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Stellantis: Neue STLA-E-Plattformen für Alfa, Jeep, Opel & Co.

Tavares krempelt Stellantis technisch um Neue STLA-E-Plattformen für Alfa, Jeep, Opel & Co.

Vier neue E-Plattformen kommen ab 2023 zum Einsatz. Sie verfügen über Reichweiten zwischen 500 und 800 Kilometer.

Nach dem Zusammenschluss von PSA und FCA Anfang 2021 zum Stellantis-Konzern krempelt Konzernchef Carlos Tavares seine 14 Marken mit über 110 Modellen kräftig um. Künftig bauen die Modelle von PSA (u.a. Peugeot, Citroën und Opel) sowie FCA (u.a. Fiat, Chrysler, Jeep) nur noch auf vier STLA-(Stellantis Architecture)-Plattformen auf, die allesamt für reinen Elektroantrieb bzw. als Plug-in-Hybride ausgelegt sind.

Stellanis STLA Plan
Stellanis

Neue eCMP2 lebt nur vier Jahre

Konkret sind das die STLA Small für Kleinst- und Kompakt-Pkw (Segmente A/B/C). Es folgen die STLA Medium für die Modelle der Kompakt- und Mittelklasse (C/D) sowie die STLA Large (D/E) für die Mittel- und obere Mittelklasse. Als vierte Plattform für große SUV und Pick-ups auf Leiterrahmen ist die STLA Frame zuständig – sie ist nochmals unterteilt nach Elektro-Plattform und einer Basis für reine Verbrennungs-Aggregate.

Bereits ab 2023 bauen neue Modelle aus dem Konzern auf den Medium- und Large-Plattformen auf; es folgen 2024 die Frame-Basis und 2026 die STLA Small. Letzteres bedeutet: Die erst ab 2022 modifizierte eCMP2-Plattform für die Kleinst-, Klein- und Kompaktwagen hat nur eine Haltbarkeit bis zu diesem Zeitpunkt.

Große Autos mit großer Reichweite

Elektromodelle auf der STLA Small sollen nach Angaben von Tavares rund 500 Kilometer Reichweite haben, STLA Medium kommt auf 700 Kilometer und STLA Large auf 800 Kilometer. Die großen SUV und Pick-ups auf der STLA Frame fahren bis zu 500 Kilometer weit.

Stellanis STLA Komponenten
Stellanis

Die Akkus für die neuen Plattformen stammen aus dem Stellantis/Saft-Joint Venture ACC (Automotive Cell Co.). Ab 2023 startet die Produktion im nordfranzösischen Douvrin, in Kaiserslautern rollt die Akku-Fertigung ab Ende 2025 an. Beide Standorte sollen pro Jahr eine Kapazität von 50 GWh produzieren. Die Batteriegehäuse und die Akku-Steuerung werden Inhouse entwickelt und gebaut, die Elektromotoren stammen hingegen wieder aus einer Kooperation. Hier hat sich Stellantis mit dem japanischen E-Motor-Bauer Nidec zu dem Joint Ventrue E-Motors zusammengetan. In einer weiteren Partnerschaft bauen Stallantis und Punch Powertrain Getriebeeinheiten.

Stellanis Giga-Factory
Stellanis

Bis 2030 will der Stellantis-CEO in Europa die Quote der elektrifizierten Pkw von derzeit 14 auf 70 Prozent erhöhen, für die USA sieht er die Steigerung von vier auf 35 Prozent vor. Ab 2030 soll es dann für alle Modelle eine elektrifizierte Version geben.

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Stellantis-Konzernchef Carlos Tavares räumt auf und versucht, den Mega-Konzern fit für die Zukunft zu machen. Dazu gehört zwingend eine Elektro-Strategie, die er mit nur vier Plattformen für seine 14 Marken mit bis zu 110 Modellen umsetzen will. Und das mit ziemlichem Tempo. Schon 2023 bauen die ersten Modelle auf einer der neuen STLA-Plattformen auf. Wie rigoros Tavares vorgeht, zeigt auch, dass die neu entwickelte eCMP2-Plattform, die ab 2022 bei Kleinst-, Klein- und Kompakt-Modellen zum Einsatz kommt, schon nach nur vier Jahren aus dem Programm fliegt.

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