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Aptera EV mit Teil-Solarantrieb: Erste Charge nach 24 Stunden ausverkauft

Aptera EV mit Teil-Solarantrieb Erste Charge nach 24 Stunden ausverkauft

Aptera ist zurück und die erste Charge des dreirädrigen Elektromobils ist ausverkauft – aber noch nicht auf der Straße. Seine per Solarzellen generierte Reichweite ist beeindruckend.

Seine erste Lebensphase hatte Aptera von 2005 bis zur Pleite 2011 – das windschnittige Elektrodreirad erregte zwar Aufmerksamkeit, fand aber anscheinend nicht genügend Investoren. 2019 folgte dann der zweite Anlauf mit einem überarbeiteten Modell, dass über Solarpanels zusätzlich Energie gewinnen kann. Jetzt ist das Kundeninteresse so groß, dass die erste Produktions-Charge in Höhe von 330 Autos bereits nach 24 Stunden ausverkauft war, wie die Washington Post berichtet. 7.500 weitere Kunden haben bereits eine Bestellung abgegeben, freut sich Aptera.

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Mit einem Einstiegspreis in Höhe von 25.900 Dollar (aktuell umgerechnet zirka 21.561 Euro) ist der Aptera EV vergleichsweise günstig.

Beeindruckende Reichweiten

Als Serienfahrzeug ist allerdings noch kein einziger Aptera EV unterwegs – die Auslieferungen sollen erst noch beginnen. Aber die angekündigten Fähigkeiten eines der effizientesten Elektroautos am Markt haben offenbar viele Interessenten überzeugt. Der Zweisitzer soll bis zu 177 km/h schnell sein und von null auf 97 km/h (60 Meilen pro Stunde) in 3,5 Sekunden spurten. Noch beeindruckender sind die Effizienzwerte: Bei einem klaren Sonnentag sollen die Solarzellen Energie für eine Reichweite von über 60 Kilometer liefern – mit einer Batterieladung sollen sogar 1.600 Kilometer Fahrt drin sein.

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Aufgrund seiner windschlüpfigen Form ist der Aptera EV sehr effizient.

Niedriger Preis

Der Preis für den Aptera EV mutet angesichts der Fahr- und Reichweitenwerte günstig an: 25.900 Dollar (aktuell umgerechnet zirka 21.561 Euro) soll das auffällige Gefährt kosten.

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Mit einer Batterieladung soll der Aptera EV bis zu 1.600 Kilometer weit kommen.

Prototyp schon länger in der Erprobung

Wann haben Sie sich das letzte Mal mit jemandem über elektrisch betriebene Dreiräder unterhalten? Möglicherweise noch nie. Möglicherweise ändert sich das jetzt. Das amerikanische Start-up Aptera plant das Comeback mit genau so einem Gefährt. Bereits 2009 hatten die Gründer einen Prototypen (2e, siehe Bildergalerie) vorgestellt, für den man gegen einige hundert Dollar sogar Vorbestellungen platzieren durfte. Erschienen ist das Fahrzeug allerdings nie.

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Von innen weniger futuristisch als von außen: 2009 stellte Aptera bereits einen Prototypen namens 2e vor. So weit ist der neue Entwurf noch nicht.

Schräge Konzepte mit immensen Leistungsdaten zu garnieren, zahlt meist nicht unbedingt auf die Glaubwürdigkeit ein. Dennoch: Aptera hat eine Neuauflage des 2e im hypothetischen Köcher – und der soll mit einer elektrischen Reichweite von bis zu 1.600 Kilometern aufwarten. Nicht weniger als die Konstruktion des effizientesten Elektroautos der Welt haben sich die drei Gründer da vorgenommen. Dass sie es zumindest mal mit der aerodynamischen Effizienz ernst meinen, zeigen schon die ersten Renderings. Wie schon beim 2e orientiert sich das Design an der Natur – präzise: am Körper eines Vogels.

Kapitalgeber gesucht

Für das Erreichen der ambitionierten Ziele, setzen die Unternehmer auf den technischen Fortschritt der vergangenen zehn Jahre. Und auf das Geld multipler Kapitalgeber – denn die ersten drei Prototypen, die für das kommende Jahr vorgesehen sind, verschlingen zunächst rund 2,5 Millionen Dollar. Warum gleich mehrere? Im Portfolio sollen unterschiedliche Ausführungen des Vogel-Fahrzeugs stehen, mit Batteriekapazitäten von 40 bis 100 kWh. Ein weiterer Mitspieler beim Sturm auf den Reichweitenrekord ist konsequenter Leichtbau. Die Ausführung mit dem kleinsten Akku soll nicht mehr als 800 Kilo wiegen.

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Wer jetzt Abstriche in puncto Sicherheit erwartet, irrt sich – also rein hypothetisch. Denn die Fahrgastzelle soll trotz niedriger Produktionskosten stärker sein, als bei allen anderen Autos. Sind schon ziemlich viele Superlative für ein Fahrzeug, das bislang lediglich auf dem Bildschirm existiert.

Fazit

Wo andere Hersteller oder Startups Elektro-Konzepte entwerfen, die besonders luxuriös oder außerordentlich stark motorisiert, setzt Aptera auf Eigenschaften, die E-Auto-Interessenten tatsächlich nach vorne bringt. Leichtbau und Reichweitenoptimierung sind sicher ein guter Ansatz. Aber auch gute Ansätze hatten schon viele, die danach nie ein Auto auf die Straße gebracht haben.

Die Kombination aus guten Fahrwerten, einer hohen Reichweite und einer zusätzlich vergleichsweise hohen Solar-Reichweite mit einem niedrigen Preis hat jetzt einen Run auf den Aptera EV ausgelöst. Der Ausverkauf von 330 Exemplaren innerhalb von 24 Stunden ist für Investoren ein gutes Zeichen – aktuell sieht es so aus, als wenn Aptera im zweiten Anlauf tatsächlich den Sprung zu einer ernsthaften Serienfertigung schaffen könnte.

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