Meistverkauftes Auto der USA: Ford F-150 Pickup muss sich einem Japan-SUV beugen

Meistverkauftes Auto der USA
Ford F-150 muss sich einem Japan-SUV beugen

ArtikeldatumVeröffentlicht am 05.07.2026
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Über Jahrzehnte war die Spitze des US-Automarkts fest vergeben. Meist führte der Ford F-150 die Verkaufsstatistik an, zuletzt hatte der Toyota RAV4 dem Pick-up den Rang abgelaufen. Zur Halbzeit des Jahres 2026 steht nun jedoch ein anderes Modell ganz oben: Der Honda CR-V ist von Januar bis Juni das meistverkaufte einzelne Fahrzeugmodell in den USA.

Nach den von GlobalData veröffentlichten Marktdaten wurden im ersten Halbjahr 226.114 Honda CR-V verkauft. Damit übertrifft der Kompakt-SUV den Ford F-150, der auf geschätzte 209.311 Einheiten kommt. Rang drei belegt der Chevrolet Silverado 1500 mit 194.807 Fahrzeugen, gefolgt vom Toyota RAV4 mit 153.955 Verkäufen.

Der Führungswechsel ist allerdings weniger auf einen plötzlichen Nachfrageeinbruch bei den bisherigen Spitzenreitern zurückzuführen als auf Produktions- und Lieferprobleme. Beim Ford F-150 begrenzten Engpässe in der Aluminiumversorgung die Fertigung. Hintergrund ist unter anderem ein Brand in einem Werk des Zulieferers Novelis im Herbst 2025, der die Lieferkette beeinträchtigte. Die Produktion wurde dadurch über Monate eingeschränkt.

*Die Werte für Ford F-150 und Chevrolet Silverado 1500 sind Schätzungen von GlobalData, da Ford und General Motors nur die gesamten Baureihen (F-Series bzw. Silverado) veröffentlichen.

Toyota kämpft beim RAV4 dagegen mit den Folgen des Modellwechsels auf die sechste Generation. Die Umstellung der Fertigung in Werken in Japan und Nordamerika führte zu deutlich geringeren Produktionszahlen und entsprechend knapper Verfügbarkeit im Handel. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gingen die Verkäufe des RAV4 dadurch um 36 Prozent zurück.

Honda profitiert

Honda profitierte von dieser Situation, hatte aber auch eigene Faktoren auf seiner Seite. Der Hersteller hielt die Verfügbarkeit des CR-V vergleichsweise stabil, bot kontinuierliche Verkaufsanreize und setzte verstärkt auf Hybridvarianten. Im Juni entfielen bereits mehr als die Hälfte der CR-V-Verkäufe auf Hybridmodelle. Allerdings meldet Honda trotz der hohen Nachfrage inzwischen ebenfalls knappe Lagerbestände und produziert den CR-V in seinen nordamerikanischen Werken mit hoher Auslastung.

Ob der Führungswechsel bis zum Jahresende Bestand haben wird, bleibt offen. Mit einer Normalisierung der Produktion bei Ford und Toyota dürfte sich der Wettbewerb an der Spitze wieder verschärfen. Zur Jahresmitte 2026 steht jedoch erstmals der Honda CR-V an der Spitze der US-Verkaufsstatistik.

Hinweis: In der Bildergalerie zeigen wir Ihnen den auto motor und sport-Vergleichstest zwischen Ford Kuga, Nissan X-Trail und Honda CR-V.

Fazit