Formel 1: Setup-Tricks - Darum war Leclerc plötzlich schneller als Hamilton

Ferraris Setup-Geheimnis
Darum war Leclerc plötzlich schneller als Hamilton

GP Großbritannien 2026
ArtikeldatumVeröffentlicht am 08.07.2026
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Lewis Hamilton & Charles Leclerc - Ferrari - GP England 2026
Foto: xpb

Seit Charles Leclerc für Ferrari fährt, ist er bei der Scuderia der unumstrittene Teamkapitän. Carlos Sainz konnte den Monegassen zwar ein paar Mal ärgern, aber nichts am grundsätzlichen Status ändern. Als Platz für Lewis Hamilton gemacht werden musste, fiel den Verantwortlichen in Maranello die Wahl nicht schwer.

Im ersten gemeinsamen Jahr konnte auch der Rekordsieger nicht am Thron von Leclerc rütteln. Hamilton fremdelte mit dem Team. Dass ihm die Groundeffect-Autos generell nicht schmecken, hatten schon die Jahre zuvor bei Mercedes gezeigt. Die klare Niederlage im teaminternen Duell ließ den Aktienkurs von Leclerc weiter steigen.

Doch dann wendete sich das Blatt plötzlich mit dem Start in die neue Saison. Zu Beginn des Jahres fuhren die beiden Piloten noch auf Augenhöhe. Dann sah Leclerc plötzlich kein Land mehr. Während sich Hamilton immer wohler fühlte und mit guten Ergebnissen Selbstvertrauen tankte, grub sich der Monegasse immer tiefer in ein Loch ein.

Lewis Hamilton & Charles Leclerc - Ferrari - GP England 2026
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Leclerc übernimmt Hamilton-Setup

Der Start des Silverstone-Wochenendes schien diesen Trend zu bestätigen. Im Sprint-Qualifying stellte Hamilton sein Auto auf die Pole-Position. Der zweite Ferrari musste mit Startplatz 4 vorliebnehmen. Doch dann wendete sich das Blatt plötzlich. In der Quali am Samstag fuhr Leclerc die zweitschnellste Runde. Und auch im Rennen präsentierte er sich deutlich schneller als sein Teamkollege. Am Ende feierte er sogar den ersten Saisonsieg.

Auf die Frage, wie er das Ruder so plötzlich herumreißen konnte, wollte Leclerc nach dem Qualifying noch keine konkrete Auskunft geben. Nach dem Rennen machte der Pilot zumindest kleine Andeutungen, wie ihm das Wunder gelang. "Wir haben in den Daten vom Freitag ein paar Dinge gesehen, die nicht zu meinem Fahrstil gepasst haben. Man erkennt aber nicht sofort, was man ändern muss. Das ist eine Mischung aus Intuition und Gefühl. Am Ende war es sehr erfolgreich."

Hamilton verriet, dass Leclerc mit dem Setup im Laufe des Wochenendes in seine Richtung gewandert war. Zum Rennen gab es dann aber doch einen kleinen Unterschied: "Ich habe gesehen, dass Charles nach der Qualifikation vorne die Flügel etwas steiler gestellt hat. Ich hatte mit meinen Differenzial-Einstellungen aber eher eine übersteuernde Balance. Ich habe den Frontflügel deshalb eher etwas flacher gestellt."

Lewis Hamilton & Charles Leclerc - Ferrari - GP England 2026
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Flügel-Änderung vor dem Rennen

Die Entscheidung kostete Hamilton am Ende eine Chance auf den Sieg: "Zu Beginn des Rennens hatte ich plötzlich mit riesigem Untersteuern zu kämpfen. Da ist er vorne einfach weggezogen. Bis zur Mitte des ersten Stints wollte mein Auto gar nicht richtig einlenken. Erst nach ein paar Änderungen an den Differenzial-Einstellungen wurde es etwas besser. Aber da war der Abstand nach vorne schon zu groß."

Teamchef Frederic Vasseur verriet später auch noch, dass Leclerc nicht nur die Abstimmung seines Autos verändert habe, sondern auch seinen Fahrstil. Alles zusammen machte offenbar den entscheidenden Unterschied. Dem nächsten Rennwochenende in Spa blickt Leclerc nun deutlich optimistischer entgegen: "Ich muss einfach versuchen, wieder dieses Gefühl im Auto zu spüren. Wenn mir das gelingt, kann ich auch alles rausholen. An einen weiteren Sieg will ich noch gar nicht denken. Ich fokussiere mich nur darauf, das Auto zu optimieren."

Fazit