In der aktuellen Crashtestrunde von EuroNCAP mussten mit dem BMW iX3 und dem Zeekr 7GT nur zwei Modelle antreten. Beide setzen ausschließlich auf Elektroantrieb und beide fahren, auch nach dem neuen weiter verschärften und hier erstmals angewendeten Testverfahren, ein überzeugendes Fünf-Sterne-Ergebnis ein.
BMW iX3 mit echt starkem Ergebnis
Der Neue Klasse-SUV der Bayern beeindruckte die Tester mit seinen herausragenden Ergebnissen sogar so stark, dass diese den neuen iX3 für den wohl sichersten BMW halten, der je zum Crashtest antreten musste. In der Kategorie "Sicheres Fahren" wurde der iX3 für seine physischen Bedienelemente für Blinker, Warnblinker, Hupe, Scheinwerfer und Gangwahl gelobt. Die Fahrerüberwachung erwies sich als effektiv, Geschwindigkeitsbegrenzungen wurden in 86 Prozent der Fälle korrekt erkannt und die Innenraumüberwachung kann Insassen sicher klassifizieren. Dafür gab es dann in diesem Kriterium eine 73-Prozent-Bewertung.
Auch im Punkt Unfallvermeidungstechnologien schnitt der neue iX3 mit einer 83-Prozent-Bewertung hervorragend ab. Der autonome Notbremsassistent (AEB) übertraf die neuen Euro-NCAP-Anforderungen deutlich und zeigte, wie gut sich Kollisionen zwischen Fahrzeugen, beim Abbiegen an Kreuzungen und bei Motorradunfällen mildern lassen. Der Schutz von Fußgängern und Radfahrern war exzellent, und auch die Spurhalteassistenten funktionierten einwandfrei.
Überzeugende Werte lieferte der iX3 auch bei der Insassensicherheit, wo er eine 86-Prozent-Bewertung einfahren konnte. Volle Punkte gab es dabei beim Seitenaufprall und der Kindersicherheit, fast volle Punkte beim Heckanprall, beim Frontalcrash gab es leichte Abzüge für zu hohe Belastungen im Brustbereich des Fahrers.
In der Kategorie "Sicherheit nach einem Unfall, erzielte der Elektro-SUV eine 95-Prozent-Bewertung. Das integrierte eCall-System koordiniert zuverlässig die Notrufe mit den Rettungskräften. Die elektrische Hochspannungsarchitektur gewährleistete eine einwandfreie Batterietrennung und auch die elektrisch betätigten Türgriffe blieben voll funktionsfähig.
Zeekr 7GT legt noch einen drauf
Noch bessere Werte lieferte allerdings der Zeekr 7GT, der als zweites Modelle gecrasht wurde. Das chinesische Elektromodell erreichte im Kriterium "Sicheres Fahren" eine 79-Prozent-Bewertung. Bestnoten holte der Zeekr mit seinem ausgeklügelten Fahrerüberwachungssystem, das sogar die falsche Verwendung des Gurts erkennt. Zusätzlich ist eine serienmäßige Kindersitzbelegungserkennung vorhanden, die Umstehende alarmiert, falls ein Kind im Fahrzeug zurückgelassen wird. Während die auf dem Touchscreen gebündelten Bedienfunktionen zu Abzügen führte, wurde 79 Prozent aller Geschwindigkeitsbegrenzungen richtig erkannt.

Der Zeekr 7GT erzielt eine überzeugende 5-Sterne-Wertung im EuroNCAP-Crashtest.
Beim Thema Unfallvermeidung erzielte der 7 GT eine herausragende 89-Prozent-Bewertung. Seine aktiven Sicherheitsassistenzsysteme reagierten zuverlässig und arbeiteten einwandfrei. Der Notbremsassistent (AEB) demonstrierte in einer Reihe gängiger Risikosituationen eine nahezu fehlerfreie Leistung und minimierte die Risiken von Frontal-, Rückwärts- und Kreuzungsunfällen. Das integrierte System zur Verhinderung des Öffnens von Türen warnte die Insassen erfolgreich davor, Türen in Richtung herannahender Radfahrer zu öffnen.
Überzeugend ist auch der Insassenschutz. Hier holte der Zeekr eine 93-Prozent-Bewertung. Er sicherte sich die Höchstpunktzahl bei den Seitenaufprallszenarien, erzielte viele Punkte bei den Frontalaufpralltests und im Punkt Kindersicherheit.
Im Bereich der Sicherheit nach einem Crash erreichte der 7GT mit 95 Prozent die gleiche Punktzahl wie der iX3. Er überzeugte durch automatische Hochspannungstrennung, automatische Türverriegelung und exzellentes Aufprallenergiemanagement. Die manuellen Türgriffe blieben unbeschädigt und ließen sich in allen Tests öffnen. Einen kleinen Abzug gab es lediglich, weil die TPS-eCall-Funktion nicht die maximale Punktzahl erreichte.












