Der M252 ist ein 1,5-Liter-Reihenvierzylinder-Motor mit Hybridtechnologie, der durch seine kompakte Bauweise besticht. Das Aggregat verfügt über ein Vollaluminium-Kurbelgehäuse und Nanoslide-beschichtete Zylinderlaufbahnen, die für geringeren Verschleiß sorgen. Der Zylinderkopf integriert einen teilintegrierten Abgaskrümmer, während der Turbolader mit einer Segmentturbine ausgestattet ist, um Abgasströme effizienter zu nutzen.
Eine zentrale Innovation ist das Miller-Verfahren, bei dem die Einlassventile früh schließen. Dies reduziert Drosselverluste im Teillastbereich und ermöglicht eine hohe Verdichtung von 12:1. Neben einer verbesserten Effizienz führt dies auch zu einer Reduktion von Stickoxid-Emissionen.
Die Hybridarchitektur des Motors kombiniert diesen Verbrenner mit einem elektrifizierten Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe (8F-eDCT). Der Elektromotor ist dabei direkt ins Getriebe integriert, zusammen mit Wechselrichter und weiteren Komponenten. Diese kompakte Bauweise spart Platz und Gewicht.
Leistungsstufen im CLA
Im Mercedes-Benz CLA wird der M252 in drei Leistungsstufen angeboten: CLA 180, CLA 200 und CLA 220. Das Einstiegsmodell CLA 180 bietet eine Systemleistung von 115 kW (156 PS) und ein Drehmoment von 280 Nm. Der CLA 200 steigert diese Werte auf 135 kW (184 PS) und 330 Nm Drehmoment. Die Top-Version CLA 220 erreicht beeindruckende 155 kW (211 PS) Systemleistung bei einem Drehmoment von 380 Nm.
Alle Varianten nutzen eine neu entwickelte Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazität von 1,3 kWh als Energiespeicher. Die Batterie unterstützt Funktionen wie Segeln bis zu einer Geschwindigkeit von 100 km/h sowie Rekuperation mit bis zu 25 kW Rückgewinnungsleistung.
Zusammenarbeit zwischen Mercedes-Benz und Geely
Die Produktion des M252 erfolgt in China durch Aurobay, eine Tochtergesellschaft von Geely. Diese Partnerschaft symbolisiert eine strategische Verschiebung innerhalb der Automobilindustrie: Deutsche Hersteller setzen zunehmend auf internationale Kooperationen, um Kosten zu senken und den Zugang zu neuen Märkten zu erleichtern.
Für Mercedes-Benz bedeutet dies nicht nur eine Kostenersparnis bei der Produktion, sondern auch den Zugriff auf technologische Ressourcen eines global agierenden Partners. Gleichzeitig stellt sich die Frage nach den langfristigen Auswirkungen auf deutsche Zuliefererbetriebe.
Bedeutung für den deutschen Markt
Die Entscheidung von Mercedes-Benz hat auch Signalwirkung für andere deutsche Hersteller. Sie zeigt, dass selbst Premium-Marken bereit sind, Kernkomponenten aus dem Ausland zu beziehen – ein Schritt, der vor wenigen Jahren noch unvorstellbar schien.
Für deutsche Zulieferer könnte dies jedoch Herausforderungen bedeuten: Die Verlagerung von Produktionskapazitäten ins Ausland könnte Arbeitsplätze gefährden und die Abhängigkeit von internationalen Partnern erhöhen. Andererseits eröffnet dies Möglichkeiten für technologische Synergien zwischen verschiedenen Märkten.












