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ADAC-Test Keyless-Systeme

Fast alle Autos sind leicht zu klauen

Der ADAC und der österreichische Partner ÖAMTC haben bei mittlerweile über 270 Fahrzeugen mit Keyless-Schließsystemen herausgefunden, dass fast alle getesteten Modelle leicht zu öffnen und zu stehlen sind.

„Mittlerweile wurden 273 Autos mit 'Keyless-Go' getestet und nur vier Modelle ließen sich nicht knacken. Die meisten Hersteller wollen oder können diese Sicherheitslücke scheinbar nicht schließen“, kritisiert ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl. „Aktuell sind Autos mit 'Keyless-Go'-System deutlich leichter zu stehlen als andere Fahrzeuge. Einzig vier Modelle von Jaguar bzw. Land Rover waren in unseren Tests nicht zu knacken. Es ist also möglich – die anderen Hersteller müssen hier rasch nachziehen“, fordert der Experte. Die Besitzer, so der Autoclub sollten zudem die Möglichkeit haben, die Funk-Funktion zu deaktivieren.

ADAC Keyless-Go-Test
ÖAMTC

Fundierte Kenntnisse, etwa zum Hacken oder Entschlüsseln von Daten, sind nicht notwendig, um ein mit „Keyless-Go“ ausgestattetes Fahrzeug zu öffnen. Dafür reicht ein frei und legal erhältlicher Reichweitenverlängerer, mit dem die Tester die Fahrzeuge in Sekundenschnelle öffnen und wegfahren konnten, ohne sichtbare Spuren zu hinterlassen.

Der Trick: Diebe müssen mit einem Gerät in der Nähe des Schlüssels sein und mit einem zweiten Gerät in der Nähe der Autotür. Die Funksignale werden so über mehrere hundert Meter verlängert, so der ADAC. Das funktioniert auch dann, so der Autoclub „wenn der Schlüssel im Haus liegt oder der Besitzer im Biergarten sitzt mit Schlüssel in der Hosentasche“. Beide Geräte, deren Bauteile auch in jedem Elektronikladen für rund 100 Euro zu kaufen sind, lassen sich mit geringem Aufwand bauen.

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Keine Einbruchsspuren

Läuft der Motor einmal, bleibt er bis der Tank leer ist auch in Betrieb. Gegebenenfalls kann der Dieb das Auto bei laufendem Motor tanken. Dadurch, dass keine Einbruchspuren am Fahrzeug zu sehen sind, laufen Fahrzeugbesitzer zudem Gefahr in den Verdacht des Versicherungsbetrugs zu kommen, wenn das geklaute Auto z.B. nach mit abgestorbenem Motor zurückgelassen wird.

Eine Methode sich zu schützen, sind entsprechende Schlüssel-Etuis, die Funkwellen blockieren. Hier muss der Fahrer aber den Schlüssel vor jedem Gebrauch wieder auspacken und anschließend einpacken.

Fazit

Perfekte Sicherheit gibt es nicht, aber die Autohersteller könnten mit einer simplen Abstell-Funktion am Schlüssel, das Risiko des Autoklaus durchaus minimieren.

Verkehr Verkehr Schlüssel Autoschlüssel früher und heute Vom Schlüssel zum Touchscreen

Autoschlüssel haben etwas Unscheinbares, oft werden sie vergessen.

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