im Programm.

Der Innenraum präsentiert sich im typischen VW-Chic. Auffällig ist eine farbige Leiste, die sich horizontal über das Armaturenbrett erstreckt. Die zentralen Elemente des Cockpits sind das glasbedeckte Infotainmentsystem, die Kontrolleinheit für die Klimaanlage und natürlich die digitalen Instrumente, die sich vom Fahrer an die persönlichen Vorlieben anpassen lassen.

Die Serienversion kommt in Kürze

Voraussichtlich 2020 wird die Serienversion des Tarok auf den brasilianischen Markt kommen – und zwar „nahezu unverändert“, sagt VW. Ein paar Herausforderungen sind zuvor aber noch zu meistern. Zum Beispiel, den MQB für Zuladungen von einer Tonne zu ertüchtigen und freie Kapazitäten in den derzeit gut ausgelasteten brasilianischen VW-Werken zu schaffen. Das Potenzial des Neulings ist Volkswagen zufolge zudem so groß, dass das Fahrzeugkonzept auch für andere Regionen vorstellbar wäre. Wo genau, und ob der Tarok auch nach Europa oder Nordamerika kommt, ist aber noch offen. Genau wie der Preis, der sich am direkten Konkurrenten, dem in Südamerika sehr erfolgreichen Fiat Toro orientieren wird. Der kostet zum derzeitigen Umrechnungskurs in der Basisversion etwa 22.000 Euro.

11/2018, VW Tarok Concept auf der Sao Paulo International Motor Show
11/2018, VW Tarok Concept auf der Sao Paulo International Motor Show 11/2018, VW Tarok Concept auf der Sao Paulo International Motor Show 11/2018, VW Tarok Concept auf der Sao Paulo International Motor Show 04/2019, VW Tarok Röntgenbild 18 Bilder

Fazit

Wer sich auf Brasiliens Straßen umschaut, erkennt schnell: Autos wie der VW Tarok sind dort angesagt. Insofern dürfte der kleine Pickup Volkswagens nächstes Erfolgsmodell auf dem südamerikanischen Markt werden. In Nordamerika sieht die Sache natürlich anders aus, doch selbst im Mutterland der Pickup-Trucks lässt sich ein Trend hin zu kleineren Ladeflächen-Modellen erkennen. Wer weiß, vielleicht besteht auch da eine kleine Erfolgschance. Einen Versuch ist es wert.

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Brasilien kauft anders.

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