Porsche Taycan 4 Cross Turismo Art Car Sean Wotherspoon Porsche
Porsche Taycan 4 Cross Turismo Art Car Sean Wotherspoon
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Porsche Artcars 1968 bis 2022: Magisch angezogene Künstler

Porsche Artcars 1968 bis 2022 Glücks-Schwan, Konsum-Kritik, Harlekin-Outfit

Bei weitem nicht alle Porsche Artcars sind von Porsche selbst – das ging schon 1968 mit dem 356 C von Sängerin Janis Joplin los. Jüngster Zugang ist der Porsche Taycan 4 Cross Turismo im Harlekin-Look von Sean Wotherspoon.

Künstler scheinen Porsche zu mögen – seit Jahrzehnten gestalten sie die Renner kreativ um. Nicht immer kommen dabei bunte Autos heraus und nicht immer sind diese Autos einfach nur als fröhliches Kunstobjekt gemeint. Ein Porsche Artcar hat sogar in Le Mans gewonnen, ein anderes transportiert deutliche Gesellschaftskritik.

Porsche Taycan 4 Cross Turismo by Sean Wotherspoon

Der 32-jährige Sean Wotherspoon ist Designer und Influencer und steht bei seiner Streetwear für einen bunten Farbmix und ungewöhnlichen Materialien. Bekannt geworden ist er vor allem durch den von ihm entworfenen Sneaker Nike Air Max 97/1 aus dem Jahr 2018.

Im gleichen Stil hat er jetzt für Porsche seinen ganz persönlichen Taycan 4 Cross Turismo entworfen. Der farbenfrohe Look, der an die Harlekin-Modelle von VW erinnert, setzt innen und außen auf Nash Blue, Sean Peach, Loretta Purple und Ashley Green. Die Lackfarben hat der Künstler dabei nach Mitgliedern seiner Familie benannt.

Janis Joplin’s 356 C by Dave Richards
Porsche
Janis Joplin’s 356 C by Dave Richards 911 RSR Le Mans by Richard Phillips 911 Carrera type 996 by Biggibilla 968 L’ART by L’Art de L’Automobile 14 Bilder

Der vegan gestaltete Innenraum bringt zudem Materialien wie Kork und Kordsamt ins Spiel. Der von Wotherspoon entworfene Taycan 4 Cross Turismo wird abgerundet durch Elemente aus der Porsche Exclusive Manufaktur. Dazu gehören die 21-Zoll Cross Turismo Design Räder und die Heckwischer-Blende – jeweils lackiert in Schwarz (hochglanz) sowie das das Leuchtenband mit Porsche-Schriftzug in schwarz

Janis Joplin’s 356 C by Dave Richards

Das älteste hier vorgestellte Artcar ist der Porsche 356 C von Janis Joplin. Die Sängerin warnte ironisch in ihrem A-cappella-Song Mercedes-Benz ("Oh Lord, won't you buy me / a Mercedes Benz") davor, im Kauf teurer Konsumgüter sein Seelenheil zu suchen. Sie selbst liebte anscheinend sportliche Zweisitzer und kaufte sich 1968 ein delphingraues Porsche 356 SC Cabrio Baujahr 1964. Damals gab es nur neun Farben zur Auswahl. Grau passte natürlich nicht zu Janis Joplin und so zahlte sie ihrem Roadie David Richards 500 Dollar, damit er die Geschichte des Universums auf das Auto malt. Die 500 Dollar von 1968 sind heute 3.974 Dollar (aktuell umgerechnet zirka 3.505 Euro) wert. Richards verewigte unter anderem Joplins Noch-Band Big Brother and the Holding Company, kalifornische Landschaften, das Auge Gottes, einen Steinbock, Totenschädel und Pilze auf dem Porsche. Joplin liebte den kleinen Renner und war mit ihm viel unterwegs.

Janis Joplin’s 356 C by Dave Richards
Porsche
Janis Joplin’s 356 C by Dave Richards

1969 riss sich ein Dieb den Porsche unter den Nagel. Der versuchte die verräterische Bemalung des Einzelstücks zu übersprühen – dabei hat ihn die Polizei erwischt. Richards entfernte die Übersprühversuch-Reste rückstandslos. 1970 starb Janis Joplin im Alter von nur 27 Jahren an einer Überdosis Heroin. Fortan kümmerte sich Janis‘ Bruder Michael um das Auto. Als die Bemalung verwittert war, gab er dem Porsche das ursprüngliche Delphingrau zurück. In den 1990er-Jahren beauftragte Joplins Familie die Künstlerinnen Jana Mitchell und Amber Owen, das Auto wieder mit der Richards-Bemalung zu verschönern. Nach Aufenthalten in verschiedenen Museen versteigert die Geschwister von Janis Joplin den Porsche für wohltätige Zwecke. Der Erlös betrug 1,76 Millionen Dollar (aktuell umgerechnet zirka 1,55 Millionen Euro) – nie zuvor hatte jemand für einen Porsche 356 so viel gezahlt.

911 RSR Le Mans by Richard Phillips

Porsche Artcars müssen mehr können als nur schön aussehen – dachten sich anscheinend Porsche-Werkfahrer Jörg Bergmeister und der mit ihm befreundete Künstler Richard Phillips. Phillips hatte 2013 einen Helm für Bergmeister gestaltet – und dieses Design übertrug er 2019 auf einen Porsche 911 RSR. Das Auto holte im selben Jahr den Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans in der Klasse GTE AM.

911 RSR Le Mans by Richard Phillips
Porsche
911 RSR Le Mans by Richard Phillips

911 Carrera type 996 by Biggibilla

1998 entstand im Showroom des Porsche-Zentrums im australischen Melbourne ein ganz besonderer 911 der Baureihe 996: Der indigene Künstler Graham J. Rennie, Künstlername Biggibilla, bemalte das Auto akribisch per Hand. Zu erkennen ist unter anderem das in Australien heimische Schnabeltier. Biggibilla verzierte das Auto anlässlich des 50. Jahrestags der ersten gebauten Porsche 356.

911 Carrera type 996 by Biggibilla
Porsche
911 Carrera type 996 by Biggibilla

968 L’ART by L’Art de L’Automobile

Der aktuell jüngste Vertreter der Porsche Artcars ist der 968 L’ART by L’Art de L’Automobile. Mit seiner recht radikalen Umgestaltung eines Porsche 968 verwirklichte Künstler Arthur Kar seine Vorstellungen von einer Verbindung zwischen Autos und Mode. So entfernte der Gründer von L’Art de L’Automobile das Dach, verkleidete die hinteren Felgen und verpasste dem Auto die auffällige Farbe Perlcolor. Für den Innenraum gibt es in der Außenfarbe gehaltene Ledersitze und eine speziell designte Bose-Audio-Anlage.

911 Fat Car NFT by Erwin Wurm

Während die meisten Porsche Artcars fröhlich das Automobil feiern, platzt der vom österreichischen Bildhauer und Maler Erwin Wurm gestaltete 911 beinahe aus allen Nähten – das Kunstwerk ist ein überfressener Elfer, der zu zerfließen scheint. Das digitale Kunstwerk (NFT: Non-Fungible Token – digital geschütztes Objekt) heißt "Breathe in, breathe out" und zeigt den adipösen Sportwagen als atmendes, aber bewegungsunfähiges Wesen. Damit ist dieser Porsche 911 eine bissige Kritik an einer permanent konsumierenden und trotzdem niemals satten Gesellschaft – genauso wie Wurm es bereits vor 20 Jahren mit seinem legendären Fat Car gemacht hat.

911 Fat Car NFT by Erwin Wurm
Porsche
911 Fat Car NFT by Erwin Wurm

996 Swan by Chris Labrooy

Das komplette Gegenteil zu Erwin Wurms kritischem Ansatz verfolgt der schottische Künstler Chris Labrooy. Labrooy ist ausgemachter Porsche-Fan und möchte vor allen Dingen, dass sich die Menschen beim Anblick seiner Kunstwerke wohlfühlen. Also malt er schicke Gebäude, die im kalifornischen Palm Springs stehen könnten, mit einem Pool davor, in dem ein paar Elfer dümpeln. Sein 996 Swan by Chris Labrooy ist das erste seiner Kunstwerke, dass es aus der digitalen in die echte Welt geschafft hat – mit der Unterstützung von Porsche. Mit dem Kunstwerk feiert der schwäbische Sportwagen-Hersteller 20 Jahre Porsche in China. Nicht umsonst streckt bei Labrooys Porsche ein riesiger Schwan seinen Hals aus dem Auto – das Tier gilt in China als ein Symbol für Glück.

996 Swan by Chris Labrooy
Porsche
996 Swan by Chris Labrooy

1970 911 S by Ornamental Conifer

Nico Sclater kam in Großbritannien zur Welt und floh dann ins sonnige Kalifornien. Unter seinem Künstlernamen Ornamental Conifer verziert er Gegenstände aller Art mit freihändiger Typographie. Humorvolle Wortspiele stellt Ornamental Conifer in Pop-Art dar – und die drei von ihm gestalteten Porsches gehören zu seinen bekanntesten Kunstwerken. So hat Ornamental Conifer einen 911 von 1977 gestaltet, der nach Umbauarbeiten nun einem Carrera 3.0 RS von 1974 ähnelt. Außerdem hat er einen 935 kreiert, der auf der SEMA Show (Specialty Equipment Market Association) in Las Vegas zu sehen war. Den hier gezeigten Porsche 911 S von 1970 hat Ornamental Conifer für einen texanischen Kunden gemacht. Die Botschaft auf dem Auto lautet: "Bleib immer einzigartig."

1970 911 S by Ornamental Conifer
Porsche
1970 911 S by Ornamental Conifer

Taycan Art Car by Richard Phillips

Der amerikanische Künstler Richard Phillips ist zweimal in dieser Porsche-Artcar-Sammlung vertreten. Er hat nicht nur das 911 RSR Le Mans Artcar geschaffen, sondern sich ein Jahr später mit dem Taycan auch über Porsches erstes Elektroauto hergemacht. Den Taycan 4S gestaltete Phillips im Dezember 2020 live im Züricher Pop-up-Restaurant Leuehof. Als Vorbild für seinen Art-Taycan diente Phillips sein aus dem Jahr 2010 stammendes Gemälde "Queen of the Night". Im Frühjahr 2021 ging der Taycan by Richard Phillips in eine Auktion – der Erlös kam unter der Pandemie leidenden Künstlern zugute.

Kristallverzierter 911 by Daniel Arsham

Daniel Arsham ist bildender Künstler und bekannt dafür, seine Objekte im Stil des dekonstruierten Futurismus zu gestalten. Nach eigenen Angaben zeichnete er bereits als Kind Porsche-Skizzen. 2019 erschuf er dann diesen kristall-erodierten 911 der Baureihe 992. In der Karosserie des Elfers sind zahlreiche Kristalle eingelassen, Türen und Kotflügel sehen aus, als seien dort große Metallbrocken herausgebrochen. Das saubere Reinweiß von Karosserie und Felgen steht in einem krassen Widerspruch zu den glitzernden Wunden dieses 911. Das Auto stand erst bei der Kaufhauskette Selfridges in London, ging dann in Asien auf Tour und ist jetzt im Porsche-Museum zu sehen.

Kristallverzierter 911 by Daniel Arsham
Porsche
Kristallverzierter 911 by Daniel Arsham

Taycan Artcar by SUMO!

Auch Porsche of Losch Luxembourg wollte mit einem ganz besonderen Taycan glänzen. Zur Eröffnung des Porsche-Zentrums Roost bekam der luxemburgische Künstler SUMO! den Auftrag, ein Kunstwerk zum Thema Zukunft zu erschaffen. SUMO! zerlegte das Auto gemeinsam mit Mitarbeitern des Porsche-Zentrums in seine Einzelteile, transportierte es an einen unbekannten Ort – und arbeitete fünf Monate lang an dem Projekt. Teil des Kunstwerks ist nicht nur die Außenhaut, auch die Innenseiten der Türen, die Felgen und die Wagenschlüssel gestaltete der Künstler neu. Das Außendesign soll an eine Weltraumrakete erinnern, die beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verglüht. Das Auto ist bei verschiedenen Events weltweit zu sehen.

Taycan Artcar by SUMO!
Porsche
Taycan Artcar by SUMO!

Taycan Artcars by Megan Claire Keho und Rei Misiri

2021 entstanden auf dem Art Battle Canada zwei Porsche-Taycan-Artcars vor Live-Publikum. Rei Misiri trat gegen Megan Claire Keho an – beide hatten zwei Stunden Zeit, mit ihrer Taycan-Gestaltung zu überzeugen. Rei Misiri setzte sich mit der Gestaltung des schwarzen Taycans (rechts im Bild) durch. Aktuell kommen beide Autos auf Events und Presseveranstaltungen zum Einsatz.

Taycan Artcars by Megan Claire Keho und Rei Misiri
Porsche
Taycan Artcars by Megan Claire Keho und Rei Misiri

911 Carrera by Nelson Makamo

Der südafrikanische Künstler Nelson Makamo hat nach eigenen Angaben bereits als Kind davon geträumt, mal einen Porsche zu haben. Als er das Geld für einen Porsche hatte, bestellte er ihn von vornherein in der Absicht, daraus ein Artcar zu machen. Und Makamos Auto hebt sich von vielen anderen Porsche-Artcars mit seiner zurückhaltenden Gestaltung ab: Nur die Stoßfänger, Sitze, die inneren Türverkleidungen und die Seitenspiegelabdeckungen bemalte er. Auf der linken Türverkleidung steht das Wort "Mma" was in Makamos Muttersprache Seped "Mutter" bedeutet. Nelson Makamo widmet das Auto Menschen, die für ihn auf seinem bisherigen Weg wichtig waren. Und er wünscht sich, dass das Artcar die Fantasie von Kindern auf dem gesamten afrikanischen Kontinent anregt.

Taycan with Artwork by Dale Chihuly

Und noch ein Taycan als Artcar: Der amerikanische Glaskünstler Dale Chihuly gestaltete das Elektroauto mit floralen Mustern – ähnlich wie Richard Phillips. Anscheinend wollen die Künstler dem futuristischen Elektroauto eine vielleicht gefühlte technische Kälte nehmen, indem sie es durch Bemalung ein bisschen in die Natur integrieren. Chihulys Taycan stand in der Oase der Gardens by the Bay in Singapur – einem Pflanzenparadies mit mehr als 1,5 Millionen Gewächsen. Porsche Asia Pacific richtete dort als Automobil-Partner die Ausstellung "Glass in Bloom" aus. Mit seiner kräftig leuchtenden Blumengestaltung wollte der Künstler zeigen, dass ein Sportwagen weit mehr ist als das Streben nach hohen Fahrgeschwindigkeiten.

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Nein, das sind einfach Autos - also Konsumgegenstände. Da macht mir keiner was vor.

Fazit

Die Porsche Artcars der vergangenen Jahrzehnte sind aus den verschiedensten Gründen und in vielfältigen Umsetzungen entstanden. Janis Joplin wollte 1968 anscheinend einfach ein cooles kleines sportliches Auto. Während sie in ihren Liedern Konsumkritik übte, fuhr sie ihr bunt bemaltes Porsche 356 SC Cabrio – das nach einigen Irrungen heute wieder mit einer dem Original nachempfundenen Bemalung existiert. Und schön sein reichte nicht allen Artcar-Schöpfern: 2019 gewann ein von Richard Phillips gestalteter 911 RSR die 24 Stunden von Le Mans in der Klasse GTE AM.

Der österreichische Künstler Erwin Wurm übt mit seinem 911 Fat Car NFT beißende Kritik an einer sich überfressenden und damit unbeweglich gewordenen Konsumgesellschaft. Der südafrikanische Künstler Nelson Makamo möchte mit seinem gelungen dezent gestalteten 911 an ihm wichtige Menschen erinnern und Kinder in ganz Afrika zu Kreativität ermutigen. Besonders angesagt war in den vergangenen drei Jahren Porsches erstes Elektroauto Taycan, das gleich mehrere Künstler mit einem üppigen Blumendekor etwas näher an die Natur bringen wollen.

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