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Unfallstatistik für Deutschland 2021

Unfallstatistik für Deutschland 2021 Anzahl der Unfallopfer auf historischem Tiefstand

Im September 2021 sind in Deutschland 268 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen ums Leben gekommen. Das waren zwei Verkehrstote weniger als im September 2020. Für das erste Halbjahr 2021 melden die Statistiker 1.128 Verkehrstote – 162 weniger als in den ersten sechs Monaten 2020. Damit starben so wenige Menschen im Straßenverkehr wie noch nie seit der Wiedervereinigung.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, ist die Zahl der Verletzten im September 2021 gegenüber dem Vorjahresmonat um ein Prozent auf rund 35.900 gesunken. Von Januar bis September 2021 erfasste die Polizei insgesamt rund 1,67 Millionen Straßenverkehrsunfälle. Das waren ein Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Darunter waren rund 189.900 Unfälle mit Personenschaden (- 8 %), bei denen 1.899 Menschen getötet wurden. Damit ging die Zahl der Verkehrstoten im Vergleich zu den ersten neun Monaten des Jahres 2020 um zehn Prozent beziehungsweise 207 Personen zurück. Die Zahl der Verletzten im Straßenverkehr sank um acht Prozent auf 235.000.

Unfallstatistik September 2021
Destatis

Absoluter Halbjahres-Tiefstand

Die Zahl der Schwerverletzten ist im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 12,6 Prozent auf knapp 134.800 Personen zurückgegangen. Damit wurde der bisherige Tiefstand aus dem ersten Halbjahr 2020 nochmals unterschritten. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2021 erfasste die Polizei insgesamt rund 1,05 Millionen Straßenverkehrsunfälle. Das waren 2,4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Bei knapp 935.700 Unfällen im ersten Halbjahr 2021 blieb es bei Sachschaden (- 1,5 %), bei rund 109.400 Unfällen gab es Todesopfer oder Verletzte (- 9,3 %).

Im ersten Halbjahr starben auf deutschen Straßen im Durchschnitt 14 Menschen pro einer Million Einwohner. Das größte Risiko, tödlich zu verunglücken, gibt es im Bundesland Sachsen-Anhalt. Hier liegt der Durchschnitt mit 27 Verkehrstoten pro einer Million Einwohner. Die Stadtstaaten Hamburg und Berlin liegen deutlich unter dem Bundesdurchschnitt mit vier bzw. sechs Todesopfern. Ebenfalls niedrig ist die Anzahl von elf Verkehrstoten pro einer Million Einwohner im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Unfallstatistik nach Bundesländern 1. Halbjahr 2021

Bundesland Anzahl Verunglückte Veränderung zu 1. Halbjahr 2020 (%) Anzahl Verkehrstote Veränderung zu 1. Halbjahr 2020 (%) Getötete je 1 Mio. Einwohner
Bayern 23.335 -8,5 171 -47 13
Berlin 6.148 -10,8 22 -9 6
Brandenburg 4.237 -7,1 56 -12 22
Bremen * - - - - -
Hamburg 3.295 -8,2  8  0 4
Hessen 9.247 -12 69 -20 11
Mecklenburg-Vorpommern 2.136 -18,2 29  1 18
Niedersachsen 14.811 -10,3 148 -33 19
Nordrhein-Westfalen 27.208 -13,6 170 -32 9
Rheinland-Pfalz 6.758 -12,2 56 -13 14
Saarland 1.758 -2,8 16  5 16
Sachsen 5.918 -10,6 66 -3 16
Sachsen-Anhalt 3.569 -10,5 59  7 27
Schleswig-Holstein 5.652 -11 38 -26 13
Thüringen 2.742 -8,7 37 -1 17
Deutschland 135.897 -10 1.128 -162 14
* Daten für Bremen wurden geschätzt und sind in der Zahl für Deutschland enthalten.        
Bundesland Anzahl Verunglückte Veränderung zu 1. Halbjahr 2020 (%) Anzahl Verkehrstote Veränderung zu 1. Halbjahr 2020 (%) Getötete je 1 Mio. Einwohner
Bayern 23.335 -8,5 171 -47 13
Berlin 6.148 -10,8 22 -9 6
Brandenburg 4.237 -7,1 56 -12 22
Bremen * - - - - -
Hamburg 3.295 -8,2  8  0 4
Hessen 9.247 -12 69 -20 11
Mecklenburg-Vorpommern 2.136 -18,2 29  1 18
Niedersachsen 14.811 -10,3 148 -33 19
Nordrhein-Westfalen 27.208 -13,6 170 -32 9
Rheinland-Pfalz 6.758 -12,2 56 -13 14
Saarland 1.758 -2,8 16  5 16
Sachsen 5.918 -10,6 66 -3 16
Sachsen-Anhalt 3.569 -10,5 59  7 27
Schleswig-Holstein 5.652 -11 38 -26 13
Thüringen 2.742 -8,7 37 -1 17
Deutschland 135.897 -10 1.128 -162 14
* Daten für Bremen wurden geschätzt und sind in der Zahl für Deutschland enthalten.        

Im ersten Quartal 2021 erfasste die Polizei insgesamt rund 475.200 Straßenverkehrs­unfälle. Das entspricht einem Rückgang von 15 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum. Darunter waren circa 41.900 Unfälle mit Personenschaden (minus 23 %), bei denen 458 Menschen getötet wurden. Damit ist die Zahl der Verkehrstoten im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Jahres 2020 um fast 18 Prozent beziehungsweise 100 Personen gesunken. Die Zahl der Verletzten im Straßenverkehr nahm um 25 Prozent auf rund 52.000 ab.

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Fazit

Das durch Corona bedingte geringere Verkehrsaufkommen drückt auch im bisherigen Jahresverlauf 2021 die Unfallzahlen. In Folge sinkt auch die Zahl der Verkehrstoten.

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