McLaren F1 6.1 Creighton Brown Gooding & Company/Mike Maez
McLaren F1 6.1 Creighton Brown
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McLaren F1 6.1 Creighton Brown
McLaren F1 6.1 Creighton Brown 24 Bilder

McLaren-F1-Einzelexemplar in der Auktion: Zeitkapsel mit Sonderfarbe

McLaren-F1-Einzelexemplar in der Auktion Zeitkapsel mit Sonderfarbe und wenig Kilometern

Der McLaren F1 gehört zu den Autos, die Geschichte geschrieben haben. Jetzt ist ein ganz besonderes Exemplar in der Auktion.

McLaren baute den F1 zwischen 1993 und 1997. Für den Antrieb des dreisitzigen Kohlefaser-Sportlers ist ein 6,1-Liter-Zwölfzylindermotor von BMW zuständig, das Aggregat leistet je nach Ausbaustufe zwischen 627 und 680 PS. Die Höchstgeschwindigkeit des Supersportlers beträgt 370 km/h – er galt zeitweise als der weltschnellste Serienrennwagen. Und bis heute ist der McLaren F1 6.1 das schnellste von einem Saugmotor angetriebene Serienauto. Promis liebten und lieben den McLaren F1 – Moderator und Auto-Enthusiast Jay Leno hat beispielsweise einen, Schauspieler Rowan Atkinson (Mr. Bean) fuhr seinen zu Schrott, ließ ihn für umgerechnet eine Million Euro reparieren, baute wieder einen Unfall und verkaufte ihn 2015 für umgerechnet elf Millionen Euro – und Tesla-Chef Elon Musk schwärmte von den dynamischen Fahreigenschaften seines Exemplars, dass er nach einem misslungenen Spurwechsel in die Böschung semmelte. Insgesamt entstanden 106 McLaren F1, davon 78 mit Straßenzulassung – und nur eins in der Lackierung Creighton Brown. Dieses eine Exemplar hat nur 389 Kilometer auf der Uhr und ist jetzt bei Gooding & Company aus dem kalifornischen Santa Monica in der Auktion.

Penibel gewarteter Garagenwagen

Der braune F1 mit der Chassis-Nummer SA9AB5AC9S1048029 verbrachte bisher den größten Teil seines Daseins in der Garage eines japanischen Sammlers, der ihn durchgängig sorgfältig warten ließ. Deshalb ist der McLaren in einem erstaunlich guten Originalzustand – selbst die Auslieferungs-Reifen vom Typ Goodyear Eagle F1 sind noch auf den Felgen. Laut Werkunterlagen hat McLaren das braune Exemplar mit der Chassis-Nummer-Endung 029 als 25. Exemplar gebaut. Die Lackierung ist nach Creighton Brown benannt – Brown war als Manager maßgeblich an der Gründung von McLaren beteiligt. Das dunkelbraune Leder des Interieurs ist auf das schokoladenbraune Äußere abgestimmt.

McLaren F1 6.1 Creighton Brown
Gooding & Company/Mike Maez
Auch das Cockpit des dreisitzigen Kohlefaser-Supersportlers befindet sich in einem Topzustand.

Angebot als vollständiges Set

Die Verantwortlichen von Gooding & Company bezeichnen den jetzt angebotenen McLaren F1 als echte Zeitkapsel. In der Auktion enthalten sind das McLaren-Serviceheft, die Bedienungsanleitung, Maßgepäck, die originale Werkzeugkiste des französischen Herstellers Facom, das Titan-Werkzeugset, die passende Tag-Heuer-Uhr und das seinerzeit mitgelieferte Buch "Driving Ambition".

McLaren F1 6.1 Creighton Brown
Gooding & Company/Mike Maez
Die Goldfarbe des Bord-Werkzeugs erinnert an die Goldfolie der Motorabdeckung.

Versteigerung beim Pebble Beach Concours d'Elegance

Gooding & Company versteigert den McLaren F1 Creighton Brown während des diesjährigen Pebble Beach Concours d'Elegance. Die Versteigerungstage sind Freitag, der 13. August (5:00 Uhr nachmittags Pacific Daylight Time/8:00 Uhr Mitteleuropäische Sommerzeit) und Samstag, der 14. August (11:00 vormittgas PDT/2:00 Uhr MESZ). Die Auktionatoren rechnen mit einem Erlös in Höhe von 15 Millionen Dollar (aktuell umgerechnet zirka 12,4 Millionen Euro).

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Fazit

Jeder versteigerte McLaren F1 erregt Aufmerksamkeit, aber das jetzt von Gooding & Company versteigerte Exemplar ist besonders: Es ist das einzige, das McLaren in der Sonderfarbe Creighton Brown lackiert hat und sein aktueller Eigentümer hat es bei einer Laufleistung in Höhe von 389 Kilometer kaum gefahren. Das Auto hat regelmäßige Wartungen bei McLaren bekommen und ist noch mit seinen Auslieferungsreifen ausgerüstet.

Der vom Auktionshaus angepeilte Erlös in Höhe von 15 Millionen Dollar (12,4 Millionen Euro) scheint eine realistische Einschätzung zu sein – schließlich hat Schauspieler Rowan Atkinson (Mr. Bean) bereits 2015 für sein Exemplar umgerechnet elf Millionen Euro bekommen. Atkinson hat zwar beim Verkauf von seinem Promi-Status profitiert, andererseits hatte der Schauspieler seinen F1 als Alltagsauto genutzt und so schon 66.000 Kilometer auf den Supersportler geschruppt. Außerdem musste McLaren das Auto nach einem Totalschaden mit Brand wieder neu aufbauen und nachdem der Schauspieler das Auto in einen Straßengraben gesetzt hatte, war eine weitere Unfallinstandsetzung nötig. Die Unfallgeschichte dürfte also den Prominenten-Bonus teilweise aufgewogen haben.

Sollten gut betuchte Autosammler während der Pandemie größere Summen angespart haben, könnte das jetzt angebotene F1-Einzelexemplar sogar den erwarteten Schätzpreis in Höhe von 15 Millionen Dollar sprengen.

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