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Porsche, Here und Vodafone testen Echtzeit-Warner

Porsche, Here und Vodafone testen neue Technologie Gefahrenwarnung in Echtzeit für mehr Sicherheit

Ein neuer Sicherheitsassistent soll Autofahrer in Echtzeit vor gefährlichen Situationen warnen, bevor er sie erkennt. Porsche erprobt gemeinsam mit Here Technologies und Vodafone die dafür notwendige Technologie.

Porsche möchte das Autofahren in Zukunft durch den Einsatz eines Echtzeit-Warnsystems bei unübersichtlichen Verkehrssituationen sicherer machen. Noch bevor Sensoren, Kameras oder der Fahrer selbst eine Situation erkennt und die entsprechende Reaktion einleiten kann, sollen Informationen anderer Verkehrsteilnehmer vor möglichen Gefahren warnen.

Gemeinsam mit dem Kartendienstleister Here Technologies und dem Mobilfunkanbieter Vodafone erprobt Porsche, wie man mit dem 5G-Standard und hochpräziser Lokalisierung Verkehrsunfälle vermeiden kann.

Miteinander vernetzte Fahrzeuge kennen ihre Positionen. Sollte ein Fahrzeug hinter einer unübersichtlichen Kurve stehen oder die Sicht darauf durch andere Fahrzeuge verdeckt sein, soll künstliche Intelligenz nicht nur die Daten von Kameras und Sensoren erfassen, sondern auch mit Hilfe der präzisen Karten von Here die Gefahrensituation genau lokalisieren können. Der Fahrer eines folgenden Autos kann dann umgehend eine Warnung erhalten und somit einen möglichen Unfall vermeiden. Der 5G-Mobilfunkstandard soll helfen, diese Informationen ohne Verzögerungen zu übermitteln.

Schneller ohne Zentralrechner

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Die ersten Erprobungen des Systems werden in einem Testzentrum durchgeführt.

Das Zusammenspiel der einzelnen Systemkomponenten wird im Vodafone 5G Mobility Lab im Aldenhoven (Nordrhein-Westfalen) getestet. "Wenn Autos sich gegenseitig in Echtzeit vor Gefahren warnen, kann das Menschenleben retten", sagt Michael Reinartz, Innovationschef bei Vodafone Deutschland. "5G und die Datenverarbeitung am Straßenrand helfen Gefahrenhinweise verzögerungsfrei zu übermitteln und den Straßenverkehr noch sicherer zu machen. Das testen wir aktuell unter Alltagsbedingungen."

Dabei spielt er auf das Multi-Access Edge Computing (MEC) an. Hier werden die Daten nicht in einem zentralen Rechenzentrum verarbeitet, sondern direkt in den betroffenen Fahrzeugen. Nur so kann der Datenaustausch in Echtzeit erfolgen, was in Gefahrensituationen wichtig ist. Die Latenzzeiten sollen bei unter zehn Millisekunden liegen. Zum Vergleich: Ein Lidschlag dauert mit gut 300 Millisekunden deutlich länger.

In einem zweiten Schritt wollen Porsche, Here Technologies und Vodafone das Echtzeit-Warnsystem nicht nur unter Laborbedingungen, sondern auch in Alltagssituationen testen. Wann entsprechende Assistenten ihren Weg in die Serienproduktion finden, ist noch nicht bekannt.

Fazit

5G, hochpräzise Karten und Lokalisierungsdienste sowie eine dezentrale Datenverarbeitung sollen helfen, Unfälle zu vermeiden. Porsche testet gemeinsam mit Here Technologies und Vodafone ein Echtzeit-Warnsystem.

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