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Im Stil der Elise: Wells Motor Cars Vertige (2021)

Wells Motor Cars Vertige (2021) Fliegengewicht mit Ford-Motor

Robin Wells hat einen charmanten Zweisitzer an den Start gebracht. Der Vertige ist nicht größer als ein Fiesta, wiegt 850 Kilo und leistet 210 PS.

Autofahren in seiner einfachsten Form bedeutet für viele Fans: Handschaltung, Hinterradantrieb, Leichtbau und Leistung. Bitte keine Assistenten-Armada, die bei jeder Gelegenheit ein Piep-Konzert veranstaltet und keine unnötigen Extras wie Lenkradheizung oder Online-Office-Anwendungen im Infotainmentsystem. So wenig wie möglich, so viel wie nötig – um mal eine alte Floskel zu bemühen. Genau so ein Auto hat jüngst das Licht der Welt erblickt und fährt in bester Tradition von Lotus, Caterham und Konsorten vor.

Sieben Jahre Entwicklung

Der Brite Robin Wells hat 2014 damit begonnen, seine Vision von einem einfachen und leichten Sportwagen zu Papier zu bringen. Diesen Plan hat er stringent verfolgt. 2016 stand das Design, 2018 waren die ersten Prototypen auf dem Testgelände unterwegs und seit Juli 2021 sind die Bestellbücher für das "Vertige" getaufte Auto geöffnet. Sie müssen nach der Bestellung lediglich sechs bis neun Monate Geduld und rund 52.000 Euro mitbringen.

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Der Vertige schiebt mit 210 PS an. Die Kraft geht an die Hinterräder.

Dafür gibt es einen Mittelmotor-Zweisitzer, der seine 210 Sauger-PS an die Hinterräder schickt und von einem manuellen Sechsgang-Getriebe sortieren lässt. Eine Leistungssteigerung ab Werk sei auf Wunsch aber auch kein Problem, ist auf der Website von Wells Motor Cars zu lesen. Der Zweiliter-Vierzylinder stammt von Ford und beschleunigt das Leichtgewicht in 4,8 Sekunden auf 100 und weiter bis maximal 225 km/h.

Leistung trifft Leichtbau

Die Performance des vier Meter langen Zweisitzers fußt nicht nur auf dem Antriebsstrang, sondern auch auf der leichten Konstruktion, die trocken nur 750 Kilo auf die Waage bringt. Dafür wurde jede Komponente des Autos auf die Möglichkeit der Gewichtseinsparung hin überprüft. In der Konsequenz finden Aluminium und hochfeste Stähle als Werkstoffe Verwendung. Zur Versteifung und für die Sicherheit der Insassen integriert Wells zudem einen Überrollkäfig ins Chassis. Damit der seine Tragfähigkeit nicht unter Beweis stellen muss, bemühen sich Michelin Pilot Sport 4 um den ununterbrochenen Straßenkontakt. Die Pneus spannt Wells über 17-Zoll-Leichtmetallfelgen. Rundherum hängen diese einzeln an Doppelquerlenkern.

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Kurzer Knüppel, schlichte Instrumente - der Brite ist puristisch unterwegs. Eine Klimaanlage gibt es nur auf Wunsch.

Damit Fahrer und Beifahrer auch auf längere Touren gehen können, spendieren die Briten einen 50-Liter-Tank und einen Kofferraum, der immerhin 206 Liter Gepäck wegsteckt. Im Innenraum bieten eine Heizung und ein von Sony zugeliefertes Sieben-Zoll-Infotainment inklusive Navi und Smartphone-Anbindung basalen Komfort. Eine Klimaanlage gibt es nur gegen Wunsch und Aufpreis. Die manuellen Fensterheber unterstreichen den puristischen Anspruch weiter.

Individualisierung ist möglich

Moderne LED-Beleuchtung rundherum sorgt für zeitgenössische Sicht bei Dunkelheit. Für das Exterieur bietet Wells Motor Cars fünf verschiedene Lackierungen an, und ja: British Racing Green ist eine davon. Im Innenraum stehen vier Lederfarben (schwarz, bordeaux, beige und champagner) zur Wahl.

Wer es individueller mag, darf das beim Verkaufsgespräch anmerken – da die Autos nur auf Kundenwunsch und nicht auf Vorrat gefertigt werden, gibt es auch die Möglichkeit Sonderwünsche umzusetzen. Doch schon die eingangs erwähnte Grundausrichtung des Autos schiebt hier die berechtigte Frage "Was will man eigentlich mehr?" in den Vordergrund.

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Fazit

Ein kleiner leichter Mittelmotorsportwagen ohne Schnickschnack. Das ist doch, wenn wir mal ehrlich sind, genau das, was jeder von uns gerne fürs Wochenende in der Garage hätte. Der Vertige verspricht puristischen Fahrspaß und sieht dabei noch gut aus. Wäre kaum verwunderlich, wenn die Wartezeit bei Wells Motor Cars bald mehr als neun Monate beträgt.

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