In Nordamerika ist der aktuelle Dodge Charger bereits seit 2024 im Handel. Pünktlich zum 60. Jubiläum findet das amerikanische Muscle-Car als zweitüriges Coupé sowie als viertürige Limousine seinen Weg auch nach Europa. Zudem bietet Dodge einen Sechszylinder-Benziner in zwei Leistungsstufen oder einen rein elektrischen Antrieb, ebenfalls in zwei Varianten. Alle Modelle verfügen serienmäßig über Allradantrieb.
Den Einstieg bei den Verbrennern markiert der neue Charger "Sixpack" mit einem 3,0-Liter-Reihensechszylinder mit Biturbo-Aufladung. In der Standard-Version leistet das Aggregat 420 PS. Die High-Output-Variante im Charger Scat Pack stellt 550 PS bereit und löst damit für Europa die bisherigen Hemi-V8-Motoren ab.
Als elektrische Alternative positioniert Dodge den Charger Daytona. Das Basismodell R/T kommt auf eine Systemleistung von 536 PS. Das vorläufige Topmodell, der Charger Daytona Scat Pack, liefert 670 PS und ist damit eines der leistungsstärksten vollelektrischen Muscle-Cars auf dem Markt.
60 Jahre Muscle-Car-Geschichte
Die Historie des Charger beginnt 1966, als Dodge das Modell als zweitüriges Fastback-Coupé auf den Markt bringt. Positioniert zwischen dem Ford Mustang und dem Ford Thunderbird, zielt der erste Charger auf eine Käuferschaft, die ein sportliches Fahrzeug mit gehobener Ausstattung sucht. Das Motorenangebot umfasst ausschließlich V8-Aggregate, an deren Spitze der legendäre 7,0-Liter-Hemi-V8 mit 425 PS steht.
Die zweite Generation ab 1968 erlangt noch größere Beliebtheit. Mit ihrem sogenannten "Coke-Bottle-Design", einer Karosserieform mit geschwungenen Kotflügeln und einer schmaleren Fahrzeugmitte, prägt sie das Bild des klassischen Muscle-Cars. Als Gegenspieler des Ford Mustang im Filmklassiker "Bullitt" und als orangefarbener "General Lee" in der Serie "Ein Duke kommt selten allein" wird dieses Modell zur Popkultur-Ikone. Bis heute greift Hollywood, etwa in der "Fast & Furious"-Filmreihe auf diesen Charger zurück.
Parallel festigt Dodge den Ruf des Chargers im Motorsport. Für die NASCAR-Rennserie entsteht 1969 der Charger Daytona, ein Homologationsmodell mit einem markanten, hohen Heckflügel und einer aerodynamischen Frontpartie. Er gehörte zu den ersten Fahrzeugen, die in einem offiziellen Rennen die 200-Meilen-Marke (ca. 322 km/h) knacken.
In den 1970er-Jahren wandelt sich der Charakter des Chargers. Strengere Abgasvorschriften und die Ölkrise führen dazu, dass sich der Fokus von reiner Leistung auf mehr Komfort verschiebt. Der Charger entwickelt sich zu einem Personal Luxury Coupé. Nach einer Produktionspause wird der Name in den 1980er-Jahren kurzzeitig für einen kompakten Sportler mit Frontantrieb auf Basis des Dodge Omni wiederverwendet.
Erst 2006 kehrt der Charger als viertürige Limousine auf den Markt zurück. Obwohl die Karosserieform für Puristen zunächst einen Bruch mit der Tradition darstellte, knüpfte das Modell mit Heckantrieb und den wieder eingeführten Hemi-V8-Motoren erfolgreich an die ursprüngliche Performance-Tradition an.
Vertrieb über spezialisierten Importeur
Der Vertrieb und Service der neuen Charger-Generation in Europa erfolgt nicht über das reguläre Stellantis-Händlernetz. Diese Aufgabe übernimmt der offizielle Importeur KW Automotive mit seinen autorisierten Händlern. Die Versorgung mit Ersatzteilen stellt das Unternehmen Iron Parts sicher.












