E-Auto-Prämie: Skoda und Cupra stromern an VW vorbei

E-Auto-Prämie Zwischenbilanz
VW wird von seinen Schwestermarken ausgebremst

ArtikeldatumVeröffentlicht am 13.08.2026
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Skoda Enyaq und VW ID.4
Foto: Achim Hartmann/Canva

Seit dem 19. Mai 2026 können Förderanträge für die neue E-Auto-Prämie gestellt werden. Bearbeitet werden diese bei der BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle), die auch das komplette Förderungsprogramm protokolliert und regelmäßig Kennzahlen dazu veröffentlicht.

Zum 1. August 2026 meldet die BAFA insgesamt 26.875 bereits bewilligte Anträge. Gestellt wurden allerdings schon über 100.000. Die Summe an bislang ausbezahlten Fördermittel beziffert die BAFA auf 117 Millionen Euro.

Förderschwerpunkt liegt in Europa

Betrachtet nach Herstellern flossen die meisten Prämien dabei für Fahrzeuge aus dem Volkswagen-Konzern. Gefördert wurden insgesamt 6.239 Autos von VW und seinen Tochtermarken. Nummer zwei in der Herstellerliste ist Tesla (4.590) vor Stellantis (3.838), Hyundai Gruppe (2.973) und der Renault Group (1.659). Der erste chinesische Anbieter steht mit Leapmotor und 1.456 bewilligten Anträgen auf Rang 6. Der einzig weitere Chinese in den Top 10 ist BYD mit 1.338 bewilligten Anträgen knapp vor der BMW Group (1.324), Ford (968) und Toyota (393). Der Mythos, dass die Fördergelder überwiegend an chinesische Autobauer fließen, ist damit wohl widerlegt.

Tesla liegt vorn

Der granularere Blick auf die einzelnen Marken zeigt Tesla als Spitzenreiter. Bei den Amerikanern liegt das Modell Y, das für den europäischen Markt im Werk Grünheide bei Berlin produziert wird, klar vor dem Model 3 (kommt aus den USA und China). Im Hause Volkswagen regiert allerdings nicht die Stammmarke VW. Die meisten Förderanträge sind für Modelle von Skoda (2.636) gestellt worden. Das zweitliebste Kind der Elektroautokäufer aus dem VW-Konzern ist Cupra (1.617). Erst auf Rang drei der hausinternen Hitliste steht VW mit 1.473 bewilligten Anträgen.

Lieber Skoda und Cupra als VW

Besonders angetan haben es den Skoda-Käufern dabei die Modelle Elroq und Enyaq – gerne in den leistungsstarken Varianten. Beim Label Cupra punkten vor allem der Tavascan, den VW in China fertigen lässt sowie der Born, wobei auch der VW-ID.-3-Bruder gerne mit einem etwas dickeren E-Antrieb gewählt wird. Der Blick auf VW zeigt, dass hier bevorzugt zum ID. 3 gegriffen wird – allerdings meistens in einer Leistungsstufe kleiner als bei der Konzernschwester Cupra.

Im direkten VW-Konzern-Markenvergleich zeigt sich, dass E-Auto-Käufer offensichtlich bei Skoda und auch bei Cupra das bessere Elektroauto-Paket zum besseren Preis vermuten. Kunden greifen eher zum Cupra Born als zum VW ID. 3, oder eher zum Skoda Elroq und Skoda Enyaq als zum VW ID. 4.

Fazit