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Mercedes EQG: Elektro-G-Klasse kriegt Silzium-Akkus

Mercedes kooperiert mit Akku-Spezialist Sila Elektrische G-Klasse kriegt Silizium-Zellen

Mercedes verkündet einen Durchbruch bei Hochvoltbatterien mit Silizium-Hochleistungszellen. Erstmals sollen die in der für 2025 angekündigten Elektroversion der G-Klasse (EQG) zum Einsatz kommen.

Dazu arbeiten die Schwaben mit Sila, einem Unternehmen das neue Batteriematerialien entwickelt, zusammen.

Gleiche Batterie-Technologie wie bei Porsche

Das Besondere an den neuen Hochleistungszellen ist das Anodenmaterial mit einem hohen Silizium-Anteil, das Teile des sonst üblichen Graphits am negativen Pol des Akkus ersetzt. Der hohe Siliziumgehalt steigert die Energiedichte der Batterien, laut Hersteller ohne die Sicherheit oder andere Leistungsparameter zu beeinträchtigen. An Batteriezellen mit Silzium-Anoden arbeitet auch Porsche in einem Joint-Venture mit Customcells.

Mercedes und Sila versprechen eine 20-40-prozentige Steigerung der volumetrischen Energiedichte auf Zellebene im Vergleich zu heute handelsüblichen Zellen in vergleichbarem Format – über 800 Wh/l nennen die Partner als Wert, 500 Wh/l gelten derzeit als sehr gut. So lässt sich auf gleichem Raum erheblich mehr Energie speichern, was die Reichweite künftiger Mercedes-Modelle deutlich erhöhen soll.

Bislang lag der Fokus bei der Batterieentwicklung oft auch auf der gravimetrischen Energiedichte, die angibt, welches Gewicht ein Akku mit einer bestimmten Kapazität hat. Der 108 kWh-Akku im Mercedes EQS beispielsweise wiegt 692 kg. Über die gravimetrische Energiedichte der neuen Batterien für die elektrische G-Klasse machten die Partner keine Angaben.

Herstellung mit grüner Energie

Sila will die neuen Siliziumanodenmaterialien in seinem neuen Werk im US-Bundesstaat Washington zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien herstellen, Mercedes soll der erste öffentlich benannte Automobilkunde der Fabrik sein.

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Beide Unternehmen streben an, bis Mitte des Jahrzehnts eine Version der elektrischen G-Klasse mit erhöhter Reichweite mit der neuen Technologieoption für Batterien auszustatten.

Das sagen die Partner

Mercedes-Einkaufs- und -Entwicklungs-Vorstand Markus Schäfer sagte anlässlich der Bekanntgabe des neuen Projekts: "Sila hat seit der Gründung unserer strategischen Partnerschaft im Jahr 2019 einen weiten Weg zurückgelegt und seine Fähigkeit unter Beweis gestellt, nicht nur mit wissenschaftlichen Innovationen höchsten Ansprüchen zu genügen, sondern auch mit der Herstellung hochwertiger Materialien. Wir freuen uns, dass wir mit Sila einen führenden Partner haben, der uns mit seiner innovativen Anodentechnologie dabei helfen wird, unsere zukünftige Generation von elektrischen Luxusfahrzeugen anzutreiben. Das Erreichen einer derart hohen Energiedichte ist wahrhaft bahnbrechend und erlaubt es uns, bei der Entwicklung künftiger Elektroautos in völlig neue Richtungen zu denken. (…)".

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Gene Berdichevsky, Mitbegründer und CEO von Sila meinte: "Wir konzentrieren uns auf die Bereitstellung von Materialien, die kosteneffizient sind und das Leistungsversprechen von Elektrofahrzeugen einlösen können. Wir arbeiten daran, eine größere Energiereichweite, verbesserte Ladezeiten und niedrigere Batteriekosten pro kWh zu gewährleisten. Um das Potenzial von Materialien der nächsten Generation auszuschöpfen, ist die Skalierung ein entscheidender Teil der Realisierung. So haben wir von Anfang an auf Qualitätsstandards und Skalierung für die Automobilindustrie hingearbeitet. Mit unserem neuen Werk in Washington stellen wir sicher, dass wir die Anforderungen unserer Automobilpartner wie Mercedes-Benz beim Übergang in eine vollständig elektrische Zukunft erfüllen können".

Fazit

Mit Sila und mErcedes setzt eine weitere Kooperation neben Porsche und Customcells auf Akkus mit Silizium an der Anode. Das zeigt, dass die Hersteller je nach Segment auf immer mehr verschiedene Batterie-Technologien bauen. Lithium-Eisenphosphat-Zellen qualifizieren sich durch den günstigen Preis für billigere Fahrzeuge mit weniger Reichweitenbedarf, Natrium statt Lithium soll ebenfalls die Kosten senken und für besonders hohe Energiedichten kommen Akkus mit Silizium an der Anode oder Festkörper-Batterien ins Spiel, wobei letztere wohl noch eine längere Entwicklungszeit vor sich haben. Aber bis der Mercedes EQG auf den Markt kommt, werden ja mindestens auch noch drei Jahre vergehen.

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