Lewis Hamilton ist nicht zu Ferrari gewechselt, um seine Karriere langsam ausklingen zu lassen. Der Rekordsieger ging zur Scuderia, um Michael Schumacher nachzueifern. Hamilton wollte die Tifosi nach langer Durststrecke erlösen und endlich wieder einen Weltmeisterpokal nach Maranello bringen.
In der ersten Saison sah das Vorhaben eher nach einer "Mission Impossible" aus als nach dem Start in eine glorreiche Zukunft. Hamilton schaffte es bei seinen ersten 24 Grand-Prix-Rennen im roten Overall nicht ein einziges Mal aufs Podium. Doch mit dem Sieg in Barcelona könnte der Knoten nun endlich geplatzt sein.
Nach einem ordentlichen Saisonstart lag Hamilton schon vor dem Katalonien-Wochenende auf Rang zwei der WM-Wertung. Durch den Erfolg konnte der Engländer seinen Rückstand auf 41 Punkte reduzieren. Der Trend spricht für Ferrari. In Spielberg soll Ende Juni direkt noch das erste Motorenupgrade nachgelegt werden, mit dem man das PS-Defizit reduzieren will.

Hamilton bräuchte mehrere Bigpoints wie in Barcelona, um den Vorsprung zu egalisieren.
KI rechnet viele Faktoren mit ein
Noch ist natürlich längst nichts entschieden. Selbst wenn keines der ausgefallenen Rennen im Nahen Osten wiederholt wird, stehen aktuell noch mindestens 15 Grands Prix auf dem Plan. Es ist also noch nicht einmal ein Drittel der Saison absolviert. Prognosen zum Ausgang der WM sind zum jetzigen Moment schwierig. Deshalb fragen wir die künstliche Intelligenz, die bekanntlich auf alle Fragen eine Antwort kennt.
Der Computer schaut nicht einfach nur auf die Zahlen, sondern rechnet mehrere Faktoren ein: Hamilton benötigt im Schnitt knapp drei Punkte pro Rennen mehr oder ein bis zwei größere Ausreißer-Rennen, bei denen er richtig aufholt. Die höhere Ausfallquote bei Mercedes könnte für diese Ausreißer sorgen. Auch das Momentum und die Erfahrung sprechen für Hamilton.
Es gibt aber auch Punkte, die negativ in die Kalkulation eingehen. Antonelli zeigte sich in dieser Saison bisher sehr stabil. Mercedes hat statistisch immer noch das bessere Auto. Und mit George Russell befindet sich noch ein weiterer Titelkandidat in Schlagdistanz, der Hamilton gefährlich werden könnte. So sieht ChatGPT die WM-Wahrscheinlichkeit von Hamilton zum aktuellen Zeitpunkt lediglich bei 20 Prozent. Claude kommt auf einen Wert von 25 bis 30 Prozent.

Die Wettbüros sehen George Russell aktuell noch vor Hamilton - obwohl der Mercedes-Pilot neun Punkte hinter seinem Ex-Teamkollegen liegt.
Hamilton bei den Buchmachern nur auf Platz 3
Auch bei den Buchmachern ist Hamilton der klare Außenseiter. Setzt man aktuell auf Kimi Antonelli, bekommt man im Erfolgsfall für jeden eingesetzten Euro nur 50 Cent als Gewinn. Selbst George Russell sehen die Wettbüros trotz Rückstand eher in der Lage, den WM-Pokal einzufahren. Seine Quote liegt bei 4,5 – die von Hamilton nur bei 5,0. Das heißt: Für jeden Euro Einsatz gäbe es bei einem Hamilton-Titel vier Euro obendrauf.
Wir wollen hier natürlich niemanden zum Glücksspiel verleiten. Sportwetten haben bekanntlich ein hohes Suchtpotenzial. Ein WM-Tipp zum aktuellen Zeitpunkt wäre reine Zockerei. Weder die Künstliche Intelligenz noch die besten Formel-1-Experten können sagen, in welche Richtung das Pendel am Ende schwingen wird. Klar ist nur: Lewis Hamilton hat eine Chance – aber nur eine Außenseiterchance!
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