Die US-Sicherheitsbehörde NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration) hat eine Voruntersuchung ("Preliminary Evaluation") zu Fahrwerksausfällen bei Tesla gestartet. Wie Reuters berichtet, überprüft die Behörde das Risiko, dass Fahrer die Lenk-Kontrolle über ihr Fahrzeug verlieren. Laut NHTSA könnte so ein Schaden also ein Auto fahrunfähig und einen Abschleppdienst nötig machen.
Welche Tesla-Modelle im Fokus stehen
Die NHTSA bezieht nach aktuellem Stand rund 1,2 Millionen Fahrzeuge in die Untersuchung ein. Sie nennt folgende Baureihen und Modelljahre:
Bauteil an der Vorderachse soll sich lösen können
In 156 Beschwerden an die NHTSA behaupten die Fahrer, dass sich der "front lower lateral link" (vorderer unterer Querlenker) an der Vorderachse lösen kann. Viele Fahrer berichten laut Behörde von einem abrupten Ausfall ohne Vorwarnung. Einige Nutzer hörten zuvor Geräusche, bevor das Bauteil versagte. Die NHTSA nennt derzeit keine Unfälle, Verletzten oder Todesfälle im Zusammenhang mit den gemeldeten Fällen.
Nächste Schritte
Die NHTSA klärt in dieser ersten Prüfphase Ursache, Umfang und Schwere des möglichen Defekts. Danach kann die Behörde die Untersuchung ausweiten und eine sicherheitsrelevante Abhilfe verlangen. Sollte die NHTSA einen Sicherheitsmangel feststellen, dürfte die Untersuchung in einem Rückruf münden.

Die US-Verkehrssicherheits-Behörde NHTSA untersucht, ob bei 1,2 Millionen Tesla-Modellen das Fahrwerk ausfallen kann (im Bild ein Tesla Model Y/Vor-Facelift der ersten Generation).
Tesla-Stellungnahme
Reuters meldete zunächst keine Reaktion von Tesla auf eine Anfrage. Auch wir haben Tesla um eine Stellungnahme gebeten und warten noch auf eine Antwort.












