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Bristol Cars: Britische Marke erneut vor Comeback

Bristol Cars Britische Marke erneut vor Comeback

Seit 73 Jahren baut der britische Autohersteller Bristol Cars mit einigen Unterbrechungen eigenwillige Sportwagen. Ende 2019 mussten die Briten erneut Konkurs anmelden. Dann wurde das Inventar des Autobauers verkauft. Jetzt soll es erneut einen Comeback-Versuch geben.

Der Autobauer Bristol blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Gestartet war Bristol 1875 als Hersteller von Straßenbahnen. Vor dem ersten Weltkrieg stieg man in die Produktion von Flugzeugen ein. Nach Kriegsende fielen hier aber die Aufträge weg und man suchte sich mit der Autoproduktion ein neues Betätigungsfeld.

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Wyles Hardy & Co.
Die Zeichnungen könnten bei Liebhabern hohe Preise erzielen.

Blütezeit in den 60er und 70ern

In der In seiner Blütezeit von Bristol Cars waren die britischen Fahrzeuge mit Chrysler-Technik zumindest beim britischen Establishment überaus beliebt. In den 1980ern begann der Niedergang. Die Fahrzeuge waren den Kunden technisch und optisch zu altbacken. Wechselnde Eigentümer und unrealistische Sanierungspläne gefährdeten das Unternehmen dauerhaft. 2011 musste Bristol Cars Insolvenz anmelden. Die Unternehmensreste gingen an einen neuen Besitzer – die Kamkorp Limited. Die hatten 2016 mit dem Bullet ein neues Modell vorgestellt. 2017 sollte der Bristol Bullet in Produktion gehen. Die Fertigung ist aber nie angelaufen.

Bristol Cars Insolvenz Verkauf
Wyles Hardy & Co
Der Bristol-Bullet-Prototyp von 2016 gehört zur Verkaufsmasse.

Käufer gesucht

Dann ging auch den neuen Besitzern endgültig das Geld aus. Bristol Cars wurde Ende 2019 unter Insolvenzverwaltung gestellt. Auch letzte Rettungsversuche scheiterten. Dann wurde der Autobauer abgewickelt um die Gläubigeransprüche zufrieden zu stellen.

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Wyles Hardy & Co.
Selbst das Bristol-Firmenlogo steht zum Verkauf. Bei einer englischen Automarke wäre es nicht überraschend, wenn sie jemand wieder aufleben lässt.

Insolvenzverwalter Wyles Hardy & Co offerierte alle Bristol-Vermögenswerte, den Markenamen und alle damit verbundenen geistigen Eigentumsrechte von Bristol Cars Limited. Im Paket enthalten waren auch viele alte und neue Konstruktionszeichnungen, ein Bristol Bullet-Prototyp von 2016, verschiedene Werkzeuge und Ersatzteile. Ein Kaufpreis wurde seinerzeit nicht genannt.

Comeback mit zwei alten und einem neuen Modell

Bristol Fighter
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Mit einem aufgefrischten Fighter will Bristol erneut durchstarten.

Gekauft hat die Bristol-Überreste der britische Immobilienunternehmer und Bristol-Fan Jason Wharton. Und der will die Marke jetzt erneut wiederbeleben. Geplant ist eine Art Manufakturproduktion. Schon im Jahr 2022 sollen das zweisitzige Modell Fighter und der Viersitzer 411 in leicht überarbeiteter Form wieder in Produktion gehen – allerdings nur acht Exemplare je Modell. Beide werden mit 6,4-Liter-V8-Hemi-Motoren von Chrysler ausgerüstet. Etwa 2025 plant Wharton mit dem Buccaneer ein erstes neues Modell im klassischen GT-Stil mit vier Sitzplätzen an den Start zu bringen. Das wird keine komplette Eigenkonstruktion, sondern in der Basis auf ein bestehendes Großserienmodell zurückgreifen. Auch wenn die britische Regierung bereits ab 2030 Neuwagen mit Verbrennermotoren verbieten will, hält Wharton einen V8 für die einzig richtige Motorisierung.

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Fazit

Bristol ist eine tapfere kleine britische Automarke, die lange mit auf unfassbar alter Technik basierenden und ebenso unfassbar teuren Autos überlebt hat. Nach dem wiederholten Aus der Marke standen die Reste des Unternehmens zum Verkauf.

Der neue Besitzer möchte die Marke zu neuem Leben erwecken. Man darf gespannt sein, wie lange Atem bei diesem Comebackversuch reicht.

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