03/2020, Porsche 928 Spyder von Wingho Auto Wingho Auto
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03/2020, Porsche 928 Spyder von Wingho Auto 6 Bilder

Spyder 928 von Wingho Auto

Dieser Roadster war mal ein Porsche 928

Schonungslos offen: Dieses kanadische Einzelstück verschleiert seine Herkunft gekonnt. Für gut 70.000 Euro könnte der Wingho Spyder 928 bald Ihnen gehören.

43 Jahre sind eine lange Zeit. Erst recht im Automobilbau; da kommt dieser Zeitraum einer Ewigkeit gleich. An einem Auto aus dem Jahr 1977 scheint die Zeit aber spurlos vorübergezogen zu sein: am Porsche 928. Sein klares, elegantes Design lässt den V8-Sportler, der in den Achtzigern den 911 beerben sollte, auch heute noch modern aussehen. Zumindest, wenn er weitgehend im Originalzustand belassen wurde. Das war nämlich nicht jedem 928 vergönnt (man denke nur an die teils absurden Tuning-Desaster von Koenig Special oder Gemballa).

Einzelstück für knapp 72.000 Euro

Auch bei diesem Exemplar dürften sich viele Betrachter die Frage stellen, ob der Transaxle-Porsche das verdient hat. Verantwortlich für den Speedster-Umbau des 1978 – da noch als Coupé – gebauten 928 ist Wingho Auto. Die Firma aus dem kanadischen Montreal steckte 1993 viel Arbeit in die Kreation dieses Prototypen, aus dem – leider oder glücklicherweise, je nach Sichtweise – kein Serienauto hervorgegangen ist. Nun steht der 928 Spyder zum Verkauf – für 80.000 Dollar (etwa 72.000 Euro) auf der US-Autohandel-Plattform Hemmings.com.

03/2020, Porsche 928 Spyder von Wingho Auto
Wingho Auto
Hat sich Porsche beim Design der ersten Boxster-Heckleuchten (Typ 986) etwa vom Wingho Spyder inspirieren lassen?

Bei Wingho Auto wurde dem Porsche 928 fast alles genommen. Natürlich das Dach, aber auch die Fenster sowie alle Metall- und Kunststoffteile der Karosserie. Übrig blieb die Grundstruktur, das Chassis samt Antrieb und Fahrwerk. Darauf setzte Wingho eine vom kanadischen Designer Paul Deutschmann gestaltete, sehr runde und ";;aerodynamisch effektive” Karosserie mit üblichen Speedster-Details auf. Die Formen der Scheinwerfer und Heckleuchten sind recht Porsche-like gestaltet. Weitere auffällige Features sind die kurze, sich bis zur B-Säule erstreckende Windschutzscheibe, der bogenförmige Überrollbügel und die Fünfspeichen-Felgen.

200 kg leichter als das Serienauto

Farblich verband Wingho Auto bei seinem Spyder das klassische Porsche-Silber mit einem Holzkohle-Ton im unteren Karosseriebereich. Innen blieb von der Gemütlichkeit des originalen Porsche 928 nichts übrig. Zwischen den spartanisch wirkenden, mit gelbem und blauem Leder bezogenen Sitzen brachte Wingho eine Verkleidung an, der Innenspiegel rückte weit nach unten. Was beim Fahren nicht unbedingt benötigt wird, flog raus aus dem Cockpit. Auch das ein Grund für die Gewichtsersparnis von etwa 200 Kilogramm im Vergleich zum Serienauto.

Der offensichtlich im Originalzustand verbliebene Porsche-Motor muss also weniger Masse in Bewegung bringen als beim ursprünglichen Porsche 928. Der für den nordamerikanischen Markt etwas schwächere 4,5-Liter-V8 (222 statt 240 PS) leitet seine maximal 363 Newtonmeter auch auch beim Spyder-Umbau über ein manuelles Fünfgang-Getriebe an die Hinterräder weiter. Immerhin dürfte sich die Kraft im Wingho-Porsche deutlich ungefilterter als im Serienauto genießen lassen.

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Fazit

Und nun die Gewissensfrage: Würden Sie sich den 928 Spyder von Wingho Auto kaufen? Immerhin handelt es sich um ein Einzelstück mit nur 8.500 Meilen (knapp 13.700 Kilometer) auf dem Tacho. Andererseits ist der aufgerufene Preis ziemlich heftig. Hierzulande werden frühe 928er meist zu Preisen zwischen 15.000 und 30.000 Euro gehandelt. Aber diese Autos sind halt auch ziemlich normal.

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Porsche 928
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