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Honda löst Rückrufwelle aus

Honda löst Rückrufwelle aus 1,44 Millionen Fahrzeuge betroffen

Vier Rückrufe zur selben Zeit sorgen bei Honda für Kopfschmerzen. Insgesamt sind allein in den USA 1.435.885 Fahrzeuge betroffen. In Deutschland müssen 24.975 Autos in die Werkstätten.

Gleich vier separate Rückrufaktionen mit 1.435.885 betroffenen Fahrzeugen sorgen bei Honda in den USA für Aufsehen – wobei sich zwei Rückrufaktionen mit dem selben Problem befassen. Sie behandeln ein mögliches Brechen der Antriebswelle bei den Honda-Modellen Accord (2013 – 2015), Civic Hybrid (2012), Fit (2007 – 2014) und den Acura Modellen ILX (2013 – 2015) sowie ILX Hybrid von 2013. Insgesamt sind allein von diesen beiden Rückrufen 430.000 Fahrzeuge in den USA betroffen. Die Fall-Nummern der NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration) lauten 20V-769 und 20V-770.

Die erste Lösung war unzureichend

268.652 Fahrzeuge des Typs Honda CR-V von 2002 bis 2006 dürfen wegen des Rückrufs mit der Fallnummer 20V-768 in die Werkstatt. In Deutschland sind 24.975 Fahrzeuge betroffen. Bei Feuchtigkeitseintritt in die Elektronik der elektrischen Fensterheber können Brände entstehen. Das ist besonders ärgerlich, da genau dieser Rückruf bereits eine eigene Historie aufweist, die ihren Anfang am 4. Oktober 2012 nahm. An dem Tag reichte der japanische Automobilhersteller einen Fehlerinformationsbericht bei der NHTSA ein, der dort unter der Nummer 12V-468 bekannt ist. Beim Werkstattbesuch tauscht nun Honda den Hauptschalter des elektrischen Fensterhebers aus. Der Werkstattaufenthalt soll eine Stunde in Anspruch nehmen.

Honda CR-V 1.6 i-DTEC 4WD, Typenbezeichnung
Dino Eisele
Der erste Rückruf des CR-V war unzureichend durchgeführt.

Hondas damalige Butylband-Lösung hat ganz offenbar nicht lang gehalten. In der Rückruf-Dokumentation der NHTSA ist der Begriff "unzureichend" zu lesen. Das Resultat: Die Fahrzeugbesitzer müssen für mindestens eine Stunde in die Werkstatt, um die Schalttafel komplett wechseln zu lassen. Und das ist auch gut so. Denn bis Ende November 2020 gab es in diesem Zusammenhang bereits 16 Brände und 87 thermische Ereignisse – bislang ohne bekannte Verletzungen.

Software-Probleme bei 737.233 Fahrzeugen

Den größten Rückruf hat Honda seiner Body Control Module-Software zu verdanken. Im Rahmen der Fall-Nummer 20V-771 müssen 737.233 Fahrzeuge der Honda Modelle Accord (2018 – 2020), Accord Hybrid (2018 – 2020) und Insight (2019 – 2020) zur Vorstellung in eine Werkstatt. Der Software-Fehler kann zu einer fehlerhaften Kommunikation zwischen dem Hauptcomputer und unterschiedlichen Komponenten wie den Scheibenwischern, der Rückfahrkamera, dem Enteiser, den Beleuchtungseinheiten und den elektrischen Fensterhebern führen.

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Gleich vier separat von der NHTSA geführte Rückrufaktionen sorgen bei Honda-Besitzern in den USA aktuell für Kopfschmerzen. Einer davon ist auch für Deutschland relevant und betrifft fast 25.000 Fahrzeuge.

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