Formel 1: Wie George Russell die Siegesflaute in Spielberg beendete

Zweiter Saisonerfolg in Spielberg
Wie Russell die Siegesflaute beendete

GP Österreich 2026
ArtikeldatumVeröffentlicht am 28.06.2026
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George Russell - Mercedes - GP Österreich 2026 - Spielberg - Formel 1
Foto: xpb

Gerade mal 1,6 Sekunden betrug der Abstand von George Russell im Ziel auf den Zweitplatzierten Max Verstappen. Nach 71 Runden überquerte der Mercedes-Mann beim Österreich-GP (28.6.) als Erster die Ziellinie. Es war der zweite Saisonerfolg nach dem Auftakt in Australien Anfang März. Der Brite durchbrach mit seinem siebten Karriere-Sieg eine lange Durststrecke.

"Die harten, schwierigen Rennen testen einen, auch mental. Das war wichtig heute, um auch mir zu beweisen, dass ich es kann. Und das auf einer Strecke, die mir nicht so passt. Jetzt kommt Silverstone", freute sich Russell über den Triumph und blickte bereits auf das nächste Rennen voraus, das nächste Woche (5.7.) in England ansteht.

Dank des dritten Platzes von Kim Antonelli und nur Rang fünf vom bisherigen Tabellenzweiten Lewis Hamilton (Ferrari) liegt Russell nun 40 Punkte hinter Antonelli auf dem zweiten Platz der Fahrerwertung.

Die heißen Temperaturen hatten dem Sieger zugesetzt. Auch das in den Alpen gelegene Spielberg blieb von der europäischen Hitzewelle nicht verschont. Satte 35 Grad Celsius und ein 50 Grad heißer Asphalt setzten Fahrer und Material zu. "Ich bin froh, dass ich jetzt etwas trinken kann. Die Red Bull waren echt schnell. Ich möchte mich bei allen im Team bedanken."

George Russell - Mercedes - GP Österreich 2026 - Spielberg - Formel 1
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Wolff verteilt Lob an Russell

"Ich habe das schon oft gesagt: In diesem Sport neigen wir dazu – auch bei manchen Konkurrenten –, zwischen Euphorie und Depression hin- und herzuschwingen. Ein Wochenende sind wir die Größten, Weltmeister, alles fantastisch. Und fünf Tage später ist die große Depression: Alles ist Mist, es hat nicht funktioniert, der Motor ist nicht das, was wir wollten. Dabei war es das Wochenende davor noch das Beste. Es ist wichtig, die Balance zu halten, neutral zu bleiben", appellierte Teamchef Toto Wolff an die Medien.

Russells lange Dürrephase hatte der 28-Jährige in der Pressekonferenz vor dem Wochenende noch heruntergespielt. Sie würde ihm keine schlaflosen Nächte bereiten. Nach der Zieldurchfahrt war jedoch offensichtlich, dass ihm die vielen Niederlagen gegen Teamkollege Kimi Antonelli zugesetzt hatten.

Den Grundstein für seinen Sieg legte Russell bereits am Samstag. Im Qualifying behielt er nach dem Unfall von Max Verstappen den Überblick und lupfte ausreichend, nachdem die gelbe Flagge geschwenkt wurde. Die Pole-Position erlaubte es George Russell, vom Start weg das Rennen zu kontrollieren.

Red Bull in Schlagdistanz

Nachdem Mercedes in Barcelona noch die erste Niederlage gegen Ferrari kassiert hatte, war in Spielberg Red Bull der Gegner, den es zu schlagen galt. Das neue Upgrade-Paket am RB22 brachte das Top-Team wieder in Schlagdistanz. Im zweiten Teil des Rennens sah Verstappen wie ein Siegkandidat aus. Erst die zweite Phase der Reifenwechsel entzerrten das Feld. Russell stoppte in Runde 43 sechs Umläufe eher als sein Verfolger. Den Vorsprung verwaltete der ehemalige Williams-Pilot bis ins Ziel.

Die Pace von Max Verstappen reichte sogar, um Kimi Antonelli zu besiegen. Der Italiener stand sich mit einer wilden Anfangsphase aber selbst im Weg. Dadurch verlor der Youngster einige Plätze und musste sich durch das Feld kämpfen. "Ich war zu feurig in den ersten Runden. Da habe ich zu viele Fehler gemacht. Im ersten Stint habe ich Probleme mit den Bremsen gehabt. Dann war es gut. Ich muss mich noch verbessern und meine Fehlerquote verringern."

Am besten schon in Silverstone. Sein Teamkollege und WM-Rivale reist nun mit Rückenwind zu seinem Heimspiel.

Fazit