Dacia schlägt alle: Mit diesen Gebraucht-Benzinern fahren Sie am günstigsten

Dacia schlägt alle
Diese Gebraucht-Benziner fahren am günstigsten

ArtikeldatumVeröffentlicht am 20.03.2026
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Gebrauchtwagencheck Dacia Sandero 2
Foto: Sven Krieger

Der Kaufpreis eines Autos ist zwar meist der größte Posten in der Kostenliste, aber er sagt wenig darüber aus, wie teuer der tägliche Einsatz wirklich ist. Dafür entscheidend sind die Unterhaltskosten, und die haben viele Autofahrer nicht auf dem Schirm. Der ADAC hat in einer umfangreichen Untersuchung herausgefunden, mit welchen 30 Autos Gebrauchtwagenkäufer am günstigsten fahren. Wenig überraschend ist die Budget-Marke Dacia ganz vorn, interessant ist aber das gute Abschneiden einiger Modelle aus der unteren Mittelklasse, vorrangig aus dem Volkswagen-Konzern. Und trotz der höheren Fixkosten (Steuer, Versicherung) haben es auch einige Diesel in die von Benzinern dominierte Günstig-Liste geschafft.

Unter 300 Euro kommt keiner

Grundlage der Berechnung ist ein Nutzungsszenario, das auf viele Autofahrer zutrifft: ein drei Jahre alter Gebrauchtwagen, der über einen Zeitraum von fünf Jahren gefahren wird. Die jährliche Laufleistung liegt bei 15.000 Kilometern. Berücksichtigt werden sämtliche laufenden Kosten, darunter Ausgaben für Kraftstoff, Öl, AdBlue und Pflege, ebenso wie Fixkosten für Steuer und Versicherung sowie Werkstattkosten für Inspektionen, Verschleißteile und Reifen. Den Wertverlust hat der ADAC dabei nicht berücksichtigt, da er nach drei Jahren nicht mehr so stark ausfällt und für viele Käufer eine geringere Rolle spielt als die laufenden Ausgaben.

Fahrzeuge aus dem Segment der Kleinst- und Kleinwagen dominieren die Rangliste. Ihr geringes Gewicht und die meist einfacheren Motorisierungen wirken sich direkt auf den Verbrauch und damit auf die Betriebskosten aus. An der Spitze steht eine Variante des Dacia Sandero mit LPG-Antrieb (Flüssiggas). Mit monatlichen Kosten von 318 Euro setzt sich das Modell deutlich an die Spitze. Entscheidend ist dabei die Nutzung von Autogas als Kraftstoff, das im Vergleich zu Benzin deutlich günstiger ist. Der Motor erlaubt zwar auch den Betrieb mit Benzin, doch steigen die Kosten in diesem Fall entsprechend an.

Mazda auf Platz 2

Auf den folgenden Plätzen finden sich konventionell angetriebene Modelle, die ebenfalls niedrige Verbrauchswerte und überschaubare Wartungskosten kombinieren. Der Mazda 2 Hybrid liegt mit rund 325 Euro monatlich nur knapp hinter dem Spitzenreiter. Auffällig ist dabei, dass der praktisch baugleiche Toyota Yaris im Ranking weiter hinten erscheint, was auf Unterschiede bei Werkstatt- und Betriebskosten hindeutet. Mit dem Skoda Scala auf Rang drei taucht zudem ein Vertreter der unteren Mittelklasse in den Top-Platzierungen auf. Er bleibt mit rund 332 Euro monatlich ebenfalls auf niedrigem Kostenniveau.

Ein Blick auf die Liste zeigt darüber hinaus zahlreiche Modelle aus dem Volkswagen-Konzern. Fahrzeuge wie Skoda Fabia, Seat Ibiza oder VW Polo basieren auf einer gemeinsamen technischen Plattform und nutzen identische oder sehr ähnliche Motoren. Entsprechend gering sind die Unterschiede bei den laufenden Kosten. Auch die darüber liegenden Modellreihen wie Seat Arona oder Skoda Kamiq bewegen sich in vergleichbaren Regionen.

Golf Variant in den Top 30

Trotz der Dominanz kleiner Fahrzeuge finden sich auch Modelle mit größerem Platzangebot unter den günstigen Kandidaten. Der VW Golf Variant etwa erreicht mit rund 346 Euro monatlich einen Platz im Mittelfeld der Top 30. Damit bleibt auch ein kombitypisch geräumiges Fahrzeug in einem Kostenbereich, der für viele Haushalte kalkulierbar ist. Ähnliches gilt für weitere Vertreter der unteren Mittelklasse wie den Seat Leon Sportstourer oder den klassischen VW Golf, die ebenfalls in der Auswertung auftauchen.

Die Motorisierung erweist sich als zentraler Faktor für die laufenden Kosten. Kleinvolumige, effizient arbeitende Aggregate senken nicht nur den Kraftstoffverbrauch, sondern reduzieren auch Wartungsaufwand und Verschleiß. Gleichzeitig profitieren diese Fahrzeuge häufig von günstigeren Versicherungseinstufungen. Neben der Technik beeinflusst jedoch auch die Nutzung das Kostenniveau. Ein Beispiel ist der LPG-Antrieb des Spitzenreiters: Sein Vorteil entfaltet sich nur bei konsequenter Nutzung des günstigeren Kraftstoffs.

Werkstattkosten vergleichen

Ein weiterer Hebel liegt in der Wartung. Der ADAC verweist darauf, dass Werkstattkosten regional deutlich variieren können. Unterschiede von mehreren hundert Euro zwischen städtischen und ländlichen Betrieben sind möglich. Wer vor anstehenden Inspektionen oder Reparaturen mehrere Angebote einholt, kann die laufenden Kosten zusätzlich senken.

Fazit