Der GP in Las Vegas zählt für viele Fans zu den spektakulärsten Strecken im Formel-1-Kalender. Der Kurs verläuft direkt über den berühmten Las Vegas Strip, der weltweit bekannteste Hotspot für Glücksspiel, Casinos und Luxus-Hotels, vorbei an den großen Wahrzeichen der Stadt.
Bei der ersten Austragung des Stadtkurs-GPs im Jahr 2023 ereignete sich einer der entscheidendsten Momente allerdings gar nicht während des Rennens oder der Qualifikation, sondern schon beim Freien Training.
In der Auftaktsession kam es bei Carlos Sainz und Esteban Ocon zu Beschädigungen an ihren Autos, nachdem sie über einen schlecht befestigten Gulli-Deckel gefahren waren. Die Trainingseinheit wurde daraufhin frühzeitig beendet.

Das erste Training wurde nach nicht mal zehn Minuten abgebrochen, da Carlos Sainz sein Auto nach einer funkensprühenden Kollision mit einem Gulli-Deckel wegen Schäden an Chassis, Motor, Unterboden und Batterie abstellen musste.
Stundenlange Verzögerung
Wegen umfangreicher Reparaturarbeiten und Sicherheitschecks sämtlicher Kanalabdeckungen auf der Strecke verzögerte sich die zweite Trainingseinheit um mehr als zwei Stunden. Schließlich wurde sie erst in den frühen Morgenstunden gegen 2.30 Uhr angesetzt.
Für die Fans war lange unklar, ob das zweite Training an diesem Tag überhaupt noch stattfinden würde. Zu diesem Zeitpunkt hatten daher viele Zuschauende die Strecke bereits verlassen. Berichten zufolge seien sie auch von der Polizei weggeschickt worden.

Die gigantische Sphere war für Fans sowohl vor Ort als auch in den sozialen Medien eine große Sensation. Auch für die Fahrer ist sie eine Besonderheit.
Der Fall vor Gericht
Die betroffenen und empörten Fans zogen schließlich vor Gericht und forderten in einer Sammelklage zunächst fünf Milliarden US-Dollar Entschädigung. Die Veranstalter des Las Vegas GP und Formel-1-Inhaber Liberty Media räumten zunächst allerdings kein Fehlverhalten ein.
Nachdem das Verfahren 2025 teilweise abgewiesen wurde, änderten die Kläger ihre Klageschrift, was zu einer Fortsetzung des Prozesses führte. Laut dem Las Vegas Review-Journal konnten sich die betroffenen Parteien nun auf eine Abfindung von drei Millionen Dollar Schadensersatz einigen.
Fans, die ihr Ticket über den offiziellen Veranstalter des Las Vegas GP oder über Ticketmaster gekauft haben, werden automatisch über die Entschädigung informiert. Wer sein Ticket allerdings über eine andere Seite erworben hat, muss selbst einen Antrag auf Entschädigung stellen. Die entsprechende Frist endet bereits am 27. August.





