Die Fahrzeuge tragen farblich an den Lack angepasste Polizeimarkierungen, die tagsüber kaum auffallen, bei Lichteinfall in der Dunkelheit jedoch stark reflektieren. Dadurch sollen Verkehrssünder die Fahrzeuge erst spät als Streifenwagen erkennen, sie bleiben aber als Polizei-Fahrzeuge erkennbar.
6 Shadow Cars mit echter Polizei-Ausrüstung
Zur neuen Flotte gehören zwei Subaru Outback, zwei Toyota Kluger (die australische Version des Toyota Highlander) sowie zwei Toyota Land Cruiser 300. Technisch entsprechen sie regulären Fahrzeugen der Verkehrspolizei. Zur Ausstattung gehören unter anderem Geschwindigkeitsmesstechnik sowie Geräte für Alkohol- und Drogentests. Sichtbare Blaulichter auf dem Dach gibt es nicht, stattdessen sind die Warnleuchten unauffällig im Kühlergrill und hinter der Frontscheibe untergebracht.
Die neue Flotte ergänzt dabei die bisherigen, deutlich sichtbareren Streifenwagen.
Verkehrssünder dürfen sich nicht sicher fühlen
Polizeichef Grant Stevens bezeichnete die Fahrzeuge als zusätzliche Möglichkeit, gefährliches Fahrverhalten frühzeitig zu erkennen. Gleichzeitig sollten sie eine abschreckende Wirkung entfalten, weil Autofahrer nicht mehr sicher sein könnten, einen Streifenwagen sofort zu erkennen.
Bereits wenige Tage nach der Einführung meldete SAPOL erste Ergebnisse einer dreitägigen Kontrollaktion. Dabei registrierten die Beamten 25 Drogenfahrer, stellten 52 Bußgeldbescheide aus, beschlagnahmten 27 Fahrzeuge und entzogen 24 Fahrern unmittelbar den Führerschein. Zwei Fahrzeuge wurden sichergestellt.
Südaustralien mit hohen Unfallzahlen
Nach Angaben der Polizei kommen die Shadow Cars sowohl in Ballungsräumen als auch in ländlichen Regionen zum Einsatz. Kontrolliert werden vor allem Geschwindigkeitsverstöße, Alkohol- und Drogenfahrten, Ablenkung am Steuer sowie andere gefährliche Fahrmanöver.

Die Shadow-Polizeiautos sind tagsüber nicht so gut als Polizeifahrzeuge erkennbar.

Nachts reflektieren die Markierungen besser.
Hintergrund der Maßnahme sind die Unfallzahlen im Bundesstaat. Bis Anfang Juli 2026 kamen auf den Straßen Südaustraliens bereits 61 Menschen ums Leben. Nach Angaben von SAPOL spielten Alkohol bei zehn Prozent der tödlichen Unfälle, Drogen bei 21 Prozent und gefährliches Fahrverhalten bei 36 Prozent eine Rolle.












