Formel 1: Rätsel gelöst - Dieser Software-Fehler bremste Mercedes aus

Software-Fehler erklärt
Deshalb ging Mercedes am Start der Saft aus

GP Belgien 2026
ArtikeldatumVeröffentlicht am 23.07.2026
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George Russell - Mercedes - GP Ungarn 2026
Foto: xpb

Die neuen Formel-1-Antriebe haben zwei Geburtsfehler: Die elektrische Energiemenge reicht auf vielen Strecken nicht aus, um eine ganze Runde Vollgas zu fahren. Und dazu sind die Power Units auch noch so kompliziert, dass Fahrer und Ingenieure regelmäßig verzweifeln. Für Fans ist es in vielen Fällen kaum nachvollziehbar, was sich unter der Haube der Rennwagen abspielt.

Charles Leclerc tüftelte das ganze Spa-Wochenende mit seinen Ingenieuren herum: "Diese Power Units sind so komplex. Manchmal kann man sich nur am Kopf kratzen, weil man nicht versteht, warum man auf den Geraden so viel Zeit verliert. Es ist frustrierend für einen Fahrer. Selbst wenn man sein Bestes gibt, passieren manchmal Dinge im Hintergrund, die nicht so toll sind."

Oscar Piastri hatte schon in der Qualifikation von einer "Power-Anomalie" gesprochen, die ihn einige Plätze kostete. George Russell und seine Ingenieure suchte in Spa lange den Grund, warum sein Silberpfeil auf den Geraden einige Zehntel gegenüber dem Schwesterauto verlor. Kimi Antonelli fühlte mit seinem Kollegen: "Ich hatte das gleiche Problem in Australien. Wenn man auf Energie-intensiven Strecken mal etwas anders fährt, dann spinnt das System plötzlich."

Start - Kimi Antonelli - Mercedes - GP Ungarn 2026
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Mysteriöses Problem am Start

In der Startrunde wurden die Mercedes-Piloten dann auch noch von einem Problem mit dem Energie-Management ausgebremst. Nach der La-Source-Haarnadel fehlte plötzlich der Elektro-Punch. Russell und Antonelli mussten verzweifelt versuchen, sich gegen die anstürmende Konkurrenz zu wehren. "Das war total neu für uns", gab Teamchef Toto Wolff zu. "Das müssen wir in den Griff bekommen."

Nach Informationen des britischen "Motorsport Magazine" hatte ein Software-Fehler zu dem Problem geführt. Als die Lichter der Startampel ausgingen, waren die Batterien noch ausreichend gefüllt. Doch am Ausgang der La Source fehlten plötzlich 30 bis 40 Prozent der Energie. Weil der Algorithmus das Energie-Management immer für die ganze Runde im Voraus berechnet, wurde die elektrische Leistung automatisch runtergeregelt.

Die Fahrer versuchten, Energie abzurufen, wurden aber vom System überstimmt. Antonelli hatte in dieser Situation noch Glück im Unglück: Max Verstappen nutzte die Chance, um sich mit einem kurzen Boost-Einsatz vor der Eau Rouge vorbeizuschieben. Um keinen Unfall zu riskieren, ging Antonelli kurz vom Gas. Der Lupfer sorgte für einen Reset des Systems. Damit wurde das Limit für die anschließende Bergauf-Gerade etwas nach oben korrigiert.

Start - Kimi Antonelli - Mercedes - GP Ungarn 2026
Mercedes

Russell-Unfall in Les Combes

Weil Verstappen durch den Boost-Einsatz ebenfalls nicht mehr die volle Power zur Verfügung hatte, herrschte plötzlich Gleichstand. Am Ende konnte sich Antonelli durch den Windschatten sogar die Führung zurückholen. Die Ferrari hatten keine Probleme mit ihrer Energie und bliesen auf der Kemmel-Geraden zur Attacke. Auch Charles Leclerc ging vorbei am Red Bull.

Russell, der vor Eau Rouge nicht gelupft hatte, geriet in die Fänge von Lewis Hamilton. Mit einem späten Ausbremsmanöver auf der Außenseite von Les Combes versuchte sich der Mercedes-Pilot die Position zurückholen. Am Scheitelpunkt kam es dann zu einem leichten Kontakt, der ihn ins Kiesbett bugsierte. Mit einem deftigen Funkspruch fluchte Russell anschließend über die fehlende Power, die ihn überhaupt erst in den Zweikampf mit Hamilton gezwungen hatte.

George Russell - Mercedes - GP Ungarn 2026
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Batterien laden nicht

Um eine Wiederholung zu verhindern, begaben sich die Ingenieure nach dem Rennen in Spa direkt auf Fehlersuche. Nach Informationen des "Motorsport Magazine” wurden sie dabei auch fündig. Offenbar hatten die Piloten vor der Ampel den sogenannten Start-Modus aktiviert. Dieser sollte sich nach dem Launch eigentlich automatisch wieder deaktivieren, was hier aber nicht der Fall war.

Die Folge war, dass die Batterien der Mercedes-Autos beim Anbremsen auf die La-Source-Haarnadel nicht geladen wurden. Für die anschließende Gerade fehlte damit der Elektro-Punch. Der Reset kam dann doch noch irgendwann. Bei Antonelli normalisierte sich die Lage. Für Russell war das Rennen da aber schon beendet.

Fazit